Jahrgang 
1906
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Griechische Sprache. 6 St. w. Im Sommer kombiniert mit JI. Im Winter Homers lliasIV mit Auswahl. Platons Apologie des Sokrates. Alle 14 Tage eine schriftliche Pbersetzung in der Klasse abwechselnd aus dem Griechischen und in das Griechische. Repetition der Syntax und ausgewählter Kapitel aus der Formenlehre.(Vomberg).

Französische Sprache. 3 St. w. Lektüre. Bourget: Monique. Molière: Les Femmes Savantes? Ségur: Moscou et le Passage de la Bérézine. Extemporalien, Diktate und schriftliches Nacherzählen ausgewählter Partien aus der Lektüre. Gelegentlich grammatische Wiederholungen. Sprechübungen im Anschluß an die Lektüre.(Müller).

Englische Sprache.

Hebräische Sprache. 2 St. w. Repetition und Ergänzung der Formenlehre. Eine An-

zahl Psalmen. Genesis. Kp. 1 10.(Schmitz).

Geschichte und Erdkunde. 3 St. w. Römische Kaisergeschichte seit dem Tode des Kaisers Augustus. Mittelalterliche und neuere Geschichte bis zum Jahre 1648 nach Neubauer IV. Geographische Wiederholungen.(Küster).

Mathematik. 4 St. w. Arithmetische Reihen 1. Ordnung, geometrische Reihen, Zinseszins- und Rentenrechnung. Gleichungen höheren Grades, die sich auf quadratische zurückführen lassen, nach Bardey. Stereometrie. Fortsetzung der UÜbungen in der Trigonometrie und im Lösen von planimetrischen Konstruktionsaufgaben nach Koppe.(Mascher).

Physik. 2 St. w. Mechanik und Akustik nach Koppe Mascher).

Zeichnen. 2. St. w. Mit Ober-Prima komb.(S. dort).

Ober-Sekunda. Ordinarius: i. S. Professor Dr. Wackermann, i. W. Professor Dr. Vomberg.

Religionslehre. a) evangelische: Erklärung der Apostelgeschichte und einzelner Ab- schnitte anderer neutestamentlicher Schriften. Wiederholungen aus früheren Lehrpensen. Reinhard. seit Anfang März Hammes). b) katholische. S. Oberprima.

Deutsche Sprache. 3 St. w. Im Sommer: Fbersicht über die Literatur der alt- und mittelhochdeutschen Zeit und Lesen ausgewählter Abschnitte aus dem Nibelungenlied, der Gudrun. Wolframs Parzival und der Lyrik Walthers von der Vogelweide.(Ahrens).

Im Winter: Goethes Hermann und Dorothea. Egmont. Götz von Berlichingen(letzteres pri- vatim.(Vomberg).

Themata der Aufsätze: 1. Der Streit der Königinnen im Nibelungenlied, sein Verlauf und seine Bedeutung für die Entwickelung der Handlung. 2. Das Ergreifende an Siegfrieds letztem Tag.(Klassenarbeit). 3. Der Wider- streit der Pflichten Rüdigers und seine Lösung. 4. Wodurch unterscheidet sich das mittelhochdeutsche Volksepos von dem Kunstepos? 5. Woraus erkennen wir schon im ersten Gesang von GoethesHermann und Dorothea, daß der

Wirt ein wackerer Mann und ein guter Deutscher ist? 6. Der Schauplatz der epischen Handlung in den fünf ersten Gesängen von GoethesHermann und Dorothea.(Klassenaufsatz). 7. Leise müßt ihr das vollbringen, die gelinde Macht ist groß(Goethe).(Ein Chrie.). 8. Klassenaufsatz.

Lateinische Sprache. Im Sommer. 7 St. w. Cicero pro Ligario und pro rege Deiotaro, Vergils Aencis IV mit Auswahl. Grammat. wie im Wintersemester. Im Winter. Sallusts bellum Ingurthinum, ausgewählte Abschnitte aus Vergils Aeneis B. 68 nach der Auswahl von Deuticke. Wiederholung der Syntax. Belehrungen über stilistische Erscheinungen, die Phrasen 1 400 des Ubungsbuches von Ostermann-Müller für II und I, sowie mündliche und Schriftliche Übersetzungen aus diesem. Wöchentlich abwechselnd Haus- und Klassenarbeiten. Vomberg).