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Am 18. Januar 1896, dem 25jährigen Gedenktage der Proklamierung des Deutschen Kaiserreiches, wurden die Schüler seitens der Klassenlehrer in geeigneten Ausprachen auf die Bedeutung des Tages hingewiesen. Darauf versammelten sich sämtliche Klassen im Saal, wo eine aus Gesang und Gedichtvorträgen bestehende gemeinsame Feier nach folgender Ordnung stattfand:
1. Choral.— 2. Loblied von Max von Schenkendorf(Quartaner Heinrich Prenntzell).— 3. Barbarossa
von Rückert(Tertianer Friedrich Heſs).— 4. Zwei Berge Schwabens von Karl Gerok(Sckundaner Karl Schäfer).— 5. Blücher am Rhein von Kopisch(Sextaner Georg Römer).— 6. Chorgesang: Brüder, weihet Herz und Hand.— 7. An Deutschland von Geibel(Primaner Waldemar Büchnoer).— 8. Des deutschen Knaben Tischgebet von Gerok(Quintaner Heinrioh Bender).— 9. Das Lied vom Rhein von Schenkendorf (rertianer Erich Brandau).— 10. Deutschland, Deutschland über Alles.
Aus eiver seitens Sr. Majestät des Kaisers und Königs zum 18. Januar 1896 gemachten Allerhöchsten Bewilligung waren der Realschule 3 Abzüge des Lindnerschen Prachtwerkes über den Krieg gegen Frankreich überwiesen worden, welche der Direktor den Tertianern Emil Preising und Konrad Becker sowie dem Quartaner August Mohr wegen tüchtiger Leistungen im Dentschen
und in der Geschichte übergab.
Ein von Sr. Excellenz dem Herrn Unterrichtsminister überwiesener Abzug der Festrede des Generals von Mischke aus Anlaſs der Enthüllung des Kaiser-Friedrich-Denkmals auf dem Schlachtfelde von Wörth wurde dem Primaner Max Anschütz verliehen.
Zur Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers, zu der als Vertreter des Königl. Provinzial-Schulkollegiums Herr Geh. Regierungs- und Provinzialschulrat Kannegiesser erschienen war, hatten sich die Eltern und Angehörigen der Schüler zahlreich in dem fesilich geschmückten Saale der Anstalt versammelt. In der Festrede sprach Herr Oberlehrer Dr. Krefsner in fesselnder Weise über die Vermittler deutschen Geistes in Frankreich, um schliefslich den Kaiser als den unermüdlichen Förderer aller friedlichen Bestrebungen zu feiern. Die Feier, deren deklamatorischer Teil, von Herrn Oberlehrer Zergiebel vorbereitet, die wichtigsten Abschnitte aus der Geschichte unseres Volkes in historischer Reihenfolge zur Darstellung brachte, verlief pach folgender Ordnung:
J. Gebet: Herr Zeichenlehrer Allwohl.— 2.„Der treue Froben“ von Minding, vorgetragen von dem
Quintaner Heinrich UIIrich.— 3.„Mittwoch Nachmittag“ von Fröhlich, vorgotragen von dem Sextaner
Jéròôme Le Noir.— 4. Psalm 123, Chorgesang von Klein.— 5.„Magdeburg“ von Rückert, vorgetragen
von dem Quartaner Heinrich Prenntzell.— 6.„Wilhelm I. und die Geschichte“ von E. H. Z., vor-
getragen von dem Primaner Gustav Adams.— 7.„Segno den Kaiser“, Chorgesang von Lützel.—
8.„Kaiser Friedrichs Heimfahrt“ von Aldenhoven, vorgetragen von dem Tertianer Erich Brandau.—
9.„Dem Enkel Wilhelms I.“ von E. H. Z., vorgetragen von dem Sekundauner Max Beese.— 10.„Mein
Kaiser, dir!“ Chorgesang von Sering.— 11. Festrede: Herr Oberlehrer Dr. Krefsner.— 12. Hoch auf Se.
Majestät den Kaiser: Der Diroktor.
Am Nachmittage des 27. Mai unternahmen die einzelnen Klassen unter der Leitung ihrer Klassenlehrer Ausflüge in die Umgegend von Cassel(VI Forst, Waldau, V Brasselsberg, IV Graue Katze, III Herkules, II Landwehrhagen, Münden, I Firnskuppe, Harleshausen), und am Dienstag, den 20. August, fanden die Turnfahrten statt. Die Sextaner besuchten mit Herrn wissenschaftlichen Hilfslehrer Wagner den Hirschberg, die(Quintaner unter Führung des Herrn Oberlehrer Zergiebel den Dörnberg; Herr Oberlehrer Theisen machte mit der Quarta einen Ausflug nach der Söhre und dem Belgerkopf; das Ziel der Tertianer, deren Führung Herr Zeichen- lehrer Allwohl übernommen hatte, war der Odenberg; die Sekunda wanderte mit Herrn Prof.


