Jahrgang 
1849
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Wie in den letzten Jahren, ſo wurden auch in dieſem die ärmſten und wür⸗ digſten Seminariſten mit der beträchtlichen Summe von 4096 Gulden unterſtützt; deſſenungeachtet konnten aber nicht alle deßfallſigen Wünſche beſriedigt werden, indem die Zahl der Bittenden zu groß war.

Für die Geſundheitspflege wurde nach Möglichkeit geſorgt; Turn⸗ und Badeplatz konnten in dieſem Jahre fleißiger, als früher, benutzt werden. In keinem Jahre kamen indeſſen mehr Krankheitserſcheinungen vor, als in dem ver⸗ floſſenen Schuljahre; übrigens mußten nur wenige Patienten von den Geſunden abgeſondert und in hieſigem Spitale untergebracht werden.

Unter dem Lehrerperſonal lamen nachſtehende Veränderungen vor:

1) Der proviſoriſche Hilſslehrer Zitzer wurde unter dem 10. April 1848 definitiv zum erſten Hilfslehrer am Seminar ernannt.

Friedrich Philipp Zitzer, geboren den 12. Maͤrz 1808 zu Uſingen, beſuchte von 1814 bis 1819 die Elementarſchule und von da bis zur Aufnahme in das Schullehrerſeminar zu Idſtein 1824 die Realſchule ſeines Geburtsortes. Nach ſeinem dreijaͤhrigen Aufenthalte am Seminare uͤbernahm er ein halbes Jahr eine Privatſtelle, bis er im October 1827 als Lehrge⸗ hilfe an die Stadtſchule zu Wiesbaden dirigirt wurde. Sechs Jahre ſpaͤter, im September 1833, wurde er als Lehrer an die Stadtſchule zu Idſtein verſetzt und im Mai 1834 nebenbei mit dem landwirthſchaftlichen Unterrichte am Seminare proviſoriſch betraut. 1837 ging dieſe proviſoriſche Anſtellung in eine definitive uͤber. Als 1841 Herr Konrektor Frickhoͤffer erkrankte, verſah Zitzer auf Weiſung Herzoglicher Landes⸗Regierung deſſen Stelle am Seminare, wogegen ihm zeitweiſe ein Gehilfe an ſeiner Schule beigegeben wurde. Mit kurzer Unterbrechung dauerte dieſer Zu⸗ ſtand bis Herbſt 1844, wo derſelbe von ſeiner Stelle an der Stadtſchule gaͤnzlich entbunden und fortwährend am Seminare verwendet wurde.

2) Der früher zur Aushilfe an das Seminar dirigirte Lehrer Hartmann wurde zum zweitenmale am Seminare und zwar definitiv angeſtellt.

Heinrich Hartmann, geboren zu Kamberg den 13. December 1818, beſuchte von 1833 1836 das Lehrer⸗Seminar zu Idſtein. Unmittelbar nach ſeiner Entlaſſung aus dieſer Anſtalt wurde er als Lehrgehilfe an der Elementarſchule zu Eltville angeſtellt und im Januar 1840 zum Lehrer daſelbſt befoͤrdert. Vom Herbſte desſelben Jahres bis dahin 1843 war er Hauslehrer bei der v. Langwerth'ſchen Familie im Rheingau und bekleidete dann noch bis zum Herbſte 1844 ſeine fruͤhere Schulſtelle. Darauf wurde derſelbe als proviſoriſcher Gehilfe an das Lehrer⸗Seminar zu Idſtein verſetzt und, nachdem er vom October 1846 bis April 1848