Der israelitische Religionsunterricht wurde in 2 Std. wöchentlich in 1 Abteilung(Schüler von III— VI) erteilt.
Biblische Geschichte: Von der Eroberung des Landes bis zum Tode Davids. Nachbibl. Geschichte: Die Ge- schichte der Juden in Deutschland in Lebensbildern. Religion: Erklärung der 10 Gebote nach Steins Religions- lehre. Mehrere Psalmen wurden erklärt und auswendig gelernt. Festtage. Katz.
Vom Zeichnen war 1 Schüler ein ganzes Jahr lang befreit. Für die Sonnabende und für die jüdischen Fest- tage waren auf Wunsch der Eltern 7 jüdische Schüler vom Zeichnen und Schreiben befreit.
An dem wahlfreien Unterricht im Linearzeichnen beteiligten sich aus 01 9, UI 10, 0II 19, UII 18 und OIII 59 Schüler. Der Unterricht fand in 5 Abteilungen mit je 2 Stunden wöchentlich statt.
Unterrichtsstoff: In OIII Ubungen im Gebrauch von Zirkel, Lineal und Ziehfeder durch Zeichnen von Flächenmustern, Kreisteilungen und anderen geometrischen Gebilden. In a: Beinhauer, in b: Dr. Fennel.
In UII geometrische Darstellung einfacher Körper in rechtwinkliger Projektion und in Parallelperspektive. In a und b: Gally.
In OII rechtwinklige Projektion von Linien, Flächen und Körpern. Siegel.
In UI und 01 Durchdringungen und Schattenkon-
struktionen. Dr. Merkelbach.
Die Anstalt besuchten im Sommer 615, im Winter 608 Schüler; von diesen waren vom Turnen befreit:
Vom Turnunter-
Von einzelnen richte überhaupt.
bungen.
Auf Grund ärztlichen
Zeugnisses: im S. 26, im W. 36.
im S. 26, im W. 36.
im S. 10, im W. 8.
im S. 10, im W. 8.
aus anderen Gründen: zusammen
also von der Gesamt-
zahl der Schüler: im S. 4% im S. 1,6%
im W. 6% im W. 1,3% Der Turnunterricht fand in 15 Abteilungen mit je 3 Stunden wöchentlich statt: 1) Ola und b: Ob. Siegel; 2) UIa und b: Ob. Bröcking; 3) OIla und b: Ob. Beinhauer; 4) UIla: Ob. Bröcking; 5) UIIb: Ob. Dr. Schultz; 6) OIHla:
Heins; 7) OIII b: Kühnemuth; 8) UIIl a: Ob. Grund; 9) UIII b: Heins; 10) IVa: Heins; 11) IVb: Kühnemuth; 12) Va: Kühnemuth; 13) Vb: Kühnemuth; 14) VIa: Kühnemuth; 15) VIb: Heins.
UÜbungsstoff: In VI und V einfache Freiübungen (auch mit Holzstäben) und Marsch- nebst Laufübungen,
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leichte Auf- und Abmärsche; Gemeinturnen am Reck, Barren, Bock; an den wagerechten und schrägen Leitern; an den Stangen, Tauen und Schwebelatten; Freispringen; Steigübungen und Schwungseilübungen; Spiele und ein Reigen.
In IV und III schwierigere Freiübungen, Keulen- übungen, sowie Hantel- und Eisenstabübungen, gefällige Auf- und Abmärsche, Neben-, Vor- und Hinterreihen; Gemeinturnen, wie in VI und V, aber mit Entwicklung zusammenhängender Ubungsgruppen, dazu Übungen am Pferd und an der Tiefsprungtreppe; Spiele und ein Reigen.
In II und I zusammengesetzte Freiübungen, Keulen- übungen, sowie Hantel- und Eisenstabübungen, Auf- und Abmärsche, Marschübungen mit Wendungen und Rei- hungen, Gemein- und Riegenturnen an allen Geräten, auch am Sturmlaufbrette, an den Ringen und mit den Ge- wichten.:
Die Turnhalle befindet sich im Schulgebäude, der Turn- und Spielplatz an der Rückseite des Gebäudes. Soweit es das Wetter erlaubte, wurde im Freien geturnt. Die dritte Turnstunde wurde in der Regel zum Spielen benutzt. Die Turnspiele fanden entweder auf dem Spiel- platze der Schule oder auf dem 5 Minuten vom Schul- gebäude gelegenen, der Firma Zimmermann und(o gehörigen Gelände am Tannenwäldchen oder auf dem „Forst“ bei Bettenhausen statt, der an 3 Nachmittagen von der Stadt der Schule zum Spielen zur Verfügung gestellt war. Mit besonderem Eifer wurde in den Klassen von IV aufwärts Fußball gespielt, und verschiedene Klassen
veranstalteten im Laufe des Jahres Wettspiele gegen
einander.
Der„Turnverein der Oberrealschule“ zählte 38 Mit- glieder und turnte wöchentlich zweimal. Außerdem be- steht ein„Wasserballklub“ mit 21 Mitgliedern.
Am Baden und Schwimmen zu ermäßigten Preisen beteiligten sich 498 Schüler(= 81% aller Schüler).
Freischwimmer waren am Anfange des Sommers 199(= 32,7%) vorhanden. Die Schwimmprüfung, der sich 108 Schüler aller Klassenstufen unterzogen, be- standen 98 Schüler(die Namen derselben s. unter III), sodaß am Ende der Badezeit 297 geprüfte Freischwimmer (= 48,9%) vorhanden waren.
Singen: 2 Std. Der Chor, aus 130 Schülern der Klassen OI bis V gebildet, übte Choräle, Volks- und Vaterlandslieder, sowie einige Motetten und größere Chor- werke mit Begleitung von Streichinstrumenten, Klavier und Orgel. Stein, Auswahl von Gesängen für gemischten Chor. Die übrigen Schüler der Klassen U IIIIV übten einstimmige Volks- und Vaterlandslieder, sowie Choräle. Weißbrod.


