Sexta. Klassenlehrer: Theisen.
Religion. 3 Std. w. Biblische Geschichte des Alten Testamentes bis zur Teilung des Reichs nach HPreass. Das 1. Hauptstück mit Luthers Erklärung, dazu Sprüche, Kirchenlieder und ein Psalm. Allwohl.
Deutsch. 4 Std. w. Ausgewählte Stücke aus dem Lese- buchoe von Ferdinand Schmidt, Teil I. Ubung im Lesen, im Nacherzählen und im Vortrage auswendig gelernter Lesestücke und Gedichte. Kenntnis der Begriffswörter; Deklination des Hauptwortes, Kon- jugation des Zeitwortes, Steigerung des Eigenschafts- wortes. Der nackte einfache Satz und seine Bestand- teile. Schriftliche UÜbungen in der Rechtschreibung und Grammatik. Wöchentlich ein Diktat ins Rein- heft. Theisen.
Französisch. 8 St. w. Lautliche Schulung mit Be- nutzung von Lauttafeln. Anfangsunterricht auf Grund- lage der Anschauung im Anschluss an die nächste Umgebung und an die im Hölzelschen Verlage er- schienenen Bilder(Jahreszeiten). Daneben kleine Er- zühlungen und Gedichte aus dem französischen Lese- buche von Karl Kiihmn, Unterstufe. Im Anschluss an den Anschauungs- und Lesestoff Sprechübungen und Einübung der Grammatik: Hauptwort in Ver- bindung mit dem Geschlechtsworte und Eigenschafts- worte in der Einzahl und Mehrzahl, die gewöhn- lichsten Verhältniswörter, Verschmelzung von de undl à mit dem bestimmten Artikel, die gebräuchlichsten Formen der persönlichen Fürwörter, die adjektivischen besitzanzeigenden und hinweisenden Fürwörter, die Zahlwörter, UÜbung des Subjekts- und Objektskasus; Présent de P'Indicatif, Imparfait, Passé défini, Futur der Hilfszeitwörter avoir und éêtre, dor Zeitwörter auf—er und häufig vorkommender, durch den An- schanungs- und Lesestoff dargebotener anderer Zeit- wörter. Schriftliche Arbeiten(vom 2. Vierteljahre an): Benennung gezeigter Personen und Gegenstände, Antworten auf französisch gestellto Fragen, freie Sätze über die Bilder, kleine Aufsätze über die Bilder, Diktate, Niederschriften aus dem Gedächtnis, Lösung kleiner Rechenaufgaben. Wöchentlich eine Arbeit ins Reinheft. Theisen.
Geschichte. 1 Std. w. Bilder aus der deutschen Sage und Geschichte. Theisen.
Geographie. 2 Std. w. Wiederholung aus der Heimats- kunde: Cassel und Umgebung. Die Provinz Hessen- Nassau. Deutschland. Allwohl.
Rechnen. 5 Std. w. Die 4 Grundrechnungsarten mit unbenannten, einfach und mehr benannten Zahlen.
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Die deutschen Münzen, Masse und Gewichte; Ubungen im Schreiben und Lesen derselben. Rechnen mit Dezimalzahlen und Zeitrechnung. Dr. Höbel.
Naturbeschreibung., 2 Std. w. Im Sommer: Beschrei- bung einheimischer Pflanzen mit deutlich sichtbaren Blütenteilen nach Bail I, Kursus 1.— Im Winter: Beschreibung einzelner Säugetiere und Vögel nach Bail I, Zoologie, Kursus 1. Dr. Höbel.
Zeichnen. 2 Std. w. Die gerade Linie. Grösse und Teilung der Strecken und Winkel. Viereck, Achteck, Dreieck und Sechseck. Schraffierübungen. Klein.
Im Winterhalbjahr nahmen während der Zeit des Konfirmanden-Unterrichts an dem Religionsunterrichte der Schule nicht teil 6 evangelische Schüler. Ander- weitige Befreiungen fanden nicht statt.
Der katholische Religionsunterricht für die Schüler des Realgymnasiums und der beidon Realschulen wurde in 4 Abteilungen erteilt.
Abteilung I: 2 Std. w. Die Sittenlehre und die Kirchengeschichte mit Auswahl nach dem Leitfaden von Dreher. Joestädt.— Abteilung II: 2 Std. w. Die Sitten- lehre mit Auswahl und das Kirchenjahr nach Drehers Leitfaden. Abriss der Kirchengeschichte nach dem grossen Katechismus. Daneben Wiederholung des II. Haupt- stückes: Von den Geboten aus dem Katechismus. Jestädt. — Abteilung III: 2 Std. w. Die biblischen Geschichten does neuen Testamentes nach Dr. Schaster. II. Haupt- stück, von den Geboten Gottes und den Geboten der Kirche; III. Hauptstück, von den heil. Sakramenten und dem Gebete, nach dem grossen Katechismus für das Bis- tum Fulda. Nau.— Abteilung IV: 2 Std. w. Die bib- lischen Geschichten des neuen Tostamentes mit Auswahl nach Dr. Schuster. Das II. und III. Hauptstück mit Aus- lassung der mit einem Kreuze bezeichneten Fragen. Nau.
Der Religionsunterricht für die israelitischen Schüler wurde in 2 Stunden wöchentlich erteilt. Biblische Ge- schichte: Von der Teilung des Reiches Israel bis zum Untergange desselben. Ausgewählte Geschichten aus dem 1. Buche Moses.— Systematische Religionslehre: Die zehn Gebote und die Pflichtenlehre.— Fortgesetzte Uber- tragung von Psalmen und Gebeten aus dem Hebräischen ins Dentsche. Zu Grunde lagen des Lehrers„Glaubens- und Pflichtenlehre“, sowie dessen„Biblische und nach- biblische Geschichte.“ Dr. Stein.
Vom Zeichnen waren 2 Schüler während des ganzen Schuljahres, einer für vier Monate befreit.
Der Turnunterricht fand in der Turnhalle des Real- gymnasiums in 5 Abteilungen und in einer Vorturner-


