Dr. Hoebel nach Burghasungen, während die Prima unter der Führung des Herrn Oberlehrer Dr. Schreiber, dem sich der Direktor angeschlossen hatte, über die Häringsnase nach Münden marschierte.
Der groſsen Hitze wegen mufste am 10. Juni, am 11. Juli und am 4. September der Unterricht von 11 Uhr vormittags ab, am 22. August der Nachmittagsunterricht ausfallen. Am 6. August wurde der Unterricht bereits um 9 Uhr geschlossen, um den Schülern Gelegenheit zu geben, der zur Erinnerung an die Schlacht bei Wörth veranstalteten Parade der hiesigen Truppen- teile beizuwohnen. Am 30. Januar erhielten die drei oberen Klassen, am 5. Februar die Quar- taner zum Eislauf frei.
Dem Realgymnasium zu Wiesbaden brachte anlälslich seiner Jubiläumsfeier die Realschule herzliche Glück- und Segenswünsche in einem Schreiben dar, das Herr Zeichenlehrer AIlwohl künstlerisch ausgeführt hatte.
Am 8. Febrnar beehrte Herr Geh. Regierungs- und Provinzial-Schulrat Kannegiesser die Anstalt mit seinem Besuch, um dem Unterricht des Herrn wissenschaftlichen Hilfslehrers Wagner beizuwohnen.
Am 17. und 18. September 1895 nahm Herr Rektor Dr. Koch aus Wildungen den Unter- richt in mehreren Klassen in Augenschein.
Der regelmälsige Unterricht erfuhr während des vergangenen Schuljahres infolge des Zusammentreffens mehrerer ungünstiger Umstände leider mehrfache Unterbrechung. Der Direktor war vom 2. bis zum 14. Dezember 1895 infolge von Erkrankung, vom 29. bis 31. Januar 1896 infolge eines Todesfalles in der Familie genötigt, der Schule fernzubleiben. Herr Professor Dr. Hoebel wurde für die Zeit vom 15. bis zum 28. Juni zu einer militärischen Übung ein- berufen. Herr Oberlehrer Dr. Krefsner konnte krankheitshalber in der Zeit vom 24. Juni bis zum 2. Juli und vom 13. bis zum 23. November seinen Unterricht nicht erteilen. Herr Oberlehrer Dr. Schreiber war als Mitglied der Regierungs-Prüfungskommission für Einjährig-Freiwillige vom 23. bis zum 27. September beurlaubt. Herr Oberlehrer Theisen mulste am 22. Mai und schwerer Krankheit in der Familie wegen vom 2. bis zum 6. März der Schule fernbleiben. Herr wissenschaftlicher Hilfslehrer Wagner war krankheitshalber am 7. und 8. August, am 10. und am 23. Dezember sowie am 7. und am 20. Januar beurlaubt.— Nur durch das bereitwillige Ein- treten des Kollegiums, das in allen diesen Fällen die Vertretung übernahm, war es möglich, den regelmäſsigen Unterrichtsbetrieb unverändert aufrechtzuerhalten.
Der Gesundheitszustand der Schüler war im allgemeinen ein günstiger.


