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III. Chronik der Anſtalt.
a) Das Lehrerkollegium.
1. Mit Beginn des Schuljahres traten die an unſere Anſtalt berufenen Lehrer Profeſſor Albert Marxhauſen und Muſiklehrer Jakob Röſſer(ogl. Jahresbericht von Oſtern 1913 III, 5 und 6) ihre Tätigkeit an. Bei der Eröffnungsfeier hieß der Direktor beide Herren namens der Anſtalt willkommen. Profeſſor Marxhauſen war nur ein halbes Jahr in ſeinem neuen Wirkungs⸗ kreiſe tätig. Er wurde ſchon zum Herbſt d. J. durch Allerhöchſte Beſtallung vom 3. September 1913 als Direktor an das Kgl. Gymnaſium zu Weilburg berufen. So ſehr wir uns über ſeine ehren⸗ volle Beförderung freuten, ebenſo ſehr bedauerten alle, denen er näher getreten war, ſein Scheiden von unſerer Anſtalt. Unſer aller beſte Wünſche begleiteten ihn in ſeine neue Stellung. Mit Ver⸗ ſehung der durch ſeinen Abgang erledigten Stelle wurde Dr. Paul Schott, der ſeither am Kgl. Gymnaſium zu Weilburg beſchäftigt geweſen war, als wiſſenſchaftlicher Hilfslehrer betraut.
2. Mit Schluß des Schuljahres verließen die wiſſenſchaftlichen Hilfslehrer Emil Becker
und Dr. Wilhelm Pfeiffer unſere Anſtalt. Jener wurde dem Kgl. Gymnaſium zu Weilburg, dieſer dem Kgl. Sachſenhäuſer Gymnaſium i. E. zu Frankfurt a. M. zugewieſen.
3. Von den Probetandidaten, die im Schuljahre 1912 an der Anſtalt tätig geweſen waren, wurde der eine, Dr. Wilhelm Baumann, nach Ablauf des Probejahres der Anſtalt zu weiterer Beſchäftigung zugewieſen, jedoch kurz darauf zunächſt bis Herbſt 1913 zur übernahme einer Haus⸗ Jlehrerſtelle, dann bis Oſtern 1914 zur Vornahme wiſſenſchaftlicher Studien beurlaubt, der andere, Kurt Weyher, trat zur Fortſetzung ſeines Probejahres an die hieſige Oberrealſchule über.
4. Von Oſtern 1913 ab wurde Dr. Otto Braunſtein, von Herbſt 1913 ab Dr. Franz Hohmann der Anſtalt zur Ableiſtung des Probejahres überwieſen. Der Kandidat des höheren Lehramts Dr. Ernſt Voltz war vom Herbſt 1913 an der Anſtalt zur unentgeltlichen Beſchäftigung zugewieſen, konnte jedoch, da er ſeiner Militärpflicht genügt, keinen Dienſt an der Anſtalt tun.
5. Anläßlich des Regierungsjubiläums Sr. Majeſtät des Kaiſers und Königs wurde dem unterzeichneten Direktor durch Allerhöchſtes Patent vom 16. Juni der Charakter als Geheimer Studienrat verliehen.
6. Im Anſchluß an die Sommerferien war der katholiſche Religionslehrer Dechant Eduard Braun für mehrere Wochen zum Zwecke einer Reiſe nach den Vereinigten Staaten von Nord⸗
amerita beurlaubt. Während ſeiner Abweſenheit wurde er vertreten durch den Kaplan Rudolf Thiergart.
Verfügung des Kgl. Prov. Schulkollegiums von 15. Juli 1913 S. 10572. Zugleich wurde genehmigt, daß ein Teil des katholiſchen Religionsunterrichtes(4 von den 7 Wochenſtunden) auch fernerhin von dem letzteren erteilt werde.
7. Mit dem Schluſſe des Sommerſemeſters verließ uns unſer ſeitheriger Zeichenlehrer Erich Milow, um eine Zeichenlehrerſtelle in Berlin⸗Lichtenberg zu übernehmen. An ſeine Stelle wurde der Zeichenlehrer Max Ulrich vom 1. Oktober ab berufen.
Allen den Herren, die unſere Anſtalt nach längerer oder kürzerer Wirkſamkeit verlaſſen haben, ſage ich für ihre freundliche, erfolgreiche und ſtets hilfsbereite Tätigkeit namens der Anſtalt den aufrichtigſten Dank.


