Jahrgang 
1912
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Untersekunda.

Deutsch: Gelesen wurde in a und b:Das Lied von der Glocke,Wilhelm Tell undDie Jungfrau von Orleans.

Aufsätze in a: 1) Wie möchte ich reisen? 2 a) Die Schlacht bei Leuthen. b) Die Schlacht bei Mollwitz.(Klassenarbeit.) 5) Wie möchte ich meine Sommerferien verleben 4 a) Die Be- drückung der Schweizer durch die Vögte. b) Aus der Wiedergeburt Preussens.(Klassenarbeit.) 5 a) Die Versammlung auf dem Rütli. b) Wes- halb will Rudenz auf die Seite der Schweizer treten?(Klassenarbeit.) 6) Meine sportliche Lieb- haberei. 7) Gleiches und ungleiches Wahlrecht. (Klassenarbeit.) 8) Aus unseren Turnstunden. 9 a) Die Wendung zum Besseren durch Johannas

Auftreten. b) Der Charakter Karls VII.(Klassen- arbeit.) 10) Prüfungsarbeit.* m

In b: 1) Der Nutzen des Feuers. 2) Die Be- deutung der Glocke für das Leben des einzelnen Menschen.(Kl.-A.) 3) Ein Ferientag. 4. Gliederung und Gedankengang in SchillersGlocke.(Kl.-A.) 5 a). In welcher Lage zeigt uns Schiller die Schweiz bei Beginn seines SchauspielsWilhelm Tell? b) Baumgarten erzählt Werner Stauffacher seine Erlebnisse.(Kl.-A.) 6) Was veranlasste viele junge schweizer Adlige auf die Seite Cster- reichs zu treten, und was bedachten sie dabei nicht? 7) Die Nerbammluns auf dem Rütli. Eine Gliederung.(Kl.-A.) 8) elches Jahr war im siebenjährigen Krieg für Friedrich den Grossen das schlimmste, und welche Umstände retteten ihn? 9) Theodor Körner. Ein Lebensbild.(Kl.-A.) 10) Prüfungsaufsatz.*

2. Bemerkungen zu den einzelnen Unterrichtsfächern.

Der katholische Religionsunterricht wurde für die Schüler des Realgymnasiums, der Oberreal- schule l und der Oberrealschule II in 5 Abteilungen erteilt, und zwar in Abt. 1(O I, U I, O II), Abt. 2 (U II), Abt. 3(O III, U III) und Abt. 4(IV, V) mit je 2 Stunden, in Abt. 5(VI) mit 3 Stunden wöchentlich.

Der jüdische Religionsunterricht fand für die Schüler derselben 3 Anstalten ebenfalls gemeinsam statt und wurde in 2 Stunden wöchentlich in 1 Ab- teilung(IYV Vh) erteilt.

Vom Zeichnen waren 2 Schüler während des grössten Teiles des Schuljahres aus Gesundheits- rücksichten befreit. Für die Sonnabende und für die jüdischen Festtage waren auf Wunsch der Eltern 8 jüdische Schüler vom Zeichnen und Schreiben befreit.

Am Linearzeichnen beteiligten sich aus O IlI: 6, aus UI: 2 und aus O I: 3 Schüler(wöchentlich 2 Stunden).

Die Anstalt besuchten im Sommer 633, im Winter 624 Schüler, von diesen waren vom Turnen befreit:

vom Turnunter- von teilweisen richt überhaupt UÜbungen

auf Grund ärzt-.. lichen Zeugnisses i. S. 26, i. W. 34 im S. 6, im W. 8

aus anderen Gründen

zusammen i. S. 26, i. W. 34 im S. 6, im W. 8 also von der Gesamt- im 8. 4,1% im S. 0,9% zahl der Schüler: im W. 5,4% im W. 1,3%

Der Turnunterricht fand in 15 Abteilungen mit je 3 Stunden wöchentlich statt.

Die Turnhalle befindet sich im Schulgebäude, der Turn- und Spielplatz vor ihr an der Rückseite

des Gebäudes. Soweit es das Wetter erlaubte, wurde im Freien geturnt. Die dritte Turnstunde wurde in der Regel zum Spielen benutzt. Die Turn- spiele fanden auf dem Bowlinggreen in der Karlsaue, für die Sexta auf dem Spielplatze der Schule statt.

DerTurn-Ruderverein der Oberrealschule l zählte 108 Mitglieder, von denen 50 auch der Ruder- abteilung angehörten. Er turnte wöchentlich zwei- mal in der Turnhalle der Schule.

Am Baden und Schwimmen zu ermässigten Preisen beteiligten sich 476 Schüler(= 75% aller Schüler).

Freischwimmer waren am Anfange des Sommers 199(= 31,4%) vorhanden. Die Schwimmprüfung, der sich 108 Schüler aller Klassenstufen unterzogen, bestanden 90 Schüler, so dass am Ende der Bade- zeit 298 geprüfte Freischwimmer(= 47,1%) vor- handen waren.

Singen: Der Chor bestand aus 130 Schülern der Klassen O I bis V.

Schreiben: Diejenigen Schüler der Klassen OI bis U III, die im Schreiben nicht Befriedigendes leisteten, erhielten wöchentlich 1 Std. Schreibunter- richt; auch stand die Teilnahme an dieser Stunde solchen Schülern frei, die sich aus eigenem Antriebe weiterbilden wollten.

Der wahlfreie Lateinunterricht für die Schüler der oberen Klassen wurde in 3 Abteilungen mit je 2 Stunden wöchentlich erteilt.

Daran nahmen teil im Sommerhalbjahr: 18 Schüler aus 0 II, 14 Schüler aus UI und 8 Schüler aus O I; im Winterhalbjahr: 12 Schüler aus O0 II 13 Schüler aus UIl und 8 Schüler aus O I.

Herr Lehrer Könitzer erxteilte Schülern der mittleren und oberen Klassen Stenographieunter- richt nach Stolze-Schrey.