Jahrgang 
1873
Einzelbild herunterladen

24

Die Aufgaben des Unterrichts für das bevorstehende Schuljahr sind im Deutschen.*

II. Klasse. Die Hauptmomente aus der deutschen Literatur von Klopstock bis zu Göthe's Tode in einer nach den Kräften der Schüler getroffenen Auswahl. Aufsätze im Anschluss an die Lektüre. Vorträge.

I. Klasse. Uebersicht der neuhochdeutschen Literatur, insbesondere von Haller bis auf Göthe's Tod. Aufsätze im Anschluss an die literar-historischen Vorträge und die Lektüre, sowie freie Bearbeitungen nach fremdsprachigen Mustern. Privatlektüre.

Im Französischen.

II. Klasse. Plötz Schul-Grammatik Lektion 66 bis zu Ende, mit den dazu gehö- rigen Uebungsstücken, zumal den zusammenhangenden Diktate und Extemporalien. Lektüre: Histoire de Frédéric Guillaume, électeur de Brandebourg, p. Frédéric II (Schockel). Racine: Athalie.

I. Klasse. Einige der wichtigsten Kapitel der Syntax, französisch diktirt und von den Schtlern selbst mit Beispielen versehen, dazu schriftliche Uebersetzungen der entsprechenden Stücke aus Plötz Uebungsbuche. Lektüre: Molière, l'avare: Mignet, histoire de la révolution frangaise. Privatlektüre, namentlich auch aus wissenschaft- lichen und technischen Werken.

Im Englischen.

II. Klasse. Grammatik nach Plate, Beendigung der 2. Stufe. Schriftliche und mündliche Uebersetzungen nach dem Uebungsbuche in der Grammatik. Lektüre nach der Chrestomathie von Süpfle, historische und beschreibende Stücke derselben, dann das Drama: Charles XII, von Planche.

I. Klasse. Wiederholung aus der Grammatik mittelst Diktaten in englischer Sprache. Mündliche und schriftliche Uebersetzungen aus: Weg, Aufgaben zum Ueber- setzen. Lektüre: Macaulay, the history of England Shakspeare: Jul. Caesar. Privatlektüre.

In der Geographie.

II. Klasse. Staaten von Europa. Lage, Gränzen, Grösse etc. Eintheilung, Städte ete. nebst dem Kulturbilde eines jeden Staates.

I. Klasse. Im Winter: Asien, Afrika, Australien und Amerika(letzteres spezieller) in oro- und hydrographischer Hinsicht nebst Betrachtungen über den Kultur- zustand jedes Staates; im Sommer eine Wiederholung der Geographie, wobei physi- kalische Zonen, Verbreitung der Thiere und Pflanzen, der Menschenracen u. A. an geeigneter Stelle angeschlossen wird.