—) Eine Schülergruppe des deutschen Sprachvereins hat sich gebildet unter Leitung von Studienrat Dr. Brodt; sie hat 25 Mitglieder, die für 1 Mk. jährlichen Beitrag die Zeitschrift des Vereins„Muffersprache“ beziehen. Die Schüler haben von ihrer Mifgliedschaff nicht nur den unmiffelbaren Nutzen der Förderung ihres eigenen Stils, sondern auch das sfolze Bewußtsein, Mitkämpfer für eine qute deutsche Sache zu sein, für die Reinhaltung des besten Volksqutes, das wir noch besitzen, unserer Sprache.
4) Der Gesundneitszustand der Schüler war im allgemeinen guf. Zwar hatffe die Grippe eine befrächtliche Anzahl von ihnen erfaßt, sodaß zeitweilig in einzelnen Klassen 10— 12 fehlten; doch waren schwerere Erkrankungen nidt zu verzeichnen Der Stadt- und Schularzt tierr Dr. Lade hielt zweimal im Monat Dienstags von II— 12 im Schulgebaude Sprechstunden ab und prüfte und beriet die Schüler. 5 Schüler wurden in das Solbad Orb gesandt; 5 Schülern wurde eine Höhensonnenkur gewährt.—
) Schulgeld.
im Schuljahr 1926,27 wurde das für alle höheren Schulen Preußens amtlich festgeselzfe Schulgeld von 200 Mk. für Hanauer und 250 Mk für Auswärfige erhoben.
Auf Antrag wird das Schulgeld ermäßigt für alle Kinder, die Geschwister haben, die sich noch irgendwo oder irgendwie in Ausbildung befinden, gqanz gleich ob an hiesigen oder anderen Ausbildungsstätten Für das 2. Kind werden demnach 25%; für das 3. Kind 50% Ermäßigung gewährt; das 4. Kind ist schulgeldfrei.
Ganze Freistellen erhielten 25, halbe 12 Schüler, Lehrmittelfreihei wurde 2 Schülern bewilligt.
Anträge auf Gewährung von Freistellen und von Lehrmittelfreiheit sind im Schulbüro des MagHistrats der Stadt, Schirnstraße 8 anzubringen.
Der Elternbeirat.
Die Mitglieder des Elternbeirats sind: I. Dr. Hans Herrmann, Rechtsberater, Vorsitzender, (Wohnung Pirrschstraße 10). 2. Louis Schleicher, Ortskrankenkassenbedmter. 3. Max Haß, Sfudienrat. 4. Wilhelm Schwab, Kaufmann. 5. Else Huwald. 6. Reinhard Müller, Bauingenieur. 7. Willy fioffmann, Maschinenschlosser. 8. Anna Lapp. 9. Anna Zeller.
Sie wurden bei der am 13. Juni 1926 staftgefundenen Neuwahl gewählt. Es wurden 4 Sitzungen abgehalten, in denen die Vorschriften über Gewährung von Lehrmitftelfreiheit, die Raumnof, der Neubau der Anstalt und der Schutz der Fahrschüſer besprochen wurde. Mit Ostern 1927 scieden der Vorsitzende Hierr Dr. Herrmann, Frau Lapp und Herr Schwab aus dem Eltern- beirat aus, da ihre Söhne die Oberrealschule nicht mehr besuchen; für sie fraten die in der Liste folgenden fierren QGustav Henne, Friedrich Walter und Friedrich Schmitt ein.
Spenden und Qeschenke.
„Aka“-Gummiwarenfabrik: Ferd. Marx& Co., Hannover(überwiesen durch das Schulbüro). Tischlermeister Hlübner: Schalliridhter für Lautsprecher. Prof. Dr. Hoffmann: Etwa 75 Bücher und verschiedene Gläser. Prof. Rausenberger lauf Testament: Eine reidhhaltige Sammlung physikalischer Apparate und eine Büchersammlung von efwe 1500 Bänden nebst 5 großen Zeiß-Bücherschränken. Prof. Dr. Rausenberger(Frankfurt) aus dem Nachlaß seines Bruders: 1 Radierung von Mansfeld (Alt-Frankfurt). Vom Magistraf der Stadt Hanau folgende Instrumente: 2 Flöten, 1 Klarinefte, 4 Irompelen, 1 Tenorhorn, I Baßtrompefe, 2 Hörner, I Bariton, 1 Baßtuba im Gesamtwerte von 440 Mlk.
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