Jahrgang 
1929
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finanzielle Lage verbeſſert. Nach ſeiner Verſetzung an eine andere Schule ging das Protektorat an Herrn Studienaſſeſſor Bartſch über.

Das Sommerhalbjahr 1928 bot Gelegenheit zum volkstümlichen Turnen. Es wurden die üblichen Spiele Handball, Schlagball und Fauſtball, ſowie leichtathletiſches Turnen gepflegt. Die im vorigen Jahre neugebaute Corbacher Badeanſtalt gab dem Verein die Möglichkeit, ſich dem Schwimmſport zu widmen. Es wurde wöchentlich eine Schwimmſtunde eingelegt. Die Erfolge der ſommerlichen Arbeit zeigten ſich bei den verſchiedenen Bezirks⸗, Gauturn⸗ und Sportfeſten. Unſere Wettkämpfer gingen faſt durchweg als die erſten Sieger hervor. Die 1. Handballmann⸗ ſchaft kann im Hinblick auf die Reſultate bei den Gau⸗Meiſterſchaftsſpielen als eine der beſten im Gau angeſehen werden. Im Herbſt begann dann unſere Arbeit in der Halle. Daß das Geräte⸗ turnen mehr denn je betrieben wurde, zeigten die hervorragenden Leiſtungen unſerer Turner bei dem Gerätewettkampf gegen den Gymnaſial⸗Turnverein Arolſen, aus dem unſer Verein mit 1165: 1112 Punkten als Sieger hervorging. Adolf Welteke, 0 I.

3. An den aufgabenfreien Nachmittagen wurde von den einheimiſchen und den in der Nähe Corbachs wohnenden Schülern auf den zur Verfügung ſtehenden Plätzen(ſ. I f. 3) geſpielt, bei ungünſtiger Witterung in der ſtädtiſchen Turnhalle geturnt.

4. Die Wandertage, die wegen der langanhaltenden Kälteperiode und der Grippeerkrankun⸗ gen nicht vollzählig durchgeführt werden konnten, führten die Schüler mit ihren Klaſſenlehrern in die nähere und weitere Umgebung der Heimatſtadt. Selbſtverſtändlich erhalten die Schüler auf dieſen Wanderungen von ihren Führern Anregungen der verſchiedenſten Art, förmlicheBeleh⸗ rungen werden jedoch nach Möglichkeit vermieden, weil ſie die Freude der Teilnehmer an dieſen Ausflügen vermindern würden. Nicht unerwähnt möge bleiben, daß es bei jährlich 9 Wandertagen nicht leicht iſt, für einen eintägigen Ausflug der Oberſtufe geeignete Wege und Wanderziele zu ermitteln. Der Lehrkörper entſchloß ſich daher, auch in dieſem Jahre mehrere Wandertage zu einer 5 tägigen Turnfahrt darunter einem Sonntag nach Helgoland zuſammenzulegen. Dieſe von den Schülern mit Begeiſterung aufgenommene Fahrt, an der die Klaſſen 0 III bis 0 1 faſt vollzählig teilnahmen, verlief dank der ſorgfältigen Vorbereitung durch Studienrat Engel⸗ hardt glänzend und bildete daher einen kaum zu überbietenden Höhepunkt im Schulleben. Einer der Teilnehmer, der Oberprimaner Karl⸗Wilhelm Euler, erſtattete über ſie in derWal⸗ deckiſchen Landeszeitung folgenden Bericht:

Die Helgolandfahrt des Landes⸗Gymnaſiums.

Helgoland! Dies leuchtende Ziel ſtand uns vor Augen, als wir am Sonnabend in früher Morgenſtunde unter den Klängen der Gymnaſialkapelle vom Gymnaſium zum Bahnhof zogen. Der erſte Reiſetag führte über Warburg, Altenbeken, Hameln, Hannover nach der alten Hanſa⸗ ſtadt Bremen. Ein längerer Aufenthalt in Warburg bot Gelegenheit, die Anhöhe, auf der das alte Kloſter liegt, zu erſteigen und von dort den ſchönen Blick über Alt⸗Warburg zu genießen. Schon bei dem Durchzug durch die Stadt fand unſere Kapelle große Anerkennung und überall, wohin wir ſpäter auf unſerer Fahrt kamen, erregten ihre Leiſtungen Aufſehen. Altenbeken, das Weltbad Pyrmont und die Rattenfängerſtadt Hameln lagen hinter uns, als wir kurz nach 2 Uhr in die mächtigen Hallen des Bahnhofs Hannover einfuhren. Dort hofften wir, uns während des 1 4ſtündigen Aufenthaltes die Beine etwas vertreten und den Bahnhof beſich⸗ tigen zu können. Doch dieſe Hoffnung wurde zu Schanden. Irrtümlicherweiſe wurden wir