Jahrgang 
1928
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i) Schulgeld.

Im Schuljahr 1927/28 wurde das für alle höheren Schulen Preußens amtlich fest- gesetzte Schulgeld von 200 MIk. für Hanauer und 250 Mk. für Auswärtige erhoben.

Auf Antrag wird das Schulgeld ermäßigt für alle Kinder, die Geschwister haben, die sich noch irgendwo oder irgendwie in Ausbildung befinden, ganz gleich ob an hiesigen oder anderen Ausbildungsstätfen. Für das 2. Kind werden demnach 25%: für das 3. Kind 50% Ermäßigung gewährt: das 4. Kind ist schulgeldfrei.

Ganze Freistellen erhielten 21, halbe 18 Schüler. Lehrmittelfreiheit wurde 2 Schülern bewilligt.

Geschwisterermäßigung von 25% bekamen 41, von 50%4, von 100% 1 Schüler.

Anträge auf Gewährung von Freistellen und von Lehrmittelfreiheit sind im Schul- büro des Magistrats der Stadt, Schirnstraße 8 anzubringen.

Oer Elternbeirat.

Die Mitglieder des Elternbeirats sind: 1) Willy Hoffmann, Angestellter, Vorsitzender, Freigerichtstraße 8. 2) Frau Anna Zeller. 3) Max Haß, Studienrat. 4) Louis Schleicher, Krankenkassenbeamter. 5) Reinhard Müller, Bauingenieur. 6) Friedrich Walter, Eisenbahn- Ingenieur. 7) Frau Else Huwald. 8) Friedrich Schmidt, Leihbankinspektor.°) Gustav Henne, Tapezierer.

Durch das Ausscheiden des früheren Vorsitzenden Herrn Dr. Hermann wurde eine Neuwahl des Vorsitzenden notwendig.

Herr Hoffmann wurde einstimmig gewählt. Es wurden 4 Sitzungen abgehalten. Gegenstand der Beratungen waren u. a. das Kinderdorf in der Senne, die Raumnot, der Anbau der Anstalt und die Unterbringung der zwei Klassen von der Gärtnerstraße nach der Anstalt.

In dieser Angelegenheit wurde auch mündlich mit den zuständigen Stellen verhandelt.

Im Juni 1928 findet eine Neuwahl des Elternbeirates statt.

Spenden und Geschenke.

Ilerr Professor Dr. Zingel: Eine große Anzahl mathematischer und naturwissen- schaftlicher Bücher, mehrere geologische Karten. Die Wetterauische Gesellschaft zu Hanau: Eine wertvolle Schnecken- und Muschelsammlung der Heimat, zusammengestellt und systematisch geordnet von Herrn Kaufmann August Seidler. Oberprimaner Karl Heinz Voünte: Eine kleine Mineraliensammlung. Herr Fabrikant Puth: Geräte für die Chemie. Außerdem erhielt die Oberrealschule durch den Herrn Oberpräsidenten der Provinz Hessen-Nassau eine Lautsprecher-Radio-Apparatur, bestehend aus einem Fünfröhren- Neutroflex-Empfänger nebst 5 Röhren, ein LautsprecherConus, ein 4 Volt Akkumulator ein Kopfhörer und eine Anodenbatterie. Firma Reichling& Eberhard, Hanau: 20 Broschüren Im Gefängnis der Separatisten. Firma Dr. Fuß, Papiermühle, Hanau: 40 Broschüren Was Deutschland an seinen Kolonien verlor. Frau A. Rostankowski:Das Neue Universum und einen Geldbetrag zur Verwendung für die Schülerbücherei. Herr Dipl-Ing. Hoffmann: 2 Drehstromkabelstücke.

Verschiedenes.

a) Das Schulqebude entspricht noch immer nicht den berechtigten Ansprüchen an Ausstattung und Gesundheitspflege. Zwei Klassen IV'a und b, mußten in unzulänglichen Räumen der Iilfsschule in der Gärtnerstraße untergebracht werden. Diese Trennung brachte erhebliche Schädigung des Unterrichtsbetriebes mit sich. Die für Chemie- und Physikunterricht vorhandenen Räume lassen einen Unterricht, der nach den Vorschriften der neuen Lehrpläne auf Schülerübungen aufgebaut sein soll, nicht zu; für die Biologie, die einen so wertvollen und wichtigen Teil des Lehrplanes der Oberrealschule ausmacht, ist überhaupt kein Raum vorhanden.