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nicht durch die etatsmäßig verfügbaren Lehrkräfte gedeckt werden konnten, wurden die O.-L. Mascher, Thieme, Hammes und Z. L. Ma ngold, die sich in dankenswerter Weise dazu bereit erklärt hatten, beauftragt(Verf. vom 26. April 1904 S. 3712).
Am 15. Juni stellte Kaplan Ferdinand Böschen, nachdem er vom 1. April 1903 an den katholischen Religionsunterricht an der Anstalt erteilt hatte, seine hiesige Tätigkeit ein, da er als Kuratus nach Bettenhausen bei Cassel versetzt war. In seine Stelle trat ein Kaplan Joseph Freise,*) der bis dahin in Somborn tätig gewesen war.
Durch Erlaß des Herrn Ministers vom 14. Februar 1905 U II No. 35 Verfügung vom 20. Februar 1905 S. 1726), wurde dem Oberlehrer Hermann Reinha rd der Charakter als Professor verliehen.
Durch Verfügung vom 21. Februar 1905 S. 1687 wurde der Kandidat des höheren Schulamts Dr. Hof für das bevorstehende Sommerhalbjahr zur Entlastung des Professors Reinhard und zur Deckung anderweitigen Unterrichtsbedürfnisses als wissenschaftlicher Hlilfslehrer der Anstalt zu- gewiesen.
Die Aufnahmeprüfung fand am 11. April statt. Es traten 36 Schüler in die Anstalt ein, davon 31 in die Sexta. Am folgenden Tage wurde das Schuljahr feierlich eröffnet.
Donnerstag den 9. Juni machten die Schüler aller Klassen unter Führung ihrer Lehrer Aus- flüge in die nähere oder fernere Umgebung von Hanau.
Am 14. und 17. Juni, sowie am 4. und 5. August fiel der großen Hitze wegen der Nach- mittagsunterricht aus.
Im Anschlusse an die Sommerferien war Professor Dr. Wackermann zur Kräftigung seiner gesundheit vom 2. bis 20. August peurlaubt.
Da am 2. September die Witterung sehr zweifelhaft war, so fand statt des ursprünglich ge- planten Ausfluges eine einfache Sedanfeier in der Aula der Anstalt statt.
Am 3. September beteiligte sich die Anstalt an der feierlichen Legung des Grundsteines für die bei Wilhelmsbad zu errichtende Bismarcksäule.
Donnerstag den 20. Oktober wohnte Herr ProvinziakSchulrat Dr. Kaiser in einzelnen Stunden dem Unterrichte des Probekandidaten Dr. Hof bei.
Sonnabend den 12. November fand in der Aula für die evangelischen Zugehörigen der Anstalt eine Vorfeier des 400jährigen Geburtstages des Landgrafen Philipps des Großmütigen von Hessen statt, bei der Professor Schaub ein Lebensbild des großen Fürsten und Vorkämpfers der Reformation entwarf..
Montag den 14. November gaben Lehrer und Schüler der Anstalt dem verstorbenen Herrn Superintendenten Sopp, der in früheren Jahren zum Lehrkörper der Anstalt gehört hatte, das Ge- leite zur letzten Ruhestätte.
Am Abend des 10. Dezembers wurde in den Räumen der hiesigen Turngemeinde unter zahl- reicher Beteiligung der Eltern und Angehörigen unserer Schüler ein recht wohlgelungenes Schul- fest abgehalten. Den Eingang bildeten Turnübungen(Frei- und Geräteübungen aller Klassen), an die sich Musikvorträge(gesangliche und instrumentale) der Schüler anschlossen. Den Schluß machte ein Tanzvergnügen der Schüler der oberen Klassen.
*) Joseph Freise, geboren am 28. August 1878 zu Sendenhorst i. Westf., kath. Konfession, besuchte das Königl. Gymnasium in Warendorf i. Westf., studierte dann von 1899— 1903 Theologie an der Akademie zu Münster i. Westf. und ward dort am 6. Juni 1903 zum Priester geweiht. Seine erste Anstellung erhielt er in der Diözese Fulda als Kaplan zu Somborn. Am 15. Juni 1904 wurde er als 2. Kaplan nach Hanau versetzt.
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