Jahrgang 
1900
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C. Übersieht über den im Schuljahre 1899 erledigten Unterrichtsstoff.

Sexta.

Klassenlehrer: In a: Obl. Ripcke; in b: w. H. Gaebel.

Religion: 3 Std. w. Biblische Geschichten des Alten Testaments bis zur Teilung des Reiches, nach Preuſs. Vor den Hauptfesten auch die betr. Geschichten des Neuen Testamentes. Durchnahme und Erlernung des 1. Hauptstückes mit Luthers Auslegung, ferner ein- fache Worterklärung des 2. und 3. Hauptstückes ohne dieselbe. Sprüche und 4 Kirchenlieder. In a: Obl. Ripcke; in b: Lehrer Grün.

Deutsch und Geschichtserzählungen: 5 Std. w. Aus- gewählte Gedichte und Prosastücke(Fabeln, Märchen, Erzählungen aus der vaterländischen Sage und Ge- schichte) aus dem Lesebuche von Hopf a. Paulsiek. Übungenim Lesen und Nacherzählen, Vortrag auswendig gelernter Gedichte. Redeteile und Glieder des ein- fachen Satzes. Formenlehre des Hauptwortes und des Zeitwortes. Rechtschreibübungen; wöchentlich ein Diktat in der Klasse. In a: Obl. Ripcke, in b: w. H. Gaebel. Lebensbilder aus der vaterländischen Geschichte von Wilhelm I. bis zu Karl dem Grolsen. In a: der Direktor; in b: w. H. Gaebel.

Französisch: 6 Std. w. Lautliche Schulung mit Benut- zung von Lauttafeln. Anfangsunterricht auf Grund- lage der Anschauung im Anschlufs an die nächste Umgebung(Schulzimmer) und an Vorkommnisse im täglichen Leben. Daneben kleine Erzählungen und Gedichte aus dem Elementarbuche der frz. Spr. von Strien. Im Anschluls an den Anschauungs- und Lesestoff Sprechübungen und Einübung der Gramma- tik: Konjugation der Hilfszeitwörter avoir und étre sowie der Zeitwörter auf-er im Indikativ, das Not- wendigste aus der Formenlehre des Substantivs, des Adjektivs, der Zahlwörter. Schriftliche Arbeiten (vom 2. Vierteljahr an): Antworten auf französisch gestellte Fragen, Diktate, Niederschriften aus dem Gedächtnisse, Verbformen, Hausarbeiten; wöchentlich eine Arbeit ins Reinheft. In a: Obl. Theisen; in b: w. H. Gaebel.

Erdkunde: 2 Std. w. Heimatkunde von Cassel und Um- gebung; die Provinz Hessen-Nassau. In Anlehnung daran Grundbegriffe der physischen und mathema- tischen Erdkunde elementar. Erste Anleitung zum Verständnis des Reliefs, des Globus und der Karten.

Übersicht der oro- und hydrographischen Verhältnisse der Erdoberfläche im allgemeinen. Zeichnen von Skizzen an der Wandtafel. In a und b: der Direktor.

Rechnen: 5 Std. w. Die Grundrechnungsarten mit un- benannten, einfach und mehrfach benannten Gröſsen. Zerlegen in Faktoren. Die deutschen Münzen, Maſse und Gewichte. Zeitrechnung. Rechnen mit Dezimal- zahlen. In a: Lehrer Markert; in b: Lehrer Grün.

Naturbeschreibung: 2 Std. w. Im Sommer: Pflanzen- kunde. Beschreibung einheimischer Pflanzenarten mit deutlich sichtbaren Blütenteilen. Anlegen einer Sammlung. Bail, Botanik J. Im Winter: Tierkunde. Beschreibung von Säugetieren und Vögeln nach Ball, Zoologie I. In a und b: Lehrer Markert.

Quinta.

Klassenlehrer: In a: Sommer: Obl. Dr. Frick; Winter: Obl. Dr. Koniecki; in b: Lehrer Markert. Religion: 2 Std. w. Biblische Geschichten des Neuen

Testamentes nach Preufs. Aus dem Katechismus: Wiederholung der Aufgaben der Sexta, ferner Er- klärung und Einprägung des zweiten Hauptstückes mit Luthers Auslegung, dazu Sprüche. Wiederholung der in Sexta gelernten Kirchenlieder und Einprägung von 4 neuen. In a: Sommer: Obl. Dr. Frick; Winter:

Obl. Dr. Koniecki; in b: Lehrer Markert.

Deutsch und Geschichtserzählungen: 4 Std. w. Prosa- stücke und Gedichte aus Hopf a. Paulsiecks Lesebuch. Wiederholung und Erweiterung der Formenlehre. Der einfache und erweiterte Satz, sowie das Not- wendigste vom zusammengesetzten Satze. Diktate (Rechtschreibe- und Zeichensetzungsübungen) in der Klasse. Übungen im mündlichen Nacherzählen; schriftliches Nacherzählen, im ersten Halbjahre nur in der Klasse, im zweiten auch als Hausarbeit. Wöchentlich eine schriftliche(Klassen- oder Haus-) Arbeit. Erzählungen aus der sagenhaften Vor- geschichte der Griechen und Römer. In a: Obl. Dr. Koniecki; in b: w. H. Gaebel.

Französisch: 6 Std. w. Dem Unterrichte lag zu Grunde Strien, Lehrbuch der französischen Sprache, Teil I. Systematische Durchnahme der Grammatik. Der Teil- artikel im Nominativ und Akkusativ. Das Wichtigste aus der Formenlehre des Hauptwortes und Eigen- schaftswortes. Die Fürwörter unter Berücksichtigung der notwendigsten syntaktischen Regeln. Zeitwörter