Jahrgang 
1896
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Herr Oberlehrer Richard Beinhauer wurde Ostern 1895 von der hiesigen Realschule an die Oberrealschule, und der wissensch. Hilfslehrer Herr Ernst Wagner von der Oberrealschule an die Realschule versetzt.

Richard Beinhauer, geb. am 8. Januar 1860 zu Nordhofen, Reg.-Bez. Wiesbaden, evang., erhielt seine Vorbildung auf dem Königl. Gymnasium und später auf dem Königl. Realgymnasium zu Wiesbaden. Von Ostern 1879 1883 widmete er sich zu Marburg und München dem Studium der Mathematik und Naturwissen- schaften und bestand am 19. Januar 1883 die Prüfung pro facultate docendi. Von O. 1883 84 wurde er dem Gymnasium zu Dillenburg zur Ableistung des pädagogischen Probejahres überwiesen und nach vorübergehender Beschäftigung an den Gymnasien zu Hadamar und Dillenburg O. 1885 an das Realprogymnasium zu Hofgeismar als wissensch. Hilfslehrer berufen. Im Winter 1887/88 nahm er am Lehrgange der Kgl. Turnlehrerbildungs- anstalt zu Berlin teil und erwarb die Befähigung für Turnunterricht. O. 1890 wurde er an die Neue Realschule zu Cassel berufen.

Der Kandidat des höheren Schulamtes Herr Erich v. Hanxleden wurde durch Verfügung des Königl. Provinzial-Schulkollegiums vom 29. 4. 95 nach Vollendung der ersten Hälfte des Probe- jahres dem hiesigen Wilhelmsgymnasium, und ebenso der Kandidat des höheren Schulamtes Herr Moritz Pohl durch Verfügung vom 26. 4. 95 dem Realprogymnasium zu Geisenheim überwiesen.

Die Herren August Traisbach und August Klein, welche auftragsweise Turn- bezw. Gesangunterricht erteilt hatten, hörten mit Schluss des Schuljahres 1894/95 auf an der Oberreal- schule zu unterrichten.

Die Schülerzahl machte es notwendig von Ostern 1895 ab eine dritte Untersekunda zu errichten, und das Königl. Provinzial-Schulkollegium genehmigte die Errichtung dieser neuen Klasse. Somit besteht die Ober-Realschule von Ostern 1895 ab aus 21 Klassen, und zwar sind die unteren und mittleren Klassen bis zur Untersekunda einschliesslich nunmehr je dreifach

vorhanden.

In die neu geschaffene wissenschaftliche Hilfslehrerstelle rückte der Kandidat des höheren Schulamtes Herr Dr. Gustav Schwerdtfeger ein, nachdem er die erste Hälfte seines Probejahres an der hiesigen Neuen Realschule beendet hatte.

Dr. Gustav Schwerdtfeger, geb. am 12. Februar 1864 zu Degow in Pommern(Kreis Kolberg-Körlin), evang., erhielt seine Vorbildung auf dem mit dem Königl. Domgymnasium verbundenen Realgymnasium zu Kolberg. Nach bestandener Reifeprüfung Ostern 1887, studierte er vom Herbste desselben Jahres an in Berliu und Marburg neuere Philologie, Germanistik und Theologie. Am 21. Dezember 1892 bestand er die Doktorprüfung und im Juli 1893 die Staatsprüfung vor der Marburger wissenschaftlichen Prüfungskommission, leistete das Seminar- jahr von Herbst 1893 bis Herbst 1894 an dem Königl. pädagogischen Seminar und an dem Königl. Gymnasium zu Weilburg und sein Probejahr von Michaeli 1894 bis Michaeli 1895 an der Neuen Realschule und an der Ober- realschule zu Cassel ab.

Demnach unterrichteten am Anfange des Schuljahres 1895/96 folgende Herren an der

Oberrealschule: Dr. Quiehl, Direktor. 10. Dr. Wetzell, Oberlehr. 19. Beinhauer, Oberlehr. 28. Jäger, Schreiblehrer.

1.

2. Feitel, Professor. 11. Dr. Bächt, 20. Boekholt, 29. Grün, Lehrer.

3. Dr. Hasselbaum, 12. Dr. Meinhoff, 21. Dr. Heuser, 30. Bach,

4. Seibt, 13. Dr. Lehmann, 22. Siegel, wiss. Hilfslehr. 31. Markert,

5. Stern, Oberlehrer. 14. Dr. Knabe, 23. Dr. Christ, 32. Laus,

6. Junghans, 15. Bachmann, 9 24. Adam,(33. Braun, Kapl., kath. 7 Dr. Merkelbach, 16. Dr. Fennel, 25. Dr. Schwerdtfeger, Religionslehrer.

8. Crede, 17. Dr. Völker, 3 26. Menges, Probekand. 34. Dr. Stein, israelit. 9.

Zimmermann, 18. Gally, 27. Müller, Zeichenlehr. Religionslehrer.