zum Viehhüten verpachtete städtische Hute auf dem Forst auf wenige Wochenstunden zur Veranstaltung von Spielen freigegeben zu bekommen, führte zu keinem Ergebnis. Einer Abteilung von Realschülern, die sich freiwillig zum Fufsballspielen zusammengethan hatten, wurde die Be- nutzung der Hute auf dem Forste seitens der pPächter derselben auch gegen das Angebot einer entsprechenden Vergütung verweigert. Die baldige Schaffung eines städtischen Spielplatzes wäre in hohem Grade wünschenswert. Im laufenden Jahre bot sich somit nur während des zur Feier des Sedantages abgehaltenen Waldfestes Gelegenheit, Jugendspiele in gröfserem Um- fange zu veranstalten, worüber in dem Abschnitt»Jahres- bericht« Näheres mitgeteilt ist.
Baden und Schwimmen. In dankenswerter Weise war seitens der Stadt auch für das Jahr 1896/97 wieder eine ansehnliche Summe(7000 ℳ) in den Haushaltsplan eingestellt worden, um den städtischen Knaben- und Mädchenschulen die Benutzung des Flufsbades in der Fulda zu sehr ermälsigten Preisen zu ermöglichen. Von dieser Gelegenheit wurde reichlich Gebrauch gemacht. Es peteiligten sich am Baden und Schwimmen 155, also fast 70% der Schüler. 22 Schüler(10% der Gesamtzahl) sind geprüfte Freischwimmer, von diesen haben sich 4 im Sommer 1896 freigeschwommen.
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Singen. Die Klassen Quarta bis Prima bildeten eine Chorabteilung und erhielten zusammen 3 Gesangstunden, je eine für Sopran und Alt, Tenor und Bafs und für den ganzen vierstimmigen Chor. Gesänge aus Palme. Professor Dr. Hoebel.
Sexta und Quinta je 2 Std. w. Klassengesang. Ein- führung in die Kenntnis der Noten. Tonleitern und Treff- übungen. Volkslieder, ein- und zweistimmig. Choräle. Zeichenl. Allwohl.
Befreit vom Gesange war für das ganze Schul- jahr 1, für ein halbes aufserdem 1 Schüler.
Schönschreiben. Quarta. 2 Std. w. Schreiben nach ein- und mehrzeiligen Vorschriften in deutscher und la- teinischer Schrift. Quittungen, Briefe u. a. aus dem ge- schäftlichen Leben. Rundschrift. Zeichenl. Allwohl.
Quinta. 2 Std. w. Schreiben einzelner Wörter und Sätze in deutscher und lateinischer Schrift. Rundschrift. Zeichenl. Allwohl.
Sexta. 2 Std. w. Die kleinen und groſsen Buch- staben, Wörter und Sätze in deutscher und lateinischer Schrift. Zeichenl. Allwohl.
Vom Schreiben befreit war kein Schüler. Schreiben am Sonnabend 2 jüdische Schüler.
vom
Verzeichnis der im Schuljahr 1896/97 benutzten Lehrbücher.
Unterrichtsfächer. Lehrbücher. Klassen.
Die Bibel.— I IIIIIſIV——
Das Gesangbuch. J.. III IIV VVI
EvangelischeReligions- 1 Noack, Hilfsbuch für den evangelischen Religionsunterricht 1[1—
lehre. Preufs, Biblische Geschichten——— WVIV Spangenberg. Hessischer Landeskatechismus, Hder Ahlfeld, luthe-
rischer Katechismus.. t...I. u 1 34 n lr V VI
Dreher, Abrifs der Kirchengeschichte........ 1[————
Katholische Religions- Dreher, Leitfaden. 1.* 1 m III IV V VI
lehre. Schuster, Biblische Geschichten S.——— W V VI
Katechismus der Diözese Fulda(der alte und der neue).— VIV IVI
Regeln und Wörterverzeichnis für die deutsche Rechtschreibung I II III IVV VI
p Bohm und Steinert, Kleine deutsche Sprachlehre.—— IIIV V VI
Hitseh... Ferd. Schmidt, deutsches Lesebuch, I. Teil.......==— v VI
„„„„ II.„........[1 I I/W—
Kühn, Kleine französische Schulgrammatik. I II[IIIIVſV—
Französisch Kühn, Französisches Lesebuch, Unterstufe— I IIIIVV VI
Kühn, Französisches Lesebuch für Anfänger.......———— V VI
Benguerel, Choix de Poésies III——


