Jahrgang 
1900
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Pflanzen, sowie über Kryptogamen und Pflanzen- krankheiten. b) Tierkunde(im W.): Anatomie und Physiologie des Menschen und Einiges über Gesund- heitspflege. In a u. b: Obl. Dr. Wetzell.

Zeichnen: 2 Std. w. Zeichnen nach plastischen Orna- menten einschlielslich der Beleuchtungserscheinungen, auch Malen von Schmetterlingen, Vögeln u. a. nach der Natur. Freiübungen, Skizzier- und Gedächtnis- übungen. In a u. b: Zeichenl. Allwohl.

Linearzeichnen(wahlfrei). 2 Std. w. Geometrisches Darstellen von Körpern in verschiedenen Ansichten mit Schnitten und Abwickelungen. In a u. b: Zeichenl. Allwohl.

Vom Religionsunterricht befreit waren im S. kein Schüler, im W. 31 Konfirmanden.

Der katholische Religionsunterricht für die Schüler des Realgymnasiums, der Oberrealschule und der Real- schule wurde in fünf Abteilungen erteilt; die Sexta der Realschule nahm teil an Abteilung V, die Quinta u. Quarta an Abteilung IV, die Tertia u. Sekunda an Ab- teilung III, die Prima an Abteilung II.

Abteilung V: 3 Std. Das 1. Hauptstück nach dem Katechismus. Biblische Geschichte des Alten Testa- mentes bis Moses, des Neuen Testamentes bis zum 2. Osterfest. Gebete u. Lehrstücke. Einige Kirchenlieder.

Abteilung IV: 2 Std. Das 3. Hauptstück nach dem Katechismus der Diözese Fulda. Biblische Geschichte des Neuen Testamentes: Das 2., 3. u. letzte Osterfest. Apostelgeschichte nach der Biblischen Geschichte von Dr. Schuster. Erklärung und Einprägung mehrerer Kirchen- lieder.

Abteilung III: 2 Std. Die Sittenlehre; Erklärung des Kirchenjahres in Verbindung mit dem ersten Kirchen- gebote nach Dr. Drehers Leitfaden. Geographie von Pa- lästina. Ergänzende und vertiefende Wiederholung des Alten Testamentes mit besonderer Hervorhebung seines vorbereitenden und vorbildlichen Charakters.

Abteilung I: 2 Std. Begründung des katholischen Glaubens(Apologetik): Die Lehre von der natürlichen Religion, von der göttlichen Offenbarung und von den Offenbarungsstufen(Uroffenbarung, Judentum u. Christen- tum); die Lehre von der Kirche nach Dr. Drehers Lehr- buch. Wiederholung der wichtigsten Gegenstände aus den Lehraufgaben der mittleren Klassen. Kaplan Lammeyer.

Der israelitische Religionsunterricht wurde für die Klassen IIIVI der Realschule(gemeinsam mit den ent- sprechenden Klassen der Oberrealschule) in 2 Std. wöch. erteilt.

Biblische Geschichte von der Besitzergreifung des Landes bis Sauls Tod. Nachbiblische Geschichte: Die Geschichte der Juden des zweiten Reiches. Religionslehre: Glaubenslehre und Festtage. Seminarlehrer Katz.

Vom Zeichnen befreit war 1 Schüler.

Die Anstalt besuchten im Sommer 410, im Winter 397 Schüler; von diesen waren vom Turnen befreit:

Von einzelnen Ubungen.

Vom Turnunter- richte überhaupt.

Zeugnisses: im S. 14, im W. 19 im S. 7, im W. 8 aus anderen Gründen: zusammen ſim S. 14, im W. 19im S. 7, im W. 8

also von der Gesamtzahl im S. 3,4% im S. 1,7% der Schüler im W. 4,8% im W. 2,0%

Der Turnunterricht fand in der Turnhalle der Anstalt, die gleichzeitig von der Bürgerschule 9 benutzt wird, statt. Da eine Lehrerstelle an der Anstalt unbesetzt war, so mussten die Parallelklassen im Turnen zusammen- gelegt werden; es bestanden demnach 6 Abteilungen und eine Vorturner-Abteilung. Jede Abteilung erhielt wöchent- lich 3 Stunden. Zur kleinsten Turnabteilung(I) gehörten 50, zur grölsten(VI) 80 Schüler.

Übpungsstoff für I und II: Eisenstab- und Hantel- übungen, schwierigere Frei- und Ordnungsübungen. Gemein- und Riegenturnen an allen Geräten; für III und IV: Einfache Eisenstab- und Hantelübungen, Marsch-, Frei- und Ordnungsübungen, Gemeinturnen an allen Ge- räten; für V und VI: Einfache Frei- und Ordnungs- übungen. Gemeinturnen: Klettern, Steigen, Frei- und Bockspringen: leichte Hang- und Stützübungen. Turn- spiele soweit wegen des Mangels eines Spielplatzes möglich.

Den Unterricht erteilten:

Herr Oberlehrer Dr. Schreiber in III,

Zergiebel in I und V, Dr. Heuser in II, v. Hanxleden in IV und in der

Vorturnerabteilung,

Lehrer Grün in VI.

Leider konnte mit der Einführung eines geordneten ausgedehnteren Betriebes der Jugendspiele auch während des verflossenen Schuljahres noch nicht vor- gegangen werden. Die Anstalt selbst besitzt keinen Spiel- platz. Die baldige Schaffung eines städtischen Spielplatzes wäre in hohem Grade wünschens- wert. Im laufenden Jahre bot sich somit nur während des zur Feier des Sedantages abgehaltenen Waldfestes Gelegenheit, Jugendspiele in grölserem Umfange zu ver-

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