Jahrgang 
1927
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Der Preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung. Berlin, W8, den 1. November 1926.

UII NV. 2459 II. UII. I. Bekanntmachung.

Am 3. Mai 1927 werden in die staatlichen Pädagogischen Akademien je fünfzig Studierende neu aufgenommen, und zwar in Elbing zur Ausbildung evangelischer Volksschullehrer, in Kiel zur Ausbildung evange- lischer Volksschullehrer und Lehrerinnen, in Bonn zur Ausbildung katholischer Volksschullehrer.

Der Bildungsgang ist zweijährig. Studiengebühren werden nicht erhoben. Unter gewissen Voraussetzungen können Stipendien gewährt werden. Internate sind mit den Akademien nicht verbunden. Arbeitspläne sind bei den Sekretariaten der Pädagogischen Akademien erhältlich. Aufnahmegesuche sind bis spätestens zum 15. März 1027 an die Akademie- direktoren unmittelbar zu richten.

Der Meldung sind beizufügen:

1. ein Lebenslauf,

2. eine beglaubigte Abschrift des Reifezeugnisses einer neunklassigen höheren Lehranstalt oder eine Bescheinigung des Anstaltsleiters über die bestandene Reifeprüfung oder über das voraussichtliche Bestehen derselben. 3. ein Gesundheitszeugnis eines zur Führung eines Dienstsiegels berechtigten Arztes.

Im Laufe des Monats April werden die Bewerber, deren Aufnahme in die Akademie in Aussicht genommen ist, zu einer Prüfung ihrer musikalischen Kenntnisse und Fertigkeiten(vom Blatt Singen eines einfachen Liedes und Vertrautheit mit Klavier oder Violine oder Orgel) am Akademieort einberufen. Die Bewerberinnen werden sich in einer Aufnahme- prüfung über Kenntnisse und Fertigkeiten in der Nadelarbeit im Umfange einer abgeschlossenen Lyzeumsbildung aus- weisen müssen.

Ob in besonderen Fällen von der Forderung hinreichender turnerischer, musikalischer und technischer Vorbildung abgesehen werden kann, bleibt meiner Entscheidung vorbehalten.

UII NV. 5149 II. UVII. I. Berlin, Ws, den 18. Ianuar 1927.

Es wird beabsichtigt, Anfang Mai 1927 in Frankfurt a. M. eine Pädagogische Akademie auf simultaner Grund- lage zur Ausbildung von Volksschullehrern und Volksschullehrerinnen zu eröffnen. Für die Aufnahme gelten die Bestim- mungen meiner Bekanntmachung vom 1. November 1926 UIII Nr. 2450 II. U II. 1.

IV./ Elternbeirat etc.

Der Elternbeirat, neugewählt am 13. 6. 1926, unterstützte den Direktor in Fragen der inneren und äußeren Schul- angelegenheiten. Der Beirat setzt sich folgendermaßen zusammen:

Ordentliche Mitglieder: Herr Landgerichtsrat Dr. Faber, 1. Vorsitzender, Herr Buchdruckereibesitzer Schwarz, 2. Vor- sitzender, Frau Brückmann, ierr Pfarrer Stehfen, Frau v. Witzendonff, Herr Geh. Regierungsrat Freiherr v. Eschuwege.

Außerordentl. Mitglieder: Frau ſeschke, Frau Pfarrer Scheele, Herr Reg.-Obersekretär Götting, Herr Büroassistent Fürst, Herr Reg.-Baurat Morin, Flerr Dr. WVogt.

V. Verschicdencs.

a) Der bauliche Zustand der Gymnasialgebäude

ist infolge des Mangels an Baumitteln im Kriege und in der Nachkriegszeit nicht gut, sowohl im Inneren wie im Außeren. Es wird neben staatlichen Mitteln auch privater Opfer bedürfen, um einen Wiederherstellungsplan durchzuführen, der die alte Schule mit Beobachtung moderner Hygiene in einen Biedermeierbau zurückverwandelt. Klassenzimmer wurden mit staatlichen und privaten Mitteln hergerichtet, die Niedersprunggrube auf dem Hof gut und trocken angelegt.