Jahrgang 
1907
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... 4 1...* 7 1 der geistlichen u. s. w. Angelegenheiten vom 1. 0ktoher 1903 wurle er an das Kæl. Gvmnasium zu Königshütte. 0.8., und von hier durch Anordnung des Ilerrn Ministers zum 1. April 1906 in die bei dem Kgl. GCymnasium zu Hanau neu errichtete Oberiehrerstelle berufen. Veröffentliehungen in Schulprogrammen: Die Suhstantiva des Tacitus. Plän 1874. Die römischen Eigennamen bei Tacitus. Hadersleben 1886. 1888, 1889, 1893. Königshütte 1905 und 1906.

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perner wurde der Kandidat des höheren Schulamts Ernst Humpf, der his dahin sein Probe- jahr am Wöhler-Realgymnasium in Frankfurt a. M. abgeleistet hatte. der Anstalt als wissenschaft- licher Hilfslehrer zugewiesen.(Verf. vom 4. April 190 S. 3654.)

Ernst Humpf, geboren am 23. Januar 1875 zu Hlarmuthsachsen im Regierungslezirk Cassel, evang. Ronfession.

hesuchte das Gixymnasium zu Hersfeldl und studierte dann von Ostern 1895 bis Sommer 1899 Theologie an den

U'niversitäten Marburg und Greifswald. Am 5. Juli 1899 bestand er die erste theologische Prüfung, war 1 ½ Jahre

auf dem evang. Predigerseminar zu Ilofgeismar, bestand am 20. März 1902 die 2. theowlog. Prüfung und machte

am 5. Fehruar 1904 das Oberlehrer-, am 24. Februar 1906 das Turnlehrer-Examen. Zur Ableistung des Seminarjahrs wurde er am 1. April 1901 dem Goethe-Gvmnasium zu Frankfurt a. M. überwiesen, zu der des Probejahres am 1. April 1905 dem Wohler-Realgymnasium zu Frankfurt. Am 1. April 1906 kam er als wissenschaftlicher Ililfslehrer an das Kgl. Gymnasium zu Ilanau, wo er am 1. Oktober Oberlehrer wurde.

Endlich wurde der Kandidat des höheren Schulamts Dr. Wilhelm Dettmering der Anstalt zur Ableistung seines Probejahres zugewiesen und zugleich als wissenschaftlicher Hilfslehrer be- schäftigt.(Verf. v. 4. April 1906 S. 2285.)

Carl Julius Alfred Wilhelm Dettmering wurde als Sohn des l'ostsekretärs IHleinrich Dettmering am 8. Ok- tober 1879 zu Frankfurt a. M. geboren. Er besuchte das Kaiser Friedrichs-GyYmnasium zu Frankfurt a. M. undd be- stand dort Ostern 1898 die Reifeprüfung. Darauf studierte er auf den U'niversitäten Marburg a. L.., Heidelberg. Berlin, Tübingen Religionswissenschaft, Geschichte und deutsche Philologie. Am 25. Oktober 1902 wurde er an der Universität Tübingen zum Dr. phil. promoviert und bestand am 12. Mai 1905 die l'rüfung für das Lehramt an höheren Schulen vor der Königlichen wissenschaftlichen Prüfungskommission in Marburg a. I. Sein Seminarjahr leistete er am Kgl. Cvmnasium zu Wiesbaden ab.

In der Frühe des 1. Juni verschied nach langem, schwerem Leiden, das er mit grober Geduld und Gottergebenheit trug, der Professor Hermann Reinhard. Seit Oktober 1890 hatte er an unserer Anstalt, zuerst als wissenschaftlicher llilfslehrer. dann als Oberlehrer und Professor treu und segensreich gewirkt. Schon im Sommer 1903 wurde seine Tätigkeit durch eine ernste Erkrankung gechemmt, und er sah sich genötigt, für längere Zeit Urlanb zu erbitten. Kurze Zeit, nachdem er Seinen Unterricht wieder aufgenommen hatte, wurde dieser durch eine neue schwere Erkrankunz unterbrochen. und er mußte für das ganze Jahr seiner Arbeit entsagen. Nachdem er sich aber Ende Oktober 1904 einer schr schweren Operation mit gutem Erfolge unterzogen hatte, schien die Macht der Krankheit besiegt, und mit neuer Hoffnung, mit neuer Kraft und Freude nahm er seine unterrichtliche Tätigkeit zunächst im Sommer 1905 nur teilweise, dann im Winter wieder vollständig auf. Aber die Schleichende Krankheit kehrte wieder. Anfang Februar 1906 warf sie ihn auf ein Krankenlager, von dem er sich nicht wieder erheben sollte. Am 2. Pfingstfeiertage., dem 4. Juni, geleiteten Lehrer und Schüler seine sterblichen Eberreste zur letzten Ruhe. Wir verloren in ihm einen lieben Kollegen, der sich durch ernste, christliche Gesinnung, Lauterkeit des Charakters. Pflichttrene in Seinem Amte. Wohlwollen gegen seine Schüler. kollegialischen Sinn gegen seine Mitarbeiter ausgezeichnet hat. Sein Andenken wird unter uns in Ehren pleiben. Möge ihm die Erde leicht sein!

Durch Allerhöchsten Erlabß vom 12. März 1906(Verf. v. 2. April 1906 S. 3357, 3358 und 3312) wurde den Professoren Dr. Wilhelm Küster, Dr. Ludwig Müller und Professor Mascher der Charakter als Räüten 4. Klasse verlichen.

An Stelle des mit dem Beginn des Winterhalbjahres in den Schuldienst der Stadt Frank- furt a. M. übertretenden Zeichenlehrers Christian Mangold(vergl. Jahresbericht von 1906 S. 19)