22
erweiterte Satz und das Notwendigste vom zusammen- gesetzten Satze nebst der dabei zur Anwendung kom- menden Zeichensetzung. Wöchentliche Diktate zur Einübung der Rechtschreibung und der Zeichensetzung oder schriftliche Nacherzählungen, Haus- und Klassen- arbeiten. In a: Obl. Dr. Heuser; in b: Obl. Ripcke. Erzählungen aus den Sagen des klassischen Altertums sowie aus der ältesten Geschichte der Griechen(bis Solon) und der Römer(bis zum Kriege mit Pyrrhus). In a: Lehrer Markert; in b: Obl. Ripcke.
Französisch: 6 Std. w. Lesestücke aus Strien, Lehrbuch
der französischen Sprache, Teil I. Leseübungen. Sprechübungen im Anschlufs an den Lesestoff und an das tägliche Leben. Erweiterung des Wortschatzes. Auswendiglernen von Gedichten nach dem Kanon. — Wiederholung, Befestigung und Erweiterung der in Sexta gelernten Formenlehre. Wöchentlich eine schriftliche Arbeit(Haus- und Klassenarbeiten ab- wechselnd) ins Reinheft: Diktate, Antworten auf französisch gestellte Fragen, Umwandlungen, Nieder- schriften aus dem Gedächtnis, grammatische Übungen, Übersetzungen. In a: Obl. Dr. He user; in b: Prof. Dr. Kressner.
Erdkunde: 2 Std. w. Physische und politische Erdkunde
Mitteleuropas, insbesondere des deutschen Reiches, unter Benutzung von Daniels Leitfaden. Entwerfen von Kartenskizzen an der Tafel. Weitere Einführung in das Verständnis des Globus, des Reliefs und der Karte. In a u. b: Lehrer Markert.
Rechnen: 5 Std. w. Teilbarkeit der Zahlen. Gemeine
Brüche. Fortgesetzte Ubungen mit benannten Dezimal- zahlen. Einfache Aufgaben aus der Regeldetri(durch Schluss auf die Einheit oder ein gemeinschaftliches Mafs zu lösen) nach Harms und Kallius. Propädeu- tischer geometrischer Anschauungsunterricht. bungen im Gebrauche von Zirkel und Lineal. Alle 3 Wochen je eine Haus- und Klassenarbeit. In a: Prof. Dr. Hoebel; in b: Obl. Hintz.
Naturbeschreibung: 2 Std. w. Im Sommer: Pflanzen-
kunde. Eingehende Durchnahme der äufseren Organe der Blütenpflanzen im Anschlufs an die Beschreibung vorliegender Exemplare und an die Vergleichung ver- wandter Formen. Bail, Botanik J. Im Winter: Tier- kunde. Beschreibung wichtiger Wirbeltiere(nach vorhandenen Exemplaren und Abbildungen) nebst Mit- teilungen über ihre Lebensweise, ihren Nutzen und Schaden. Grundzüge des Knochenbauesbeim Menschen. Bail, Zoologie I. Ubungen im einfachen schematischen Zeichnen des Beobachteten. In a: Obl. Dr. Wetzell; in b: Lehrer Markert.
Zeichnen: 2 Std. w. Gedächtniszeichnen: Einfache Lebens- formen(Türschild, Brille, Ei, Löffgl, Reifen, Rad, Uhr, Briefumschlag, Tafel, Fenster, Papierhut, Drachen, Messer, Giebel, Brunnen u. a.) und Naturblätter, ver- bunden mit Farbentreffübungen.— Skizzierübungen. In a und b: Zeichenlehrer Allwohl.
Quarta.
Klassenlehrer: In a: Herr Obl. Theisen; in b: Herr Obl. Dr. Wetzell.
Religion: 2 Std. w. Das Allgemeinste von der Einteilung der Bibel und die Reihenfolge der biblischen Bücher. Lesen und Erklärung von Abschnitten des Alten und besonders des Neuen Testamentes(nach dem Bibl. Lesebuch von Strack) zur Wiederholung und Er- weiterung der in VI und V'behandelten biblischen Geschichten. Katechismus: Wiederholung der Auf- gaben von VI u. V; Erklärung und Einprägung des 3. Hauptstückes mit Luthers Auslegung. Auswendig- lernen von Sprüchen und 4 Kirchenliedern nach dem Kanon; Wiederholung der früher gelernten Lieder. In a: Obl. Ripcke; in b: im Sommer Lehrer Grün, im Winter Lehrer Krause.
Deutsch: 4 Std. w. Lesen von Gedichten und Prosa- stücken(besonders Beschreibungen und Schilderungen, Darstellungen aus griechischer und römischer Ge- schichte) aus Hopf u. Paulsieks Lesebuch für Quarta. Nacherzählen. Vortrag auswendig gelernter Gedichte nach dem Kanon.— Der zusammengesetzte Satz und zusammenfassende Einprägung der Regeln über die Zeichensetzung. Das Allereinfachste aus der Wort- bildungslehre. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit, abwechselnd Diktat oder Aufsatz(schriftliche freiere Wiedergabe von Durchgenommenem), Haus- und Kklassenarbeiten. In a: Obl. Theisen; in b: im Sommer: Prof. Dr. Pohler, im Winter: Obl. Pietschker.
Französisch: 6 Std. w. Lesestücke aus dem Lehrbuche von Strien, Teil II. Auswendiglernen von Gedichten nach dem Kanon. Sprechübungen über Verhältnisse und Vorgänge des täglichen Lebens und über den Lesestoff. Erweiterung des Wortschatzes.— Wieder- holung und Ergänzung der Formenlehre, insbesondere Einübung der Fürwörter in Verbindung mit fragenden und verneinenden Formen des Zeitwortes. Die unregel- mäſsigen Zeitwörter(nach der Schulgrammatik von Strien). Übungen im Übersetzen aus dem Deutschen. Alle 8 Tage eine schriftliche Arbeit ins Reinheft (Klassen- und Hausarbeiten): Diktate, Formen, Beant- wortung von Fragen, Niederschriften aus dem Gedächt-


