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sind, der Allgemeinen Wittwen-Verpflegungsanstalt beizutreten und beziehungsweise den Heiraths- consens einzuholen.
6. November. Dasselbe theilt eine Verfügung des Herrn Ministers mit, das Mass der häuslichen Beschäftigung der Schüler betreffend.
25. Februar 1876. Das Curatorium theilt mit, dass die städtischen Behörden sämmtlichen wissenschaftlichen Lehrern, die im Jahre 1875 an der höheren Bürgerschule gedient haben, mit Ausnahme des Rektors eine Remuneration von 300 Mark für das Jahr beziehungsweise den ent- sprechenden Theil desselben bewilligt haben.
Das Curatorium der höheren Bürgerschule verlor den 31. Juli seinen Vorsitzenden, Herrn Oberbürgermeister Nebelthau, durch den Tod. Die Anstalt verlor in ihm einen gerechten und wohlwollenden Gönner. An seiner Stelle übernahm der neue Oberbürgermeister den Vorsitz, sodass das Curatorium besteht aus den Herren: Oberbürgermeister Weise, Stadtschulreferent Dr. theol. Hochhuth, Stadtrath Fabrikant Wittich, Stadtrath Hauptmann a. D. Engelhardt, Kaufmann Rittershausen, Goldarbeiter Scheel und dem Rector Dr. Buderus.
Das Schuljahr nahm Montag den 5. April seinen Anfang mit der Prüfung und Aufnahme der angemeldeten neuen Schüler. Gleichzeitig wurde die zwanzigste Classe, nämlich die zweite Secunda eröffnet. Eine besondere Lehrkraft war hierzu vorläufig nicht für erforderlich gehalten wor- den. Dagegen wurde die Besetzung der für die neunzehnte Glasse genehmigten Lehrerstelle nun- mehr ernstlich erstrebt. Erst im Juli gelang es cinen Lehrer hierfür zu gewinnen. Candidat Arthur Seibt wurde vorerst mit Versehung der 14. Lchrerstelle beauftragt und trat den 1. August sein Amt an.
Derselbe ist geboren den 26. August 1840, ein Sohn des zu Lauban verstorbenen Lehrers W. Seibt und be- suchte das Gymnasium zu Lauban bis 1860, wo er das Maturitätsexamen bestand. Er studirte hiernach Theologie, Ge- schichte und Philologie in Halle und Breslau, war dann als Hauslehrer zu Erdmannsdorf und hierauf als Hülfslehrer an dem modernen Gesammtgymnasium zu Leipzig und an der höheren Lehranstalt zu Bergedorf thätig. Am 9. Juli 1875 bestand er die Prüfung pro facultate docendi vor der Königlichen wissenschaftlichen Prüfungscommission zu Breslau.
Die zweite in den vorjährigen Nachrichten erwähnte Vacanz wurde erst mit dem Beginn des Winterhalbjahrs beseitigt. Der Reallehrer Johannes Feitel trat mit dem 1. October sein Amt an.
Derselbe ist geboren den 23. October 1842 zu Hochlar bei Recklinghausen, ein Sohn des Landwirths Bern- hard Feitel. Er empfing seine Vorbildung auf dem Gymnasium zu Recklinghausen, welches er Michaelis 1864 mit dem Zeugnisse der Reife verliess, um nach Ableistung seiner Militairpflicht zunächst von Michaelis 1865— 67 auf der Universität zu Löwen und dann bis Michaelis 1869 auf der Akademie zu Münster sich historischen und philologischen Studien zu widmen. Nachdem er schon im Jahre 1866 den Krieg bei der Mainarmee mitgemacht hatte, wurde er auch im Jahre 1870 wieder eingezogen und war Mitkämpfer in dem Kriege gegen Frankreich. Nach seiner Rückkehr bestand er den 24. November 1871 das Examen pro facultate docendi für neuere Sprachen, Deutsch und Lateinisch vor der Königlichen wissenschaftlichen Prüfungscommission zu Münster und trat dann sein Probejahr an der Realschule I. Ordnung zu Münster an. Von dort wurde er Michaelis 1872 an die Realschule zu Eschwege berufen und durch Verfügung des Königlichen Provinzial-Schulcollegiums vom 13. Januar 1873 zum ordentlichen Lehrer ernannt.
Die dritte durch den Tod des Oberlehrers Dr. Römer eingetretene Vacanz war schon bald nach Beginn des Sommerhalbjahrs beseitigt. Der Reallehrer Dr. Carl Ackermann trat den 17. April sein Amt an.
Derselbe, geboren den 2. März 1841 zu Fulda, ein Sohn des daselbst verstorbenen Leihhaus-Kassirers Johannes Ackermann, besuchte das Gymnasium zu Fulda vom Jahre 1851—1860 und studirte von 1860—1864 an- fangs Medicin, sodann Mathematik und Naturwissenschaften zu Marburg und München. Er absolvirte nach bestandener Prüfung pro facultate docendi das Probejahr an dem Gymnasium seiner Vaterstadt. Im Winter 1864 erhielt er auf Grund seiner Abhandlung:„Ueber Inhalt und Oberfläche von Rotationskörpern“ von der Universität zu Marburg die philosophische Doctorwürde. Im Juni 1866 bestand er die praktische Prüfung für Gymnasiallehrer und zwar in klas- sischer Philologie mit der Facultas für die unteren Klassen, in Mathematik, Physik und den beschreibenden Natur- wissenschaften für alle Klassen. Von 1865 bis Ostern 1875 bekleidete er eine ordentliche Lehrerstelle an der höheren Bürgerschule zu Hersfeld.
Auch die vierte Vacanz war mit Beginn des Sommerhalbjahrs beseitigt. Der Lehrer Heinrich Deiss wurde mit Versehung der durch den Abgang des Elementarlehrers Conrad Stern vacanten Lehrerstelle beauftragt und trat mit dem 5. April sein Amt an.


