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gewordenen Stellen konnten deshalb nicht beide unbesetzt bleiben und zwar war, da im vorigen Jahre bei Errichtung der zweiten Prima und der dritten Tertia nur ein wissenschaftlicher Lehrer bestellt war, nunmehr ein ebensolcher erforderlich. Es wurde daher eine fünfzehnte wissenschaft- liche Lehrerstelle errichtet. Der für diese Stelle ausersehene Lehrer konnte aber bei Beginn des Schuljahres und überhaupt nicht eintreten. Inzwischen war durch Verfügung des Königlichen Provinzial-Schulkollegiums vom 30. März 1881 Kandidat Franz der Schule zur Ableistung seines pädagogischen Probejahres zugewiesen. Es konnte daher dieser alsbald zur Aushülfe herangezogen werden und wurde auch den 19. Mai mit Versehung der 15. Lehrerstelle bis auf Weiteres peauftragt.
Heinrich Franz ist den 17. März 1856 zu Holzhausen bei Fronhausen geboren, besuchte die höhere Bürgerschule zu Marburg und die Realschule I. O. zu Siegen und widmete sich dann auf den Universitäten zu Marbug, Giessen und Berlin dem Studium der Geographie, Geschichte und neueren Sprachen und bestand die Prüfung pro facultate docendi den 23. Januar 1880. Danach war er einige Zeit als Hauslehrer thätig.
Kandidat Dr. Sänger verliess die Anstalt am 3. Mai 1881, um an der höheren Bürger- schule zu Hersfeld eine Lehrerstelle zu übernehmen.
Am 21. Mai beging Herr Oberturnlehrer Boppenhausen den 25. Jahrestag seiner An- stellung als Turnlehrer an der städtischen Realschule, der jetzigen Realschule II. O., an welcher er bis jetzt ununterbrochen thätig war. Zur Feier des Tages wurden demselben von dem Unterzeichneten die Glückwünsche des Lehrerkollegiums überbracht und dabei ein Album mit den Photographien der sämtlichen augenblicklich an der Anstalt wirkenden Lehrer überreicht.
Kandidat Gundlach verliess die Anstalt vor Vollendung seines Probejahres, um zunächst an dem Gymnasium dahier, dann an dem zu Fulda eine Lehrerstelle zu versehen.
Die beauftragten Lehrer Dr. Merkelbach und Dr. Quiehl wurden im Januar 1882 zu ordentlichen Lehrern ernannt.
Hiernach besteht das Lehrerkollegium aus:
1) Dem Direktor: Prof. Dr. Buderus.
2) Den Oberlehrern: 2. Röse; 3. Dr. Ackermann; 4. Dr. Kessler; 5. Stern; 6. Feitel.
3) Den Reallehrern: 7. Credé; 8. Dr. Hasselbaum,; 9. Seibt; 10. Dr. Ide; 11. Dr. Brunner; 12. Junghans; 13. Dr. Merkelbach; 14. Dr. Quiehl.
4) Den wissenschaftlichen Hülfslehrern: 15. Heinemann; 16. Franz.
5) Den technischen Lehrern: 17. Schreiblehrer Jäger; 18. Zeichenlehrer Müller.
6) Den Elementarlehrern: 19. Heidenreich; 20. Schellhas; 21. Grün; 22. Markert; 23. Bach; 24. Laus; 25. Eberhard; 26. Deiss.
7) Den ausserordentlichen Lehrern: 27. Boppenhausen für PTurnen; 28. Kaplan Hoff- mann; 29. Nau für katholischen; 30. Dr. Stein für israelitischen Religionsunterricht.
Im Monat Mai machten die einzelnen Klassen unter Führung ihrer Ordinarien Nachmittags- Spaziergänge, später auch einige Purnabteilungen Ausflüge von einem ganzen Tage unter Begleitung ihrer Turnlehrer und teilweise auch der Ordinarien.
Nicht unerhebliche Störungen erlitt der regelmässige Fortgang des Unterrichts auch im Sommer 1881 wieder dadurch, dass mehrere Lehrer wochenlang zu militärischen Ubungen einberufen waren, auch einer wegen des Gebrauches einer längeren Kur zur Kräftigung seiner Gesundheit im Anschlusse an die Sommerferien mehrere Wochen beurlaubt werden musste.
Die Sommerferien wurden namentlich aus Rücksicht auf diese Verhältnisse wiederum entgegen der Regel vom 2. Juli an auf vier Wochen ausgedehnt, wogegen die Herbstferien nur 14 Tage, vom 24. September an dauerten. Die gleiche Dauer von 14 Tagen hatten die Weihnachtsferien vom 21. December an.
Die Feier des Sedanfestes beschränkte sich in 1881 wesentlich auf die Schulen. Die Austalt hielt vormittags in der Aula einen Festaktus, wobei nach der Festrede des Oberlehrers Röse


