den Unterricht in Phyſik zu ſtellenden Anforderungen, während die vorgeſehene Chemieklaſſe vorläufig unausgebaut bleibt.
Die Wohnung des Schulhausverwalters verteilt ſich auf das Untergeſchoß und Erdgeſchoß. Das Untergeſchoß enthält außerdem die erforderlichen Wirtſchaftsräume und die Räume für die Sammelheizung. Die ſämtlich nach Nordweſten liegenden 9. Klaſſenräume ſind im Erdgeſchoß und erſten Obergeſchoß untergebracht. Im Erdgeſchoß liegen außerdem das Lehrerzimmer mit dem als Elternſprechzimmer dienenden Vorzimmer, das Amtszimmer des Schulhausverwalters, die Singklaſſe und die mit 6 Arbeitsplätzen verſehene naturwiſſenſchaftliche Sammlung. Im erſten Obergeſchoß ſind außer den Klaſſenräumen das Direktorzimmer, der nach Nordoſten gerichtete Zeichenſaal mit Modellraum, die geographiſche und die Lehrmittelſammlung und eine vorläufig für Zwecke der Schülerbücherei und des Schülervereins eingerichtete Reſerveklaſſe angeordnet.
Die Aula und die Räume für den naturwiſſenſchaftlichen Unterricht nehmen das zweite Obergeſchoß ein.
In der Aula finden etwa 350— 400 Perſonen Platz; ſie hat einen beſonderen Schmuck durch farbige Verglaſung der Fenſter erhalten, wozu die Mittel aus privaten Stiftungen aufgebracht wurden. Aus Mitteln der Anſtalt wurde ein Blüthnerkonzertflügel beſchafft. Eine für das Schul⸗ leben außerordentlich erfreuliche Vervollſtändigung ihrer Einrichtung erfuhr die Aula durch die Stiftung einer Baukaſtenbühne von Seiten der Stadt Hanau.
Der Aula vorgelagert iſt eine geräumige Treppenhalle, die mit drei geſtifteten dekorativen Tafelgemälden geſchmückt iſt. Die Treppenhalle wird durch einen Aulavorraum erweitert, in dem Schaukäſten zu Ausſtellungszwecken aufgeſtellt worden ſind, und ein von Freunden der Anſtalt geſtiftetes wertvolles Ölbild von der alten„Hohen Landesſchule“ einen würdigen Platz gefunden.
Dem naturwiſſenſchaftlichen Unterricht ſind 5 Räume mit zuſammen 13 Fenſterachſen vor⸗ behalten. Hiervon werden zunächſt 4 Räume mit zuſammen 10 Fenſterachſen vornehmlich für den Unterricht in Phyſik als Phyſikklaſſe, Vorbereitungsraum und Werkſtatt, Sammlungs⸗ und übungsräume eingerichtet.
Das Dachgeſchoß enthält die ſtattliche Bücherei und einen Arbeitsraum für den Biblio⸗ thekar, außerdem für Unterrichtszwecke eine photographiſche Dunkelkammer.
Beſonderer Erwähnung bedarf noch die Haupteingangshalle im Erdgeſchoß. Sie wurde als Gedächtnisraum für die im Kriege 1914—1918 gefallenen Schüler der Anſtalt ausgebildet. Ein in eine Wandniſche eingelaſſenes und der Architektur des Raumes eingegliedertes Marmor⸗ denkmal zählt die Namen der aus dem Felde nicht heimgekehrten Helden auf.
Der Spielplatz wurde mit Koksſchlacke, Chauſſeeſchlick und Baſaltgrus gehörig befeſtigt, an die Entwäſſerung angeſchloſſen, mit einem Unterflurhydranten zu Spreng⸗ und Feuerlöſchzwecken verſehen und auf drei Seiten mit einer doppelten Platanenreihe bepflanzt. Eine Liguſterhecke bildet den Abſchluß gegen die auf der Grundſtückgrenze ſtehende Fahrradhalle, die in ihrem einſtweiligen Umfange 70 Fahrräder aufnehmen kann. Die Vorgärten an den beiden Straßenfronten wurden mit einer niedrigen maſſiven Umwehrung verſehen, mit Raſen eingeſät und mit Koniferen bepflanzt.
Tuczek, Regierungsbaurat. ẽͤꝰ


