Die Anordnung der Ubungen der einzelnen Schüler ist Sache des betreffenden Fachlehrers, und ebenso werden nach seiner Anweisung die Werkzeichnungen angefertigt, nach welchen sodann die Arbeiten in der Werkstatt ausgeführt werden.
c) Für Chemiker(nur im Sommer*).
1. Theorelischer Unterricht. Repetition des vorjährigen Pensums; aromatische Verbindungen. 2 St. Dr. Rost.
2. Ubungen im Laboralorium. Quantitave Bestimmung des Eisens und des Antimons nach den wichtigeren Methoden; qualitative und quantitative Untersuchung einer Probe Kupferkies und einer Zinkblende; Bestimmung des Stickstoffs, des Fetts und der Asche in einem Rapskuchen; Analyse der Asche des letzteren; massanalytische Bestimmung der Phosphorsäure mittels Uran- nitrat in einem Superphosphat; Titrierung von Jod gegen Natriumhyposulfit, Braunsteinunter- suchungen, Darstellung von Acetamid, Darstellung und Untersuchung von Silberacetat, organische Elementaranalyse. 15 St. Dr. Rost.
3. Allgemeine Maschinenlehre. 2 St. Plümer. Kombiniert mit der Abteilung für Bautechniker.
4. Entzwverfen baulicher Anlagen. 4 St. Narten. Kombiniert mit der Abteilung für Maschinen- techniker.
Handelsabteilung.
Deutsche Sprache. Im Sommer: Schiller, Jean Paul, die romantische Schule, Herders Cid (Auswahl) und andere Abschnitte aus dem Lesebuche. Im Winter: Die Nachfolger der romantischen Schule. Die Dichter der Befreiungskriege. Die österreichischen und schwäbischen Dichter; die hervor- ragendsten Dichter der neuesten Zeit. Gelesen: Goethes Iphigenie, Kleists Prinz von Homburg, Uhlands Ernst von Schwaben. Vortragsübungen. 2 St. Im Sommer Dr. Ranck, im Winter Pro- fessor Speyer.
Franaösische Sprache. 1) Lektüre: a. Litterarische Abschnitte aus Baumgarten, Chresto- mathie aus Schriftstellern des 19. Jahrhunderts; b. Les contes de la reine de Navarre, par Scribe et Legouvé; c. Molière, l'avare; d. Le verre d'eau, par Scribe.— Sprechübungen.— 2) Schriftliche Ubungen: Erzählungen, Aufsätze und Briefe aus Burguy, Stücke zum Ubersetzen etc., Extempora- lien. 3 St. Professor Speyer.
Englische Sprache. Im Sommer: Aus Süpfle, Chrestomathie: Parlamentsreden. Briefe von Chesterfield und Lord Byron.— The Guardian, a comedy by Garrick.— Schriftliche Ubungen aus Weeg, Aufgaben etc. Extemporalien. Mündliche Wiedergabe des Inhalts der gelesenen Abschnitte. — Im Winter: Lektüre von Dickens, A Christmas Carol; Balwer, Lady of Lyons; Marryat, Three Cutters. Schriftliche UIbungen aus Weeg, Aufgaben. Mündliche Ubungen in der Konversation und Ubersetzen von Herrigs Aufgaben. Englische Handelskorrespondenz: Letters on Banking Business. Inquiry Letters. Orders. Invoices. Letters of Introduction and Credit. 3 St. Im Sommer Professor Speyer, im Winter Dr. Kressner.
Allgemeine Handelsgeographie. 2 St. Wiederholung der mathematischen Geographie mit besonderer Berücksichtigung ihrer Anwendung auf die Schiffahrt. Physische Beschreibung des Meeres und der an diesem zu beobachtenden Erscheinungen, die wichtigsten Seehandelsstrassen.—
*) Im Winterhalbjahr war die Abteilung für Chemiker nicht besucht.


