Jahrgang 
1901
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a) Angekauft wurden: Hemmleb, Charta Historiae antiquae. Seemann, Wandbilder. Lieferung 12 u. 13. Lehmann, Inneres eines römischen Hauses. Lehmann, Geogr. Charakterbilder: Aus Deutsch-Ostafrika; Benares. Geistbeck u. Engleder, Voralpenlandschaft. v. d. Launitz, Griechisches Theater, Akropolis, Olympia, Forum Romanum. v. Schröder, Wandtafeln für den Unterricht in der allgem.(hemie, Tafel 16 25. Ramberg, Hermann und Dorothea: Die Alten unterm Thorweg; Zug der Auswanderer; Beim Gewitter; Am Brunnen. Eschner, Erste Hilfe bei Unglücksfällen, 2 Tafeln(3 Ex.). Lentae, Das erlauchte Haus Hohenzollern(2 Abzüge).

b) Geschenkt wurde durch Herrn Oberst a. D. Kieckebusch vom Deutschen Flottenverein: Volks- wirtschaft und Flotte. 2 Blätter. Hugo Scheld(0 III b) zeichnete eine Lauttafel.

10) Die Münzsammlung(verwaltet von Herrn Oberl. Boekholt) wurde durch 54 Münzen bereichert, die Herr Polizei-Kommissar Reichardt schenkte.

Aufserdem schenkte der frühere Abiturient der Anstalt, Herr Willi Bünting, einen Schleuderball.

Den freundlichen Gebern sage ich im Namen der Schule verbind-

lichsten Dank.

VI. Stiftungen und Unterstützungen.

Nach dem am 22. Januar 1901 von der hiesigen Stadtkämmerei erstatteten Berichte be- trägt der Vermögensbestand der Jubiläumsstiftung einschliesslich des Sparkassen-Guthabens Nr. 111 245 in Höhe von 396,55 M.= 5896,55 M. Durch Vermittlung des Direktors wurden am 24. Okt. 1900 600 M.(s. u.) an die Kasse der Jubiläumsstiftung abgeführt; und am 5. März 1901 konnten zu dem oben genannten Betrage noch 200 M. hinzugefügt werden, die sich als Reingewinn der Abendunterhaltung vom 22. 2. 1901 ergaben.

Die Zinsen der Stiftung wurden dem Stud. phil. Karl Benkert überwiesen.

Aus den Zinserträgnissen des Kersting'schen Vermächtnisses erbielt ein Obertertianer eine Unterstützung von 100 Mark.

Das Kuratorium der Oberrealschule verlieh im Sommer 26 Schülern je eine ganze und 33 Schülern je eine halbe Freistelle, im Winter 25 Schülern je eine ganze und 34 Schülern je eine halbe Freistelle.

Aus der Hilfsbibliothek Kurden auch in diesem Jahre an würdige und bedürftige Schüler Schulbücher geliehen.

Ein früherer Schüler, der ungenannt bleiben will, übergab dem Unterzeichneten am 13. September 1900 eine 3 ½%o-Schuldverschreibung der Stadt Cassel über 1000 M. zur beliebigen Verwendung. Der Direktor verkaufte dieselbe für 917,30 M., überwies 600 M. davon an die Jubiläumsstiftung und verwandte den Rest zur Unterstützung dreier Schüler.

VII. Mitteilungen an Eltern und Schüler.

Für die Angehörigen unserer Schüler dürfte es von Interesse sein, den Wortlaut des all- gemeinen Teiles des Allerhöchsten Erlasses vom 26. November 1900 zu besitzen. Er lautet folgendermassen:

Auf den Bericht vom 20. November dieses Jahres erkläre Ich Mich damit einverstanden, dass die von Mir im Jahre 1892 eingeleitete Reform der höheren Schulen nach folgenden Gesichtspunkten weitergeführt wird: