Jahrgang 
1907
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6. 5 C1524. 4: 2 5.

19. vom 7. Dezember 1906 S. 12643. Vorläufige Meldungen(vor Sehluß der Reifeprüfung) zur Annahme als Bergbaubeflissener in der Zeit vom 15. März bis 1. April, bezw. 15. September bis 1. Oktober sind anch ohne Beifügung eines Abiturientenzeugnisses statthaft.

20. vom 5. September 1906 S. 12395. Zusendung von 6 Exemplaren der Schrift des lHlauptmanns BaverDer Krieg in Südwestafrika(2 für die Schülerbibliothek, 4 als Prämien).

21. vom 31. Dezember 1906 S. 8431. Die Schüler sollen an ein schnelles und geordnetes Verlassen der Schulrüume für den Fall einer Feuersgefahr gewöhnt werden.

22. vom 15. Januar 1907 S. S04. Es wird von den wahlberechtigten Beamten auf das

bestimmteste erwartet, daß sie bei der bevorstehenden Reichstagswahl von ihrem Wahlrecht Ge- brauch machen.

23. vom 18. Januar 1907 S. 711. Mitteilung der Grundsätze für die Wirksamkeit der stantlichen Stelle für Naturdenkmalpflege in Preußen. 24. vom 18. Februar 1907 S. 2042. Gedächtnisfeier des 300 jihrigen Geburtstages des Dichters Paul Gerhardt am 12. März d. J. 25. vom S. Februar 1907 S. 1810. Empfehlung des Werkes des Professors Richard Knötel:Die eiserne Zeit vor 100 Jahren..

III. Chronik der Anstalt.

Das Lehrerkollegium.

Dem Professor Schaub wurde zur Herstellung seiner geschwächten Gesundheit ein halbjähriger Urlanb gewährt.(Verf. v. 26. März 1906 S. 1803.) Da er am Schlusse des Sommerhalbjahrs sich nicht imstande fühlte, seine Tätigkeit wieder aufzunehmen, so bat er um weiteren Urlaub und reichte gleichzeitig ein Gesuch um Pensionierung ein. Durch Verfügung vom 27. November S. 12009 wurde er vom 1. April 1907 ab in den Ruhestand versetzt. Er hat vom 1. April 1875 ab, also 31 Jahre lang, seine Tätigkeit in den Dienst unserer Anstalt gestellt, ist seinen Schülern stets ein gewissenhafter, treuer und wohlmeinender Lehrer, den Lehrern ein stets hilfsbereiter, lieber Kollege gewesen. Möge ihm die Zeit der Ruhe eine ungetrübte und gesegnete sein! 4

Mit Beginn des Schuljahres verließ der Sseitherige wissenschaftliche Hilfslehrer Dr. Hof die Anstalt, um eine Oberlehrerstelle am Gymnasium zu Höchst a. M. zu übernehmen(vergl. Jahres- bericht von Ostern 1906 S. 19). Der Professor Reinhard war durch schweres Leiden an das Krankenlager gefesselt. Die entstehenden Lücken wurden dadurch ausgeglichen, daß Professor Reinhold Macke,I seither an dem Gymnasium zu Königshütte tätig, an unsere Anstalt versetzt wurde.(Vgl. Jahresbericht von Ostern 1906 S. 20.)

Reinhold Macke, geboren am 28. Februar 1846 zu Soran, N.., besuchte von Michaelis 1854 an das Gym- nasium seiner Vaterstadt und bestand hier am 10. April 1863 die Abgangsprüfung. Darauf studierte er in Breslan, Leipzig und Berlin die Rechtswissenschaft und in Greifswald klassische Philologie. Ilier bestand er am 30. Juli 1870 die Lehramtsprüfung im Deutschen, Lateinischen, Griechischen und Französischen. Vor dieser Prüfung war er vom 1. bis 19. Februar 1870 am Kgl. Gymnasiuam zu Flensburg aushilfsweise beschäftigt. Sein Probejahr legte er vom 1. Oktober 1870 bis 30. September 1871 am Kgl. Gymnasium zu Plön ab, dem er dann bis zum 30. Juni 1872 als vollbeschäftigter wissenschaftlicher Hilfslehrer und bis zum 30. September 1885 als ordentlicher bezw. Oberlehrer an- gehört hat. Darauf wurde er an das Kgl. Gymnasium zu Hadersleben versetzt und erhielt hier am 1. Juli 1897 den Professortitel und am 26. Oktober 1898 den Rang der Räte vierter Klasse. Durch Erlat des Herrn Ministers

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