Wenn die theilnehmenden Freunde unſerer Anſtalt und des Volksſchulweſens in dieſen Blättern nicht, wie in den drei vorhergegangenen Programmen, eine Ab⸗ handlung finden; ſo hat dieſes lediglich ſeinen Grund in dem bekannten Beſchluſſe, welchen unſere Kammer in Betreff des Programmſchreibens gefaßt hat. Für dießmal iſt uns nur geſtattet, eine kurze Geſchichte der Anſtalt im Schulijahre 18*¾ zu liefern.
Am 30. März 1848 wurden 54 Zöglinge, 19 katholiſche und 35 evangeliſche, aus der Anſtalt entlaſſen, und zwar mit dem Wunſche, daß ihr ſpäteres Wirken als Lehrer von dern beſten Erfolge gekrönt ſein möge. Sie ſind faſt ſämmtlich im öffentlichen Dienſte angeſtellt.
Bei der Eröffnung des neuen Schuljahres 18“ ¾, nahm die Anſtalt wieder eine Klaſſe von 64 Schülern auf, nämlich 31 katholiſche und 33 evangeliſche, ſo daß das Seminar im Frühjahr im Ganzen 168 Schuͤler zählte. Drei Schuͤler verließen jedoch am Schluſſe des Sommerſemeſters die Anſtalt, und Einer, Na⸗ mens Philipp Weber von Donsbach, wurde derſelben am 29. November durch den Tod entriſſen. Lehrer und Mitſchüler trauerten um den Hingeſchiedenen; denn wir verloren in ihm einen kaum in das 20. Lebensjahr getretenen, ſehr talentvollen, ungemein fleißigen und höchſt edelmuͤthigen Zögling, der zu den ſchönſten Hoffnungen berechtigte. 4
Der nunmehrige Schülerbeſtand des Seminariums iſt demnach folgender:
Klaſſe I.— 26 kath. und 31 evang. Zöglinge— Summe 57. „ II.— 20„„ 25„„—„ 45.
„ III.— 30„„ 32 1„— 1 62. 76 kath. 88 evang. Summe 164.


