Jahrgang 
1873
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Das Iuventar des alten Schulgebäudes ist in soweit beibehalten, als es gut erhalten oder doch leicht zu restauriren war; im Uebrigen hat für das grosse neue Gebäude eine Fülle von Einrichtungsstücken neu beschafft werden müssen, wie z. B. die Bibliothekeinrichtung, sämmtliche Zeichentische, die Subsellien der Auditorien, die Einrichtung der Laboratorien ete. Im Allgemeinen ist der Stand der inneren Einrichtung als ein befriedigender zu bezeichnen und wird auf eine weitere Vervollständigung gerechnet werden dürfen.

Die Werkstätte der Anstalt ist im Kellergeschosse cingerichtet. Der Raum Nr. X ist mit Dreh- und Hobelbänken, Feilbank, Bohrmaschine u. s. w. besetzt, in dem anliegenden Raume Nr. XI ist eine Laubsäge, ein grosser Schleifstein mit Schwungrad und eine kleine Schmiedeesse aufgestellt; im Uebrigen dient derselbe zur Aufbewahrung von allerhand Vorräthen für die Bedürfnisse der Werkstatt. Am entgegen- gesetzten Ende des Gebäudes befindet sich eine zweite Werkstätte(Nr. XVII) für gröbere Feuerarbeiten, mit Schmelzofen und Prägestock, und ein paar Dreh- und Werk- bänken; zur Zeit wird dieselbe für die Arbeiten der Schüler in Gyps(mathematische Körper) benutzt. Der grosse Raum, Nr. I, soll zur Ausführung grösserer Holzarbeiten, eventuell für Arbeiten der Schüler in Holz und zur Aufbewahrung von Tolzvorräthen dienen.

Die Schuldienerwohnung besteht aus den Ränmen IV bis IX und ist vom Vestibul aus zugänglich.

In den Räumen XII und XIII sind die Oefen der Centralheizungen aufgebant.

Heizung und Ventilation.

Für die Räume des Kellergeschosses ist gewöhnliche Ofenheizung gewählt, für die oberen Geschosse dagegen Centralheizung, und zwar Luftheizung für den Flügel und Warmwasserheizung für das Hauptgebäude.

Die Luftheizung des Flügels ist von der Firma J. HI. Reinhardt in Würzburg ausgeführt. Der Ofen ist sehr zweckmässig konstruirt. Die gerade durch die Hlei⸗- kammer laufenden Rauchkanäle, gestatten die leichteste Reinigung. Dic zu erwärmende Luft wird nur von Aussen genommen und selbstverständlich in der Heizkammer nach Bedürfniss angefeuchtet. Die Ausströmungsöffnungen der warmen Luft sind 1,7 m hoch über dem Fussboden angebracht und mit eisernen Schiebern geschlossen.

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Die Warmwasserheizung ist von der Firma Gr anger& Hyan in Berlin nach einem, in Bezug auf die Heizkörper neuen System der Firma angelegt. Die Heizung hat drei Röhrensysteme, deren jedes mit zwei Coaksfüllöfen verbunden ist. Einschliesslich der Luftheizung kann somit das Gebäude in vier Abtheilungen getrennt geheizt werden.

Das Wasser wird nur auf höchstens 60 bis 65° R. erwärmt. Zur Kontrolle tragen die drei Steigröhre unmittelbar über den Oefen Rohransätze, in deren Oelfüllung Thermometer eingesetzt werden. Bei einer stärkeren Erwärmung, bis zu 70° R. etwa, tritt die Gefahr des Ueberkochens des Wassers in den, auf dem Dachboden aufgestellten