Jahrgang 
1926
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3. Für die Instandhaltung der Wege hat eine Gemeinde am Ende eines jeden 4. Jahres 450 Mark zu bezahlen. Wieviel kann der Staat bei 8% Jahreszins für die Ubernahme dieser Verpflichtung bar ver- langen?

4. In einem regelmäßigen Oktaeder von der Kantenlünge a werden die 3 Ecken einer Seitenflüche mit dem Mittelpunkt M der ihr gegenüberliegenden parallelen Seitenfläche A-BC' verbunden. a) Beweise, daß die 3 Verbindungsstrecken gleich lang sind. b) Berechne ihre Lünge und den Rauminhalt der Pyramide M ABC. c) Vergleiche den Inhalt dieser Pyramide mit dem des Oktaeders.

g) Die Einrichtung des künstlerischen und technischen Unterrichts. 1. Zeichenunterricht.

VI-IV: PFreies Gestalten von Eindrücken und Erlebnissen aus der Umgebung und Gedankenwelt des Schülers durch verschiedene Techniken. Ubungen im bewußten Beobachten und gedächtnismäßigen Wiedergeben der Natur. Einfaches Spielzeug und Ausführung anderer Ubungen aus Reststoffen(Pappe, Draht und Streichholzschachteln). Kunstbetrachtungen im Anschluss an die Arbeiten der Schüler und die Bedürf- nisse aus dem täglichen Leben. Besichtigungen der Casseler Altstadt.

UIII OIII: Fortsetzung der Arbeit früherer Klassen, soweit noch Neigung vorhanden ist. Stärkeres Betonen der Beobachtung und der unmittelbaren wie der gedächtnismäßigen Wiedergabe der Natur. Ubungen im räumlichen Sehen, wobei auch die Farbe in den Vordergrund gerückt wurde; sowohl in den tatsächlichen als in erdachten Farben zur Stärkung des Geschmacks. Dekorative Schrift(Antiqua) und Flächen- aufteilungen. Der Linoleumschnitt. Gebundenes Zeichnen. Kunstbetrachtungen, wie VI-IV, in Verbindung mit der räumlichen Darstellung aus dem Werkunterricht bezw. Gestaltungsübungen. Die Altstadt, Landesmuseum und sonstige Werke der Kunst.

UII und OII wie UIII OIII: In der Wahl der Themen beim freien Gestalten mehr Selbständigkeit ent- wickelt. Naturstudien. Tier, Mensch, Architektur, Straßenbilder, Landschaft usw. Verständigungs- zeichnen. Dekorative Arbeiten(Schrift) für bestimmte Zwecke der Schule und des täglichen Lebens. Der Linoleum-(Holz)schnitt. Soweit Zeit: aus dem Gebiete des gebundenen Zeichnens. Kunst- betrachtungen: wie früher. Graphische und Reproduktions-Techniken, Betrachtung künstlerischen Schaffens alter Kunstzeitalter, vor allem auch das Schaffen zeitgenössischer Künstler unter Berück- sichtigung Cassels. Besuch von Ausstellungen.

UI und OI: Die Tätigkeit erstreckt sich mehr auf das Verständigungszeichnen. Kunstbetrachtungen und Lichtbildervorträge(auch der Schüler selbst).

2. Werkunterricht.

Werkunterricht(wahlfrei für in allen Fächern tüchtige Schüler). Es wurde mit Papparbeit und Buch- binderei begonnen, an der Schüler aus IVUII teilnahmen. Oberschullehrer Kneip.

3. Gesangunterricht.

Unterstufe: Das Wichtigste aus der allgemeinen Gesanglehre, vornehmlich Notenkenntnis und Absingen vom Blatt. Melodische, rhythmische und dynamische UÜbungen. Ein- und zweistimmiger Gesang von Chorälen, Volks- und Vaterlandsliedern im Chor- und Einzelgesang. Oberschullehrer Schaake.

Mittel- und Oberstufe: Dem Chorgesang der mittleren und oberen Klassen wurden im verflossenen Jahre 3 Stunden gewidmet, 1 für Sopran und Alt, 1 für Tenor und Baß, 1 für Gesamtchor. Es wurden Chöre aus dem ChorbuchFrisch gesungen geübt und zwar Kompositionen von Klein, Mendelssohn, Kremser, Silcher, Heinrichs, Weber u. a. Ferner wurde in der Untersekunda in je einer Stunde das Zupfgeigenlied und das Wichtigste aus der Musikgeschichte behandelt. Im Anschluß an hiesige Konzertveranstaltungen erfolgte Einführung in Meisterwerke, wie Weihnachtsoratorium von J. S. Bach, Reqyuiem von W. Mozart.

Obersc hul- und Musiklehrer Eckoldt.