Jahrgang 
1886
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die Hauptordnungen aus den Klaſſen der Wirbeltiere möglichſt an einheimiſchen Repräſentanten erläutert.

Schreiben, 2 St. Wettſtädt. übungen in deutſcher und lateiniſcher Schrift nach der Taktirmethode.

Turnen, Singen, Zeichnen ſ. unten.

Sexta. Ordinarius: H.⸗L. Dr. Heymach.

Deutſch, 3 St. Im Sommer: Michel im Winter: Heymach. Leſen und Erläutern pro⸗ ſaiſcher und poetiſcher Leſeſtücke aus Hopf und Paulſiek. Memorieren kleinerer Gedichte. Allwöchent⸗ lich ſchriftliche Arbeiten, Aufſätze, Diktate.

Religion, 3 St. König. Bibliſche Geſchichten aus dem Alten Teſtament bis auf die Könige nach dem bibliſchen Leſebuch von Schulz, herausgegeben von Klix. Das erſte und dritte Hauptſtück ohne Erklärung. Sprüche und 5 Kirchenlieder memoriert.

Latein, 9 St. Im Sommer: Michel Im Winter: Heymach. Einübung der regelmäßigen Formenlehre nach Oſtermann. Memorieren der Vokabeln. Wöchentlich Exercitien und Extemporalien.

Rechnen, 4 St. Wettſtädt. Die vier Species in benannten ganzen Zahlen. Die Bruch⸗ rechnung. Kopfrechnen. Häusliche Aufgaben.

Geographie, 2 St. Wettſtädt. Im S.: allgemeine geographiſche Vorbegriffe nach Daniel. Heimatskunde. Provinz Heſſen⸗-Naſſau. Im W.: allgemeine Geographie der fünf Erdteile, Deutſch⸗ lands und Preußens nach Daniel.

Geſchichte, 1 St. Im Sommer: Michel Im Winter: Heymach. Griechiſche Sagen und Erzählungen aus der griechiſchen Geſchichte bis zum Ausgang der Perſerkriege.

Naturkunde, 2 St. Wettſtädt. Im Sommer: Botanik. Beſchreibung von einzelnen ein⸗ heimiſchen Pflanzen nach lebenden Exemplaren nnd Anlegung von Herbarien. Einprägung termino⸗ logiſcher Ausdrücke. Im Winter: Zoologie. Beſchreibung wichtiger Tiere aus den oberen Klaſſen des Tierreichs.

Schreiben, 2 St. Wettſtädt. übungen in deutſcher und lateiniſcher Schrift nach der Taktir⸗ methode. Nach Vorſchrift an der Wandtafel.

Techniſcher Unterricht.

1. Turnen. Der Turnunterricht wurde in 3 Abteilungen erteilt und zwar in der Weiſe, daß jeder Schüler zweimal wöchentlich eine Stunde übte. Die übungen beſtanden in Turnſpielen, Frei⸗, Ordnungs⸗ und Gerät⸗Ubungen. Im Laufe des Sommers wurden nach Schluß des Nachmittags⸗Unterrichts zum öftern noch 23ſtündige angeſtrengte Marſchübungen unter Vorantritt des Schüler⸗Muſikcorps ausgeführt.

Außerdem turnte im Sommer eine Freiwilligen⸗Abteilung wöchentlich eine Stunde, wobei ganz beſonders eine gute Durchbildung angeſtrebt wurde; auch wurde mit der letzteren Abteilung das Stoßfechten geübt. Wettſtädt.

2. Singen. Mit der Chorgeſang⸗Abteilung wurden in 3 Stunden vierſtimmige Choräle, Motetten und Lieder geſungen; daran ſchloſſen ſich Übungen auch für Männerchor. Außerdem erhielten die Schüler in Sexrta und Quinta zuſammen eine Stunde Unterricht in Notenkenntnis, Takteinteilung und im Treffen der Töne. Wettſtädt.