Deutsch. 3 St. w.
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C. Ubersicht über den im Schuljahre 1895 96 erledigten Unterrichtsstoff.
Prima. Klassenlehrer: Herr Oberlehrer Dr. Schreiber.
Religion. 2 St. w. Erklärung des Matthäus-Evangeliums.
Bibellesen behufs Ergänzung und Erweiterung der Bibel- kunde. Wiederholung des Katechismus und Aufzeigung seiner inneren Gliederung. Wiederholung von Sprüchen, Liedern, Psalmen. Dr. Krefsner.
Gelesen und erklärt wurden: Hermann und Dorothea, Wilhelm Tell, Minna von Barnhelm, ausgewäühlte Gedichte Schillers und Goethes. Auswendig- lernen von Dichterstellen und Gedichten nach dem für die Schule aufgestellten Kanon. Gelegentliche Ubungen in der Aussprache. Bemerkungen aus der Poetik und Metrik. Ubungen im Vortrage. Praktische Anleitung zur Aufsatzbildung in der Klasse. Alle 4 Wochen ein Aufsatz. Zergiebel.
Aufsätzo: 1. Welche Freuden und Gaben bringt uns der Wechsel der Jahreszeiten?— 2. Besuch einer Glockengieſserei.(Nach Schillers Lied von der Glocke).— 3.(Klassenaufsatz). Was geschieht im ersten und zweiten Aufzuge von Schillers Wilhelm Tell zur Rettung der Schweiz?— 4. Welche Be- gebenheiten in den Sommerferien und in der ersten Schulwoche haben einen besonderen Eindruck auf mich gomacht?— 5. Ist die Einheit der Handlung in Schillers Wilhelm Tell gewahrt?— 6.(Klassen- aufsatz). Wodurch wird im dritten Aufzuge von Lessings Minna von Barnhelm die Lösung der dra- matischen Aufgabe vorbereitet?— 7. Inwiefern bildet der Sänger von Gocthe einen Gegensatz zu des Sängers Fluch von Uhland?— 8. Es wurden mehrere Auf- gaben zur Wahl gestellt.— 9.(Klassenaufsatz). Welche Rolle spiolt Tell bei der Befreiung der Schweiz? 10.(Prüfungsaufsatz). Was nimmt gegen, was für Rudenz in Schillers Wilhelm Tell ein?
UÜbungen im deutschen Ausdruck: 1. Der Hoch- ofenbetriob in England(Englisch).— 2. Wie hat Schiller das Lied von der Glocke aufgebaut?(Deutsch). — 3. Das Wasser(Chemie).— 4. Paris(Französisch). — 5. Die polnischen Teilungen(Geschichte).— 6. Ein- richtung und Benutzung der Luftpumpe(Physik).— 7. Das Dorf Repton(Englisch).— 8. Zurückwerfung des Lichtes und Spiegelung(Physik).— 9. Was er- fahren wir im dritten Aufzug von Lessings Minna von Barnhelm über das Verhältnis zwischen Tellheim und Werner?(Deutsch).— 10) Die Wiederkäuer (Naturkunde).— 11. Weshalb kam Napoleon auf den Gedanken, einen Zug nach Agypten zu untoernehmen? (Französisch).— 12. Preufsens Erniedrigung und Wiedergeburt(Geschichte).
Französisch. 5 St. w. Gelesen wurden ausgewählte Teile
Englisch.
Mathematik. 5 St. w.
von Gedichten nach dem für die Schule aufgestellten Kanon aus Bengucerel, Choix de poésies françaises. Sprech- übungen im Anschluſs an das Gelesene, an kleinere vorerzählte Geschichten und an Vorkommnisse des ge- wöhnlichen Lebens. Wiederholung und Erweiterung der Grammatik im Anschluſs an den Lese- und Ubungs- stoff.— Die schriftlichen Arbeiten bestanden in Dik- taton, Inhaltsangaben, Beantwortungen französisch ge- stellter Fragen, grammatischen UÜbungen und Über- setzungen aus dem Deutschen ins Französische. Zer- giebel.
4 St. w. Gelesen wurden die schwierigeren Stücke aus Vietor und Dörrs Lesebuche. Die Grammatik wurde im Anschluſs an den Lesestoff und an Zimmer- manns Lehrbuch der englischen Sprache wiederholt und durchgenommen. Inhaltsangaben des gelesenen Stoffes, Nacherzählen von vorerzählten Geschichten, Sprech- übungen auf Grund der Anschauung. Die schriftlichen Arbeiten bestanden in Diktaten, Inhaltsangaben, Nach- erzählungen, Umwandlungen, Beantwortungen von Fragen und Übersetzungen. Theisen.
Geschichte. 2 St. w. Deutsche und preuſsische Geschichte
vom Regierungsantritte Friedrichs des Grossen bis zur Gegenwart(nach Andrés Grundriſs der Weltgeschichte); die auſserdeutsche Geschichte wurde soweit herangezogen, als sie für die deutsche und preufsische Geschichte zum Verständnis notwendig ist. Wiederholungen aus dem gesamten Gebiete der Geschichte. Dr. Krefsner.
Erdkunde. 1 St. w. Wiederholung der Erdkunde Europas.
Die Elemente der mathematischen Erdkunde. Karten- skizzen an der Wandtafel und in Heften. Wiederholungen aus dem früheren Lehrstoffe. Die bekanntesten Verkehrs- und Handelswege der Jetztzeit. Dr. Krefsner.
a) Arithmetik. 2 St. w. Wiederholung der Potenz- und Wurzelrechnung. Loga- rithmen. Gleichungen 1. und 2. Grades mit einer und mehreren Unbekannten. b) Planimetrie. 1 St. w. Wiederholungen aus der Planimetrie. Konstruktions- aufgaben. c) Trigonometrie. 1 St. w. Anfangs- gründe der Trigonomotrie und Berechnung von Dreiecken einschliesslich des Sinus- und Tangentialsatzes. d) Raum- geometrie. 1 St. w. Die wichtigsten Lehrsätze über Linien und Flächen. Berechnung des Inhalts und der Oberfläche einfacher Körper. Dr. Schreiber.
Physik. 2 St. w. Erweiterung der Mechanik, Elektrizität und Wärmelehre. Lehre vom Schalle und vom Lichte. Prof. Dr. Hoebel.
aus Bruno's Le Tour de la France, aus den Contes mo- dernes, herausgegeben von Kreſsner, und aus Thiers, Expédition de Bonaparte en Egypte. Auswendiglernen


