Deutsch: 3 Std. Lesen und Erklären von Lesestücken
aus Muff, Abteilung für Untertertia. Übungen im Vortrag auswendig gelernter Gedichte und Wieder- holung mehrerer in VI bis IV gelernter Gedichte nach dem aufgestellten Kanon. Zusammenfassender Über- blick über die wichtigsten der deutschen Wort- und Satzlehre eigentümlichen Gesetze. Alle vier Wochen ein Aufsatz. In a: Bachmann, in b: Feitel.
Französisch: 6 Std. Wiederholung des Lehrstoffes der
früheren Klassen. Gelesen wurden ausgewählte Stücke aus Kühns Lesebuch, Unterstufe. Gebrauch der Hilfs- zeitwörter avoir und être, die unpersönlichen Verben, Syntax des Verbs im Anschlufſs an den Lesestoff unter Benutzung der kleinen Schulgrammatik von Kütm. Auswendiglernen von Gedichten; UÜbungen in freier Wiedergabe des Inhalts von Erzählungen und Gedichten. Sprechübungen. Schriftliche Arbeiten, Diktate, Umarbeitungen des Lesestoffs, Inhaltsangaben, Beantwortung von Fragen. Übersetzungen aus dem Deutschen nach Diehls Ubungsbuch II. Formen. In a: Bachmann, in b: Feitel.
Englisch: 5 Std. Einübung der englischen Laute mit
Benutzung der Lauttafel. Anfangsunterricht im An- schluſs an die nächste Umgebung und an Hölxelsche Anschauungsbilder mit Benutzung von Schmidts Lehr- buch der englischen Sprache. Auswendiglernen einiger Gedichte. Im Anschlufs an den Sprachstoff Einübung der Grammatik: Das Wichtigste aus der Formenlehre des Zeitworts, das Hauptwort, das Eigenschaftswort(Steigerung), das Zahlwort, Bildung des Adverbs, das Fürwort.— Vom Ende des ersten Vierteljahres an wöchentlich eine schriftliche Arbeit ins Reinheft: Diktate, Niederschriften aus dem Ge- dächtnis, Umbildung von Gelesenem, Übersetzung und Beantwortung von Fragen, Formen. In a: Feitel, in b: Grund.
Geschichte: 2 Std. Kurzer Überblick über die west-
römische Kaisergeschichte vom Tode des Augustus an; deutsche Geschichte bis zum Ausgange des Mittelalters, aufserdeutsche Geschichte, soweit sie zum Verständnis der deutschen notwendig ist. Lehr- buch von däniche. In a: Dr. Meinhoff, in b: Seibt.
Erdkunde: 2 Std. Physische und politische Erdkunde
der aufsereuropäischen Erdteile mit besonderer Be- rücksichtigung der deutschen Kolonien. Leitfaden von Daniel. Kartenzeichnen. In a: Adam, in b: Grund.
Mathematik: 6 Std. a) Arithmetik. 3 Std. Die
Grundrechnungen mit algebraischen Zahlen. Be-
stimmungsgleichungen 1. Grades. Aufgaben aus dem bürgerlichen Leben und dem sogenannten kaufmännischen Rechnen. Aufgabensammlung von Matlhiessen. b) Planimetrie. 3 Std. Die Lehre vom Kreise. Sätze über Flächengleichheit. Be- rechnung des Flächeninhalts geradliniger Figuren. Konstruktionsaufgaben. Leitfaden von Uth. In a: Siegel, in b: Dr. Schultz.
Naturbeschreibung: 2 Std. Im Sommer: Wiederholung
und Erweiterung des botanischen Lehrstoffes früherer Klassen mit Rücksicht auf das natürliche System der Phanerogamen. Erweiterung und Vertiefung der morphologischen und biologischen Begriffe. Be- schreibung und Vergleichung von Pflanzen mit ver- wickelterem Blütenbau und von einigen Sporenpflanzen. Im Winter: Gliedertiere nach Schilling. In a: Dr. Schacefer, in b: Dr. Schultz.
Zeichnen: 2 Std. Einführung in das perspektivische
Zeichnen. Darstellung von Gebrauchsgegenständen, Kunst- und Naturformen mit Wiedergabe von Licht und Schatten. Freie perspektivische Übungen in Innenräumen. Fortsetzung der Übungen im Treffen von Farben, im Skizzieren und Zeichnen aus dem Gedächtnis. In a und b: Müller.
Obertertia.
Klassenlehrer: In a: Oberlehrer Dr. Christ, in b: Oberlehrer Beinhauer.
Religion: 2 Std. Das Reich Gottes im neuen Bunde.
Lesen entsprechender biblischer Abschnitte, besonders der Bergpredigt und der Gleichnisse. Sicherung der erworbenen Kenntnis des Katechismus und des Spruch- und Liederschatzes. Erlernung einiger Psalmen. Reformationsgeschichte im Anschlufs an ein Lebensbild Luthers. In a: Dr. Ulrici bis Weih- nachten; von Weihnachten bis Ostern: Bachmann, in b: Junghans; von Michaelis bis Weihnachten: Dr. Ulrici; von Weihnachten bis Ostern: Bach- mann.
Deutsch: 3 Std. Prosaische und besonders poetische
Lesestücke aus Hopf-Paulsieh-Foss, Lesebuch II. Aufser- dem Auswahl aus Homer in der Übersetzung von Hubatsch. In a: Körners Zring. Belehrungen aus der Poetik und Rhetorik. Vortrag von auswendig ge- lernten Gedichten. Wiederholungen aus der Gram- matik. Anleitung zur Bildung von Aufsätzen durch Aufsuchen und Ordnen des Stoffes. Alle vier Wochen ein Aufsatz. In a: Seibt, in b: Dr. Ulrici.


