(Iambes: L'idole II); in b: Stücke von Toepffer, Erck- mann-Chatrian, Mérimée, Molière, La Fontaine, Vol- taire, Hugo, Barbier.
Englisch: Gelesen wurde aus Herrig-Förster, British Classical Authors in a: Stücke von Defoe, Swift, Ro- bertson, Kipling, Longfellow, Dickens, Freeman, Ir- ving, Byron, Campbell; in b: Stücke von Defoe, Swift, Evelyn, Robertson, Southey, Dickens, Longfellow, Thom- son, Moore, Campbell.
Untersekunda.
Deutsch: Gelesen wurde in a und b:„Das Lied von der Glocke“,„Wilhelm Tell“ und„Die Jungfrau von Or- leans“; in b außerdem noch„Zriny“.
Aufsätze in a: 1) Der Nutzen des Eisens. 2) Die
Heideschenke. Segen der Ordnung.
3) Der Beruf des Mannes. 4) Der 5) Morgenstund hat Gold im Mund. 6) Arbeit ist des Bürgers Zierde. 7) Warum soll sich Rudenz an sein Vaterland anschließen? 8) Verbunden sind auch die Schwachen mächtig. 9) Wert, der Gesundheit. 10) Prüfungsaufsatz.
In b: 1) Wie äußert sich die Herrschaft des Men- schen über die Tierwelt? 2) Das Feuer, ein Freund und ein Feind des Menschen.(Klassenaufsatz.) 3) a. Ein Tag aus meinen Sommerferien. b. Unsere Be- leuchtungsmittel. 4) Die gesellschaftlichen Zustände der Schweiz(nach„Wilhelm Tell“).(Klassenaufsatz.) 5) Die Vorzüge Frankreichs vor Deutschland. 6) Ver- anlassung und Ziel der preußischen Reformen im Jahre 1808.(Klassenaufsatz.) 7) Vergleich der Deut- schen von 1807— 13 mit den Schweizern in Schillers „Wilhelm Tell“.(Klassenaufsatz.) 8) Jeder ist seines Glückes Schmied. 9) a. Wert des Reichtums. b. Ge- fahren des Reichtums. 10) Prüfungsaufsatz.
2. Bemerkungen zu den einzelnen ÜUnterrichtsfächern.
Der katholische Religionsunterricht wurde für die Schüler des Realgymnasiums, der Oberrealschule I und der Oberrealschule II in 5 Abteilungen erteilt, und zwar in Abt. 1(0I, UI, O II), Abt. 2(UII), Abt. 3(0 III, U II!) und Abt. 4(IV, V) mit je 2 Stunden, in Abt. 5(VI) mit 3 Stunden wöchentlich.
Der jüdische Religionsunterricht fand für die Schüler derselben 3 Anstalten ebenfalls gemeinsam statt und wurde in 2 Stunden wöchentlich in 1 Abteilung(IV— VI) erteilt.
Vom Zeichnen war 1 Schüler während des ganzen Schuljahres aus Gesundheitsrücksichten befreit. Für die Sonnabende und für die jüdischen Festtage waren auf Wunsch der Eltern 10 jüdische Schüler vom Zeichnen und Schreiben befreit.
Am Linearzeichnen beteiligten sich alle Schüler der beiden Obertertien und der beiden Untersekunden(wöchent- lich 1 Stunde). Aus OII nahmen teil: 3, aus UI: 5 und aus OI: 3 Schüler(wöchentlich 2 Stunden).
Die Anstalt besuchten im Sommer 651, im Winter 641 Schüler, von diesen waren vom Turnen befreit:
vom Turnunterricht überhaupt
von, teilweisen UÜbungen
auf Grund ärztlichen
Zeugnisses im S. 33, im W. 30 im S. 12, im W. 13
aus anderen Gründen im S. 33, im W. 30 im S. 12, im W. 13
zusammen also von der Gesamt- im S. 5,1% im S. 1,8% zahl der Schüler: im W. 4,7% im W. 2%
Der Turnunterricht fand in 15 Abteilungen mit je 3 Stunden wöchentlich statt.
Die Turnhalle befindet sich im Schulgebäude, der Turn- und Spielplatz vor ihr an der Rückseite des Gebäudes.
Soweit es das Wetter erlaubte, wurde im Freien geturnt.
Die dritte Turnstunde wurde in der Regel zum Spielen be— nutzt. Die Turnspiele fanden auf dem Bowlinggreen in der Karlsaue, auf dem Spielplatze der Schule oder auf dem 5 Minuten vom Schulgebäude gelegenen, der Firma Zimmer- mann u. Co. gehörigen Gelände am Tannenwäldchen statt.
Der„Turn-Ruderverein der Oberrealschule I“ zählte 77 Mitglieder, von denen 35 auch der Ruderabteilung an- gehörten. Er turnte wöchentlich zweimal in der Turnhalle der Schule.
Am Baden und Schwimmen zu ermäßigten Preisen beteiligten sich 487 Schüler(=½ 75% aller Schüler).
Freischwimmer waren am Anfange des Sommers 200 (= 30,9%) vorhanden. Die Schwimmprüfung, der sich 92 Schüler aller Klassenstufen unterzogen, bestanden 58 Schüler(ihre Namen s. unter III), so daß am Ende der Badezeit 258 geprüfte Freischwimmer(= 40%) vorhanden waren.
singen: Der Chor bestand aus 122 Schülern der Klassen 0I bis V.
Schreiben: Diejenigen Schüler der Klassen 01 bis U III, die im Schreiben nicht Befriedigendes leisteten, er- hielten wöchentlich 1 Std. Schreibunterricht; auch stand die Teilnahme an dieser Stunde solchen Schülern frei, die sich aus eigenem Antriebe weiterbilden wollten.
Der wahlfreie Lateinunterricht für die Schüler der oberen Klassen wurde in 3 Abteilungen mit je 2 Stunden wöchentlich erteilt.
Daran nahmen teil im Sommerhalbjahr: 25 Schüler aus O II, 12 Schüler aus UI und 8 Schüler aus OI; im Winterhalbjahr: 20 Schüler aus O0 II, 11 Schüler aus UI und 7 Schüler aus 0I.
Herr Lehrer Könitzer erteilte Schülern der mittleren und oberen Klassen Stenographieunterricht nach Stolze- Schrey.


