10 Obertertin.
1. Religion.
2 Stunden wöchentlich.
Evangelische Religionslehre: Das Reich Gottes im Neuen Testamente: Lesen und Erklärung von entsprechenden biblischen Abschnitten; eingehende Behandlung der Bergpredigt, deren Haupt- inhalt einzuprägen ist, und der Gleichnisse.
Reformationsgeschichte im Anschluß an ein Lebensbild Luthers.
Sicherung der erworbenen Kenntnis des Katechismus und des in den vorangegangenen Klassen angeéecigneten Spruch- und Liederschatzes. In Verbindung mit der Wiederholung früher gelernter
Lieder kurzer Abriß der Geschichte des evangelischen Kirchenliedes.
b. Katholische Religionslehre: Erweiterter Katechismus: Das dritte Hauptstück, von den 4 Gnadenmitteln, unter Berücksichtigung der Liturgie bei dem heiligen Meßopfer, bei der Spendung 4 der heiligen Sakramente und bei den Sakramentalien.
Einführung in die kirchengeschichte mittels hervorragender kirchengeschichtlicher Charakterbilder.
Deutsch. 3 Stunden wöchentlich.
Grammatik: Das Wichtigste aus der Wortbildungslehre, an Musterbeispiele angeschlossen; insbesondere Ablaut, Umlaut, Brechung, Bedeutung der Ableitungssilben, Zusammensetzung.
Aufsätze wie in UIII. dazu Auszüge oder l'bersichten des Gedankenganges von prosnischen Lesestücken.
Lesen im allgemeinen wie in UIII unter allmählichem Hervortreten der poetischen Lektüre neben der prosaischen. Episches, Lyrisches und Dramatisches einsbesondere Balladen von Schiller und Uhland; Körners Zriny, Uhlands Herzog Ernst von Schwaben. Heyses Kolberg oder Khnliches; auch Homer in einer guten Ubersetzung.) Belehrungen über die persönlichen V erhäſtnisse der Dichter sowie über die poetischen Formen und Gattungen wie in UIII.
Auswendiglernen und Vortragen von Gedichten und Stellen aus Dichtungen wie auf den Vorstufen.
3. Französisch. 6 Stunden wöchentlich. IHlauptgesetze der Syntax: Infinitiv, L'artizipien, Gerundium; Geschlechtswort und Hauptwort.
4. Englisch.
1 Stunden wöchentlich.
Syntax des Zeitwortes, insbesondere die Rektion der Zeitwörter, die Lehre von den Hülfszeit- wörtern, dem Iutinitiv, dem Gerundium und dem Partizipium sowie von dem Gebrauche der Zeiten und Modi.
Geschichte. 2 Stunden wöchentlich. Deutsche Geschichte vom Ausgange des Mittelalters bis zum Regierungsantritt Friedrichs des Großen, insbesondere brandenburgisch-preußische Geschichte. Die außerdeutsche Geschichte ist soweit heranzuziehen, als sie für das Verständnis der deutschen und der brandenburgisch-preußischen Geschichte von Bedeutung ist.


