Jahrgang 
1927
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Verschiedenes.

2) Das Schulgebäude entspridt noch immer micht den berechtigten Ansprüchen an Ausstaftung und Gesundheitspſlege. Zwei Klassen Ve und b, mußten in unzulanglichen Räumen der Fiilfsschule in der Garinerstraße untergebracht werden. Diese Irennung kann auf die Dauer ohne erhebliche Schadigung des Unterrichtsbeiriebes nicht ertrogen werden. Die für Chemie- und Physikunterricht vorhandenen Raume lasien einen Unterricht, der nach den Vorschriften der neuen Lehrpläne auf Schülerübungen auſgebaut sein soll. nidu zu; für die Bioloqie, die einen so wertvollen und wichtigen Ieil des Lehrplanes der Oberrealschule ausmadit, it überhaupt kein Raum vorhanden.

Die Siadtverwaltung hat in Aussich gestellt durch Anbau eines Flügels der Raumnof im Sommer 1927 ein Ende zu machen.

b) Lehr- und Lernmiltel. lm Haushaltsplan Slanden für Lehrmittel und Büchereien 4520 Mk; für Lernmiftel für bedürftige Schülfer 200 Mk. zur Verfügqung

Die Schülerbücherei bedarf dringend einer Erneuerung; die dafür zur Verfügung Sehenden Nliftel genügen nicht.

2 Schüler erhiellen vom ierrn Minister eine Erziehunqsbeihilſe von je 500 Mk.

c) Die Hilfsbücherei für bedürffige Schüler ist noch nidit wieder unstande, den An- ſorderungen zu genügen, da in allen Fâchern neue Bücher eingeführt werden mußten und Verlage und Gonner noch nicht die erſorderliche Anzohl von Büchern gespendef haben.

Geschidite der Anstalt.

Des Schuljahr begann am 13. April 1926. Am 7 Mei gab die O Hll a einen sehr gelungenen Elternabend, der von den Eltern und Freunden der Anstahtf stark besucht wurde.

Oberstudiendirektor Ost nahm an der Taqung der Schulvereinigung der deutschen Sfädte vom 31. Mai bis 2. Juni in Wiesbaden teil. Auf dieser Taqung wurde unter anderem die widuige Frage derSystematischen Schülerauslese behandelt.

Studienrat Miftermaier nahm einen vierwöchigen Aufenthalt in Frankreich, Studienrat Dr. E. A. Müller einen fünfwöchigen in England. Am I11. Augqust beçingen wir die Verfassungs- ſeier; Studienrat Klingelhoeffer hielt die Ansprache.

Am 14 Auqust jand die Trauerfeier für den in den Ferien verstorbenen Sfudienrat Dr. Friedrich Tischner Statt; Oberstudiendirektor Ost hielt die Gedächtnisrede.

An der Taqung derReformanstalten und Oberrealschulen Deufschlands in Frankfurt vom 4. bis 7. Oktober nahmen Oberstudiendirektor Ost und Oberstudienrat Ebeling jeil.

Am 27. November, am Vorabend des Tofensonntages çedachte die Oberrealschule wie alle Jahre bisher in einer Gedächnisfeier ihrer Toten und besonders der Gefallenen des Wellkrieges; die Ansprache hielt Studienrat Jung. Eine Abordnung von Lehrern und Schülern legte an den Oräâbern der in den letzten Jahren verstorbenen Lehrer Kränze nieder, die von den Schülerinnen der Anstalt selbst geflochten waren. Schon am 4. Dezember eröffneten wir den Reigen der Qedenkfeiern zum hunderijährigen JTodestage Beethovens mit einem Konzert unseres Schüler- orchesters, das am 26. März 1927 für sämtliche Schulen Hanaus in der Johanniskirche wiederholf wurde.

Auf der Jugendarbeit-Tagung in Hanau vom 3. bis 5. Januar leiftete das Schülerorchester der Anstalt jede Sitzung mit einer musikalischen Morgenfeier ein und gqab zum Abschluß der gQanzen Taqung ein Beeſhovenkonzert. Studienrat Dr. E. A. Müller eröffnete diese Taqung mit einem Vortfrag über dieHaupffragen der Jugendpsychologie

Am 23. Januar starb Studienrat Dr. Arendt; dem Wunsche des Verstorbenen gemãß hiellen wir am 5. Februar nur eine kurze Trauerfeier ab, bei der der Direklor des Dahin- geschiedenen gedachte. Die irdischen Reste des Verstorbenen sind in Offenbach im Beisein weniger Freunde und Verwandten eingeäschert worden.

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