Jahrgang 
1904
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Zum Weihnachtsfeſt ließ Se. Majeſtät der Kaiſer und König der Anſtalt huldvollſt als Geſchenk überſenden: 1. Jahrgang 1903 desNautikus, Jahrbuchs für deutſche Seeintereſſen, 2. Die römiſchen Grenzanlagen in Deutſchland und das Limeskaſtell Saalburg, von Dr. Ernſt Schultze, 3. Im Sattel durch Zentralaſien, von Erich von Salzmann, und 4. Ein Ritt über den Pamir, von Wilhelm Filchner.

Am 23. Dezember fand zum Schulſchluß in der Aula bei brennenden Weihnachtsbäumen eine litur⸗ giſche Weihnachtsfeier ſtatt.

Durch Verfügung vom 22. Dezember wurde dem Oberlehrer Prätorius der Profeſſortitel und danach der Rang der Räte IV. Klaſſe verliehen.

Am 27. Januar wurde der Geburtstag Se. Majeſtät des Kaiſers und Königs in der üblichen Weiſe durch eine Feſtfeier in der Aula begangen. Es wechſelten Chorgeſänge und Dekla⸗ mationen. Die Feſtrede hielt Profeſſor Hüpeden über Immanuel Kant.

Ein Exemplar von Wislicenus:Deutſchlands Seemacht ſonſt und jetzt, das als eine Gabe des Kaiſers zur Verleihung an einen guten Schüler einer oberen Klaſſe uns überwieſen worden war, wurde durch Konferenzbeſchluß dem Primus omnium Erich Lohmeyer zuerteilt.

Es wohnte der Feier bei Herr Provinzialſchulrat Dr. Kaiſer.

In einem Schreiben an Se. Majeſtät hatte der Direktor ſeine und der Anſtalt Glückwünſche zu Allerhöchſtdeſſen Geburtstag dargebracht. Darauf ging folgendes Telegramm ein: Empfangen Sie meinen beſten Dank für Ihre freundlichen Glückwünſche zu meinem Geburtstag. Sprechen Sie auch Lehrern und Schülern Ihrer Anſtalt meinen Dank aus. Wilhelm R.

Die ſchriftliche Reifeprüfung war vom 1. bis 5. Februar, die mündliche unter dem Vor⸗ ſitze des Herrn Oberregierungsrats D. Dr. Lahmeyer am 4. u. 5. März.

Am 8. März fand die feierliche Entlaſſung der Abiturienten durch Prof. Püttgen ſtatt.

Der Geburts⸗ und Todestage der Kaiſer Wilhelm I. und Friedrich III. wurde in üblicher Weiſe gedacht.

Im Herbſt und Frühjahr war Oberlehrer Dr. Brede wieder mehrere Tage zur Teilnahme an der Einjährigen⸗Prüfung beurlaubt.

Profeſſor Dr. Heermann war nach den Iuliferien 14 Tage zur Wiederherſtellung ſeiner Geſund⸗ heit beurlaubt, der Direktor zu demſelben Zweck vom 6. Februar an 4 Wochen, Oberlehrer Fechner 14 Tage vom 12.24. Oktober zur Teilnahme an einem franzöſiſchen Fortbildungskurſus in Frankfurt a. M.

Satzungen für die Oskar Kius⸗Stiftung.

Am 15. April 1902 ſtarb Profeſſor Dr. Oskar Kius, nachdem er ſeit dem 3. Auguſt 1872 als Lehrer und ſeit dem 6. April 1875 zugleich als Bibliothekar an dem Friedrichs⸗Gymnaſium eine ſehr ſegensreiche Wirkſamkeit entfaltet hatte. Er hing mit großer Liebe an der Anſtalt und ihren Schülern und widmete ihnen ſeine ganze Kraft und Tätigkeit. Zu ſeinem bleibenden Gedächtnis hat die Witwe des Dahingeſchiedenen, Frau Klara Kius, der Anſtalt ein Kapital von 15 000 Mark überwieſen. Nachdem ſie dem Direktor ihre bezüglichen Wünſche kundgegeben, hat denſelben entſprechend die Lehrerkonferenz des Fried⸗ richs⸗Gymnaſiums über die Verwaltung und Verwendung dieſer Stiftung nachſtehende Satzungen feſtgeſtellt: