Sehr zu beachten iſt auch, daß die Hausaufgaben nicht zu ſchwierig geſtellt werden: es muß möglich ſein, ſie ſelbſtändig einigermaßen fehlerfrei zu erledigen, ſonſt könnten ſie mehr ſchaden als nützen. Dies iſt ungefähr der Standpunkt, den die heutige Schule den Hausaufgaben gegenüber ein⸗
ſaubere Erledigung der Aufgaben, die möglichſt ſelbſtändig und ohne Zeitvergeudung erfolgen ſoll. Beobachtungen über die Art des Arbeitens ſind für den Klaſſenlehrer wichtig. Je nach Art des Kindes früher oder ſpäter muß die Verantwortung für die befriedigende Erledigung der Arbeiten den Schülern zugemutet werden. Bei den älteren Schülern wird im Durchſchnittsfalle Rat und Kon⸗ trolle des Elternhauſes beſonders nötig ſein, um ſie vor Zerſplitterung der Intereſſen, überſteigertem Sportbetrieb, einſeitige Pflege von Lieblingsneigungen u. ähnl. zu bewahren.
Wanderungen, Spielnachmittag, Schulorcheſter, Feſte u. dgl. werden von
nicht als Zerſtreuungen oder Ablenkungen, aus weichlichem Schonungsbedürfnis der Jugend erfun— den. Sie haben einen doppelten Wert: meiſtens iſt mit ihnen ein rein unterrichtlicher Zweck verbun⸗ den, darüber hinaus aber bieten ſie vielfache Gelegenheit zu näherer Fühlungnahme von Lehrern und Schülern untereinander. Gerade das ungezwungene Mitdabeiſein der Erwachſenen iſt in unſerer Zeit wichtig, in der vielen Kindern ſelbſt die Eltern nicht genügend freie Zeit widmen können. Bei ſolchen Gelegenheiten bildet ſich außerhalb des Unterrichtes ein Zuſammengehörigkeitsgefühl der Klaſſengruppe aus, das mehr als früher den Lehrer miteinſchließt und ihm genauere Kenntnis der
ſchon davon die Rede, daß viele Eltern heute weniger als je über freie Zeit verfügen, die ſie gemein⸗ ſam mit ihren Kindern verbringen könnten. Man hört als Lehrer heute ſelten noch von Familien, in denen gemeinſam geleſen oder muſiziert wird. Viel verlieren die Kinder unſerer Zeit auch dadurch, daß ſie nur ausnahmsweiſe noch in einem wirklichen„Kinderhauſe“ aufwachſen, mit mehreren Ge⸗ ſchwiſtern und einem Kreis von Geſpielen und Geſpielinnen in der Familie. Wir möchten an dieſer Stelle die Eltern, die es angeht, mit aller Dringlichkeit darauf aufmerkſam machen, von welcher Be⸗ deutung es für die Entwicklung ihres Kindes iſt, daß ſie ſelbſt ein gemeinſames Gebiet geiſtiger In⸗ tereſſen mit ihm zu pflegen ſuchen und danach ſtreben, die Anregungen und Beziehungen ihres Freundes⸗ und Bekanntenkreiſes für ihr Kind fruchtbar zu machen.
Elternbeiratsarbeit. Die Schule verdankt dem Elternbeirat manch wertvolle Anregung und Hilfe. Als eine Schwierigkeit hat ſich in der gemeinſamen Arbeit herausgeſtellt, daß die fünf ge⸗ wählten Väter und Mütter nur zu einem Teil der Elternſchaft perſönliche Beziehung haben und pflegen können. Um einen weiteren Kreis der Eltern an der Ausſprache mit dem Lehrerkollegium und der gemeinſamen Beratung zu beteiligen, beabſichtigt der Elternbeirat in Zukunft, ſooft angängig, Sitzungstermine und Tagesordnung einige Zeit vorher durch Anſchlag in der Schule bekannt zu geben; er bittet, der damit ausgeſprochenen Einladung zur Teilnahme häufiger Folge zuleiſten.
b. Beſonderes.
1. Die Schüler ſollen ſich innerhalb der letzten 15 Minuten vor Unterrichtsbeginn im Schul⸗ gebäude einfinden. Für abgeſtellte Fahrräder übernimmt die Schule keine Haftung. Wer ſich der für die Fahrradhalle aufgeſtellten Ordnung nicht fügt, verliert die Vergünſtigung, ſein Rad auf dem Schulgrundſtück abſtellen zu dürfen.
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