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6) ein Pleuelstangenkopf von 50 mm Bohrung mit verstellbaren Metallpfannen; 7) dasselbe von 60 mm Bohrung; 8) ein Rädervorgelege mit Axen und Kurbeln; 9) ein Sicherheitsventil von 35 mm D. mit direkter Belastung; 10) n aieſen für eine Turbine mit Leitschaufel-Apparat(Anfertigung der Lehre— Biegung der eche). 4 St. Werkmeister Ackermann.
Es mag bei den mancherlei Streitfragen, die augenblicklich in Angelegenheit des Werkstatt- Unterrichts auf der Tagesordnung stehen, bemerkt werden, dass, wie die vorstehend angeführten Dimensionen zeigen, nicht Modelle von Maschinen-Elementen, sondern diese selbst, und zwar in solcher Grösse ausgeführt werden, wie sie für den Maschinenbau wirklich Verwendung finden, eher den grösseren als kleineren Ausführungen der Vorzug erteilt wird; auch für die Anfertigung von Modellen und anderen Spielereien so wenig Neigung bei den Schülern bemerkt worden ist, als die Anstalt daran denkt. sie aufkommen zu lassen.— Wenn ferner oben 4 Stunden als Ubungs- zeit angegeben sind, so sollte damit die im Lehrplan vorgesehene Zahl von Pflichtstunden gemeint sein. Die wirkliche Zahl der Übungsstunden ist, namentlich bei einzelnen Schülern, ansehnlich grösser gewesen, indem die Stunden an den freien Nachmittagen und viele Ferientage, wenn nicht die Zeichnungen die Zeit der Schüler in Anspruch genommen haben, meist den Werkstattsübungen zu gute gekommen sind.— Da diese Gewohnheit, sich freiwillig zur Arbeit einzustellen, auf freiem Entschluss der Schüler beruht, sonach auf ein Interesse derselben an dieser Beschäftigung schliessen lässt, auch sonst die Resultate keine Missstände ergeben haben, so glaubt die Anstalt bei ihrem Versuche mit dem Werkstattsunterricht einen richtigen Weg getroffen zu haben, wenig- stens vorab diesen weiter verfolgen zu sollen. Dass eine neben dem Unterrichte herlaufende prak- tische UÜbung, wenn sie nicht gar zu winzige Resultate liefert, und wenn andererseits die Resultate des übrigen Unterrichts durch jene nicht fühlbar beeinträchtigt werden, eine dem Fachunterrichte recht nutzbringende Einrichtung ist, kann unmöglich bezweifelt werden. Es kommt bei den Arbeiten der Maschinentechniker— anders als bei denen unserer Bautechniker— vor allem darauf an, ihre Handfertigkeit thunlichst zu fördern. In dem Masse, als dies gelingt, werden sie nicht nur nach ihrer eigenen Erfahrung, sondern auch nach den Beobachtungen, welche sie auf Grund dieser Er- fahrungen in unserer Werkstätte und beim Besuch anderer Werkstätten machen, imstande sein und sich veranlasst sehen, von den Arbeiten sich Rechenschaft zu geben, welche bei Ausführung ihrer Projekte vorzunehmen sein würden, leichtere und schwierigere Prozeduren, billigere und kost- spieligere Anordnungen zu unterscheiden. Man begreift, um wie viel ein Lehrer, der jahrelang den Betrieb in einer grossen Maschinenbau-Anstalt geleitet hat, den Unterricht sowohl selbst, als für den Unterricht den Besuch technischer Werkstätten fruchtbarer und anregender zu gestalten, die Ausbildung seiner Schüler dem Bedürfnisse ihres Berufs besser anzupassen vermag, wenn er sich an das Interesse seiner Schüler für praktische Arbeiten und einige Erfahrung in solchen wenden kann. Es ist nicht die Meinung der Anstalt, dass die dem Schulbesuch folgende Lehrzeit den Schülern durch Einrichtung der praktischen Arbeiten solle gänzlich erspart werden; aber sie wird eine Abkürzung erfahren können, und überdies dabei der Lehrling weniger auf die Unterweisung des Meisters angewiesen sein, auch eher zu eigenem Verdienste gelangen, als es sonst der Fall
sein würde.—


