Jahrgang 
1896
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Mathematik. 5 St. w. a) Arithmotik. 2 St. w. Potenzen und Wurzeln, Proportionen, Gleichungen 1. Grades mit einer und mehreren Unbekannten. Einfache quadratische Gleichungen. b) Planimetrie. 3 St. w. Flächen- Gleichheit, Verwandlung und Teilung gradliniger Figuren. Proportionalität der Strecken. Khnlichkeit der Figuren. Proportionale Linion am Kreise. Stetige Teilung. Kreis- berechnung. Konstruktionsaufgaben. Prof. Dr. Hoebel.

Physik. 2 St. w. Aufklärung über Gegenstand und Auf- gabe der Physik. Die allgemeinen Figenschaften der Körper. Die Grundlehren des Magnetismus, der Elektri- zität und Wärmelehre. Einiges aus der Mechanik fester Körper. Prof. Dr. Hoebel.

Naturbeschreibung. 2 St. w. a) Im Sommer: Pflanzen- kunde. Wichtige Pflanzenfamilien. Das Wichtigste aus der Zellenlehre nach Bail, Botanik II. Übungen im Zeichnon. b) Im Winter: Tierkunde. Beschreibung des menschlichen Körpers. Weichtiere. UÜbungen im Zeichnen. Bail, Zoologie II. Prof. Dr. Hoebel.

Zeichnen. 2 St. w. Zeichnen nach plastischen Ornamenten einschliesslich der Beleuchtungserscheinungen. Allwohl.

Linearzeichnen(wahlfrei). Zusammen mit Prima. UÜbung im Gebrauch von Lineal und Zirkel, Projektion von Punkten und Geraden nebst ihren Spuren. Dr. Schreiber.

Tertia.

Klassenlehrer: Herr Oberlehrer Dr. Krefsner.

Religion. 2 St. w. Das Reich Gottes im Alten Testa- mente. Wiederholung der entsprechenden Geschichten aus Preufs und Nachlesen einzelner Abschnitte in der Bibel. Dazu Psalmen und Stücke aus Hiob. Katechis- mus: Wiederholung des vorhergehenden Lehrstoffes nebst den dazu gehörenden Sprüchen. Erweiternde Erklärung und Wiederholung des 4. und 5. Haupt-

stückes. Kirchenlieder und einzelne wertvolle Lieder- strophen. Dr. Krefsner. Deutsch. 3 St. w. Zusammenfassender Überblick über

die wichtigsten der deutschen Sprache eigentümlichen grammatischen Gesetze, mit besonderer Berücksichti- gung der Nebensätze. Behandlung prosaischer und poetischer Lesestücke(Lesebuch von Schmidt II), Be- lehrungen über die poetischen Formen, soweit zur Er- läuterung der Gedichte erforderlich. Auswendiglernen von Gedichten nach dem für die Schule aufgestellten Kanon. Alle 14 Tage eine Arbeit in das Reinheft(häus- liche Aufsttze, Klassenaufsätze, Diktate, Ubersetzungen aus der fremdsprachlichen Lektüre). Dr. Krefsner.

Ubungen im deutschen Ausdruck: 1. Die Apfel- und Mandelgewächse(Naturkunde). 2. Fridigern(Ge-

schichte). 3. Gedankengang des Gedichtes: Bed in Summer(Englisch). 4. Weshalb véerdient Philipp Oberkampf unsere Hochachtung?(Französisch). 5. Der Maikäfer(Naturkunde). 6. Ottos I. Zug

nach Italien(Geschichte). 7. Die drei Bären, frei erzühlt(Englisch). 8. Die That des braven Mannes (Französisch).

Französisch. 6 St. w. Wiederholung des früheren Unter-

richtsstoffes. Gelesen wurden schwierigere Stücke aus Kiihms Lesebuche und Gedichte aus der Sammlung von Benguerel. Sprechübungen im Anschluſs an den Lese- stoff, an die Besprechung des Städtebildes und an die Ereignisse des täglichen Lebens. Nacherzählen von Geschichten, Auswendiglernen von Gedichton. Gram- matik: Gebrauch der Hilfszeitwörter avoir und être; das Wichtigste über den Gebrauch der Zeiten; Indika- tiv, Konjunktiv, Infinitiv, Partizip, im Anschluſs an den Lese- und Sprechstoff. Die schriftlichen Arbeiten waren Klassenarbeiten und bestanden in Diktaten, Nieder- schriften aus dem Gedächtnisse, Antworten auf fran- zösisch gestellte Fragen, Inhaltsangaben und gram- matische Ubungen. Zergiebel.

Englisch. 5 St. w. Einübung der englischen Laute mit Benutzung der Lauttafel, Anfangsunterricht auf Grund- lage der Anschauung im Anschluſs an die nächste Um- gebung und an den Lese- und Lernstoff aus dem eng- lischen Lesebuche von Vietor und Dörr. Im Anschluſs hieran Einübung der Grammatik: Zahlwörter; das Wich- tigste aus der Formenlehre des Zeitwortes; Praesens und lmperfectum der umschreibenden Konjugation(Dauer- form); Passiv; modale Hilfszeitwörter; Einübung der im Lesestoffe vorkommenden unregelmäſsigen Zeitwörter; Frage und Verncinung; regelmäſsige Abwandlung des Hauptwortes in Aussprache und Schreibung; Adjek- tiv(Steigerung); Bildung des Adverbs; Fürwörter. Das Wichtigste aus der Satzlehre. Wöchentlich eine schriftliche Arbeit ins Reinheft vom Ende des 1. Viertel- jahres an: Diktate, Niederschriften aus dem Gedächtnisse, Beantwortung englisch gestellter Fragen, Bildung von Fragen, Ubungen nach grammatischen Gesichtspunkten, Umwandlungen, Formen. Theisen.

Geschichte. 2 St. w. Kurzer Überblick über die west- römische Kaisergeschichte vom Tode des Augustus an; deutsche Geschichte bis zum Ausgange des Mittelalters. Auſserdeutsche Geschichte, soweit zum Verständnis der deutschen notwendig. Wiederholungen aus der alten Geschichte(nach Andrä). Dr. Krefsner.

Erdkunde. 2 St. w. Physische und politische Erdkunde

von Amerika und Akfrika. Wiederholung der physi- kalischen Erdkunde von Deutschland(nach Daniels Leit- faden). Kartenskizzen an der Wandtafel und in Heften. Dr. Schreiber.