ladener Punkte bewegt ſich ein dritter ebenfalls poſitiv geladener Punkt. In welcher Ent⸗
fernung von der Verbindungslinie erfährt er die größte Abſtoßung?(Differential⸗ rechnung). 9. Freie Arbeitsgemeinſchaften der Oberſltufe.
Phlioſophie. Die Arbeitsgemeinſchaft beſchränkte ſich in dieſem Jahre auf die Schüler der 0 I, die ſämtlich teilnahmen. Zur Einführung in philoſophiſche Lektüre wurde als leichter Text gewählt: Erdmann„Die Technik des Debattierens und die Kunſt recht zu behalten“(Dürerbundflugſchrift). Hauptlektüre des Jahres waren Schopenhauers „Aphorismen zur Lebensweisheit“. Abſchließend wurde ein Durchblick durch die vier erſten Bücher von Schopenhauers„Welt als Wille und Vorſtellung“ gegeben.
Vortragskunſt. Aufgabe der Arbeitsgemeinſchaft war, in das Weſen der Sprechkunde und Vortragskunſt einzudringen. In wöchentlich einſtündigen Colloquien gingen theoretiſche Erörterungen mit praktiſchen übungen Hand in Hand. Das Wichtigſte über Atem⸗, Stimm⸗ und Lautfunktionen beim künſtleriſchen Sprechen, über Ausdrucksarten der menſchlichen Rede, Ausdrucksempfinden, Schallform, Bedeutungswert uſw. wurde ſo weit behandelt und geübt, als es nötig ſchien, um das Ziel der Vortragskunſt erkennen zu laſſen: ein Sprachkunſtwerk in ein Sprech kunſtwerk zu verwandeln. Die praktiſchen übungen erſtreckten ſich auf Vorträge von Gedichten, Balladen, drama⸗ tiſchen Szenen, Reden, Märchen und Erzählungen der verſchiedenſten Dichter und Redner. Daneben wurden freie Vorträge gehalten. Mitglieder der Arbeitsgemeinſchaft wirkten mit bei der Kleiſtfeier, der Totengedächtnisfeier am Volkstrauertag, am 25. Februar boten ſie ihren Mitſchülern eine Märchenſtunde. Der Leiter der A.⸗G. gab im November ſämtlichen Schülern der Anſtalt in einem Vor⸗ trage praktiſche Winke zu Gedicht- und Balladenvorträgen im Unterricht.
Engliſche Lektüre. Die Arbeitsgemeinſchaft beſtand aus 15 Schülern der 0 II. An Hand der Lektüre von„One-Act Plays of To-Day“(Selected by J. W. Marriot) wurden die im Mittelpunkte des neueren engliſchen Dramas ſtehenden Fragen erörtert; ein Stück wurde zur Aufführung eingeübt. Anſchließend wurden beſtimmte Erſcheinungen der engliſchen Umgangsſprache beobachtet.
Geologie. In Verbindung mit geologiſchen Ausflügen in die nähere und weitere Umgebung Hanaus wurden wichtigere Probleme der allgemeinen Geologie(Bildung und Ab⸗ tragung der Geſteine, Vulkaniſche Erſcheinungen, Wirkungen des Waſſers, des Windes, Entſtehung von Kohle⸗ und Salzlagern, Gebirgsbildung, Brüche u. a.) be⸗ handelt und eine Einführung in den geologiſchen Aufbau der Landſchaft gegeben.
Biologie. Mikroſkopiſche Unterſuchung des Baues von ausgewählten Vertretern einzelner Gruppen von niederen Tieren. übungen im Anfertigen einfacher Präparate. Ent⸗ wicklungsgeſchichtliche Unterſuchungen an Hand von Präparaten(u. a. Entwicklung des Seeigels, Froſches, Huhns).
Chemiſche Übungen. Verſuche mit Waſſerſtoff, Sauerſtoff, Kohlenmonoxyd und Kohlendioxyd. übungen im Gebrauch der chemiſchen Wage. Beſtimmung des Waſſergehaltes von Kriſtallen. Oxydationen und Reduktionen, teilweiſe mit Wägungen. Verſuche mit Na⸗ trium und Kalium. Elektrolyſe von Kochſalz. Darſtellung von Salpeterſäure und Verſuche mit Salpeter. Verſuche mit Ammoniumverbindungen.
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