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III. Chronik der Realſchule.
A. Das Lehrerkollegium.
In der Zuſammenſetzung des Lehrkörpers iſt in dieſem Berichtsjahre keine weſentliche Ver⸗ änderung eingetreten. Er beſtand aus
1. Dr. Ackermann, Direktor. 17. Dr. Völker, ordentl. Lehrer.
2. Feitel, Oberlehrer. 18. Gally,
3. Stern,„ 19. Heuſer, wiſſenſchaftl. Hilfslehrer. 4. Dr. Haſſelbaum,„ 20. Boekholt,„„
5. Seibt,„ 21. Bethge,„„
6. Junghans,„ 22. Siegel,„ 1„
7. Credé, ordentl. Lehrer. 23. Jäger, Schreiblehrer,
8. Dr. Merkelbach,„ 24. Müller, Zeichenlehrer.
9. Zimmermann,„ 25. Grün, Elementarlehrer.
10. Dr. Wetzell,„ 26. Bach,„
11. Dr. Bächt,„ 27. Markert,„
12. Dr. Meinhoff, 28. Laus,.
13. Dr. Lehmann,„ 29. Jeſtädt, kath. Religionslehrer.
14. Dr. Knabe,„ 30. Nau,„ 7
15. Bachmann,„ 31. Dr. Stein, israel. Religionslehrer. 16. Dr. Fennel,„ 32. Traisbach, beauftragter Turnlehrer.
Drei Todesfälle früherer Mitglieder unſeres Kollegiums zogen im verfloſſenen Jahre die Schule in trauernde Mitleidenſchaft.
Am erſten Tage der vorjährigen Oſterferien, am 23. März 1891, ſtarb der allſeits verehrte Dirigent des ſtädtiſchen Schulturnens Konrad Boppenhauſen, welcher als Nachfolger des Herrn Chriſtian Reul vom Mai 1856 bis zu ſeinem am 1. April 1889 erfolgten Übertritt in den Ruheſtand an unſerer An⸗ ſtalt als Turnlehrer gewirkt hat.
Weiter verlor die Schule einen ihrer Veteranen in Chriſtian Ernſt Auguſt Klinckerfues, der von der Gründung der Anſtalt an über ein Menſchenalter unſerer Schulgemeinſchaft angehört hatte. Er war geboren am 10. Mai 1811 zu Hersfeld, wo ſein Vater Steuerkontroleur war. Nachdem er 1831 das dortige Gymnaſium abſolvirt hatte, ſtudirte er 1835 in Marburg Theologie, war von 1835— 37 Hauslehrer, leitete von 1837—41 in ſeiner Vaterſtadt eine Privatſchule und war dann je ein Jahr lang an den hieſigen Privatinſtituten des Pfarrers Landgrebe und des Pfarrers Jatho thätig. Der Lehrkanzel hatte er endgültig den Vorzug vor der Predigtkanzel gegeben. Durch Reſcript vom 22. April 1843 wurde er zum beauftragten Reallehrer, 18. April 1850 proviſoriſch und 7. Juli 1858 definitiv zum ordentlichen Reallehrer beſtellt. Am 1. October 1879 trat er in den Ruheſtand. Seine Majeſtät der König ehrte ſeine langjährigen Dienſte in der Schule durch Verleihung des Kronen⸗ ordens IV. Klaſſe.
Endlich gedenken wir hier eines Mannes, der, wie Klinckerfues, bei der Gründung der Anſtalt deren Lehrerkollegium angehört, unter deſſen Decernat ſpäter lange Jahre die Realſchule geſtanden hat, und dem ein großer Teil unſerer Mitbürger es zu danken hat, daß die für ſie ſo wichtige Schule kritiſchen Zeitläufen nicht zum Opfer fiel.„Es iſt einer der Lichtpunkte meines Lebens, gerade die Realſchule gerettet zu haben“, waren die Abſchiedsworte, die der Verblichene wenige Wochen vor ſeinem


