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6.— 18. Dezember. Dem Direktor wird zu einer Reise nach Paris ein sechstägiger Urlaub erteilt.
7.— 12. Januar. Das K. P.-Sch.-K. übersendet eine Abschrift des Königlichen Erlasses, welcher das Berechtigungswesen in Preussen neu regelt.
8.— 16. Januar. Das K. P.-Sch.-K. übersendet den gedruckten Entwurf der Lehrpläne und der Prüfungsordnungen.
9.— 15. Februar. Das K. P.-Sch.-K. übersendet einen Ministerialerlass, welcher vorschreibt, dass diejenigen Unterprimaner, welche nach Ablauf des 6. Jahrganges die Berechtigung zum Eintritt in den Subalterndienst zu erhalten wünschen, sich nach Massgabe der Bestimmungen vom 6. Januar 1892 einer Prüfung zu unterziehen haben.
10.— 25. Februar. Die mündliche Prüfung der Reife wird auf den 19. März festgesetzt.
III. Jahresbericht.
Das Schuljahr begann am 6. April 1891 mit der Aufnahmeprüfung. Die Pfingstferien dauerten vom 16.— 20. Mai, die Sommerferien vom 5. Juli bis 2. August, die Herbstferien vom
27. September bis 11. Oktober und die Weihnachtsferien vom 24. Dezember 1891 bis zum 6. Januar 1892.
Das Kuratorium bestand aus a. den ständigen Mitgliedern: den Herren 1. Ober- bürgermeister Weise, 2. Stadtschulrat Bornmann, 3. Direktor Dr. Quiehl; b. den gewählten Mitgliedern: den Herren 4. Stadtratsmitglied Wentzel], 5. Bürgerausschussmitglied Geh. Kom-
merzienrat Henschel, 6. Bankier Aug. Ludw. Pfeiffer, 7. Privatbaumeister Potente, 8. Pfarrer Wagner.
Das Lehrerkollegium setzt sich wie folgt zusammen: 1. Direktor Dr. Quiehl; 2. Ober- lehrer: Förtsch, Dr. Höbel, Dr. Kressner, Dr. Pohler; 3. ordentliche Lehrer Dr. Schreiber (zugleich Turnlehrer), Zergiebel, Beinhauer(zugleich Turnlehrer); 4. wissenschaftliche Hilfs- lehrer: Theisen; 5. Elementar- und Zeichenlehrer Allwohl; 6. Gesang- und Schreiblehrer Klein; 7. katholische Religionslehrer: Kaplan Jes tädt, Nau; 8. israelitischer Religionslehrer: Dr. Stein.
Mit dem Schluss des Schuljahres 1890/91 verliess uns Herr Heineman n, um an die hiesige Mädchenschule überzugehen. Derselbe hatte der Anstalt seit Michaelis 1888 angehört. Wir verloren in ihm einen Lehrer, der bei den Amtsgenossen wie den Schülern sich grosser Wert- schätzung und Anhänglichkeit erfreute. Die durch seinen Abgang erledigte Elementarlehrerstelle wurde von Ostern 1891 an in eine ordentliche wissenschaftliche Lehrerstelle umgewandelt und diese wurde dem bisherigen wissenschaftlichen Hilfslehrer Herrn Beinhauer übertragen. Den Gesang- und Schreibunterricht übernahm Herr Klein von der Höheren Mädchenschule.
Die Frage des Neubaues für die Neue Realschule ist im abgelaufenen Schuljahr mehr- fach Gegenstand der Verhandlung in den städtischen Körperschaften gewesen. Bis zur Zeit ist noch kein Bauplatz erworben worden, doch steht zu hoffen, dass dies in allernächster Zeit


