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c. Überſicht über die im Schuljahr 1801— 92 erledigten Penſen.
Oberprima. . Ordinarius: O. L. Stern.
Religion. 2 Std. w. Inhalt und Zuſammenhang der bibliſchen Bücher, Kirchengeſchichte, evangeliſche Glaubenslehre, Noack§ 1— 127 und Anhang. Wiederholung des Katechismus, ſowie der früher ge⸗ lernten Pſalmen und Kirchenlieder. Überſicht über die wichtigſten evangeliſchen Kirchenlieder, Noack § 129. Junghans.
Deutſch. 3 Std. w. Es wurden geleſen: Schillers Jungfrau von Orléans und Schillers Maria Stuart. Übung im freien Vortrag. Lebenslauf und Bedeutung der größten Dichter. Überſicht über die Haupt⸗ abſchnitte der deutſchen Dichtung. Das Wichtigſte aus der Verslehre. Vortrag von Gedichten. Aufſätze. Zimmermann.
Themata der Jahresaufſätze: 1. Welche Vorzüge haben Binnenländer vor Küſtenländern?— 2. Weshalb iſt der Rhein der Lieblingsſtrom der Deutſchen?— 3. Mit welchen Schwierigkeiten hat der Reiſende im Innern Afrikas zu kämpfen?— 4. In welcher Lage befand ſich Frankreich, als die Jungfrau von Orléans auftrat.— 5. Geringes iſt die Wiege des Großen.— 6. Undank iſt der Welt Lohn.— 7. Die Leute auf der Straße.— 8. Der Schnee.
Abiturientenaufſatz Oſtern 1891: Welchen Umſtänden iſt der Sieg Friedrichs des Großen im ſiebenjährigen. Krieg zuzuſchreiben?
Franzöſiſch. 5 Std. w. Lektüre: Récits historiques par Guizot. Übungen im Erzählen und Sprech— übungen im Anſchluß an die Lektüre. Grammatik: Wiederholung der unregelmäßigen Zeitwörter, der Geſchlechtswörter, Zahlwörter, Eigenſchaftswörter, Umſtandswörter, Fürwörter und der Haupt⸗ regeln aus der Syntax nach Ploetz Schulgrammatik. Schriftliche häusliche und Klaſſenarbeiten. Stern.
Engliſch. 4 Std. w. Geleſen wurde: History of England by Goldsmith. Im Anſchluß an den Leſeſtoff und an Zimmermanns Lehrbuch wurde die Grammatik wiederholt. Mündliche Übungen meiſt anknüpfend an den Leſeſtoff. Inhaltsangaben, Nacherzählen von Geſchichten. Exercitien und Extemporalien. Feitel.
Geſchichte. 2 Std. w. Neue deutſche, insbeſondere die brandenburgiſch⸗preußiſche Geſchichte. Wieder⸗ holung der griech. u. röm. und der deutſchen Geſchichte bis zur Reformation nach Andrä. Seibt.
Geographie. 1 Std. w. Die fünf Weltteile nach Daniel. Wiederholung der mathematiſchen Geographie und der wichtigſten Verkehrswege. Seibt.
Mathematik. 6 Std. w. Algebraiſche Gleichungen vom erſten und zweiten Grade mit einer und mit mehreren Unbekannten. Arithmetiſche und geometriſche Reihen. Zinſeszins⸗ und Rentenrechnung. Matthieſſen, übungsbuch.— Wiederholung und Erweiterung der Planimetrie. Trigonometrie und Stereometrie, letztere nach Fenkners Lehrbuch. Löſung von Aufgaben. Dr. Merkelbach.
Aufgaben bei der ſchriftlichen Abiturientenprüfung zu Oſtern 1891. 1. Eine dreizifferige Zahl iſt das 26fache ihrer Querſumme. Vertauſcht man die beiden letzten Ziffern der Zahl, ſo wird ſie um 9 größer. Dividiert man. die aus den beiden erſten Ziffern gebildete Zahl durch die letzte Ziffer, ſo erhält man 5 zum Quotienten und 3als Reſt. Wie heißt die Zahl?— 2. Einen Rhombus aus einer Seite(a) und der Differenz der beiden Diagonalen(ei— e) zu. zeichnen.— 3. Ein Dreieck zu berechnen aus einer Seite, der Differenz der ihr anliegenden Winkel und dem Radius des dem Dreieck umbeſchriebenen Kreiſes a= 597,—= 5⁰ 41 47“, r= 2025,05.— 4. Die Oberfläche eines gleich⸗ feitigen Kegels iſt 235,61 qcm. Wie groß iſt die Seite eines gleichſeitigen Cylinders, der mit dieſem Kegel gleichen Raum⸗ inhalt hat?.
Phyſik. 4 Std. w. Die Lehre vom Gleichgewicht und von der Bewegung feſter, flüſſiger und gas⸗ förmiger Körper. Die Lehre vom Licht. Wiederholung der Lehre vom Magnetismus, von der Elektrizität, von der Wärme und vom Schall. Lehrbuch von Koppe. Dr. Merkelbach.
Chemie. 2 Std. w. Die wichtigſten Metalle und Wiederholung der Metalloide nach Rüdorff. Dr. Merkelbach.


