Jahrgang 
1905
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7. 20. April 1904 S. 3373. Die Förderung der segensreichen Bestrebungen der König-Wilhelm-Stiftung für erwachsene Beamtentöchter wird warm empfohlen. 1 4

S. 29. Juni 1904 S. 6369. Die für die Anstalt erforderlichen Heizmaterialien sind fortan auf Grund öffent- licher Ausbietung und eines schriftlich abgeschlossenen Lieferungsvertrags zu beschaffen. UÜber die Erteilung des Z. schlags entscheidet das Königliche Provinzial-Schulkollegium.

9. 28. Juli 1904 S. 6972. Die Pfiege des deutschen Volksliedes und der volkstümlich gewordenen Lieder geistlichen und weltlichen Inhalts im Schulgesangunterricht wird empfohlen, damit dem Empfinden unserer Jugend durch die Pflege einer mit einfachen Mitteln wirkenden Kunst eine gesunde Richtung gegeben werde. Musikalische und deklamaiorische Aufführungen, die die Schüler überlasten oder die Lösung der Unterrichtsaufgaben emptindlich 8 beeinträchtigen, sind zu vermeiden.

10. 19. August 1904 S. 7651. Den Verfassern von Anstaltsgeschichten wird empfohlen, sich mit der Gesell-. schaft für deutsche Erziehungs- und Schulgeschichte in Verbindung zu setzen.

11. 24. Oktober 1904 S. 9580, betrifft die Feier des 100 jährigen Geburtsfestes des Landgrafen l'hilipps des Großmütigen von Hessen am 13. November d. J.

12. 22. November 1904 S. 9752. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß Herr Louis Faubert, der Vorsitzende des Pariser deutschen Konversationskluhs frue Auber 15 17), der sich aus deutsch sprechenden Franzosen zum Studium und zur Pflege der deutschen Sprache gebildet hat, sich bereit erklärt hat, den Klub auch deutschen Lehrern zu öffnen, ihnen das Geistesleben der franzdsischen Hauptstadt zu erschließen und ihnen überhaupt den Aufenthalt in Paris angenehm und nutzbringend zu gestalten.

13. 21. Dezember 1904 S. 11841. Auf die Wichtigkeit und Unerläßlichkeit der in den Lehrplänen vorge- schriebenen kleineren deutschen Ausarbeitungen wird aufmerksam gemacht.

14. 31. Januar 1905 S. 894. Der Beginn der Sommerferien wird für dieses Jahr auf den S. Juli, der der Herbstferien auf den 30. September festgesetzt.

III. Chronik der Anstalt.

Anderungen im Bestande des Lehrerkollegiums.

Oberlehrer Reinhard, der schon im Schuljahr 1903 wegen ernstlicher Erkrankung wieder- holt beurlanbt gewesen war, konnte seine Tätigkeit zu Beginn des neuen Schuljahres noch nicht wieder aufnehmen, sondern wurde zunächst durch Verfügung vom 7. April 1904 S. 2863 für die Dauer des Sommerhalbjahres, dann weiter durch solche vom 5. Oktober 1904 S. 9153 für das Winterhalbjahr beurlaubt. Nachdem er eine schwere Operation Ende Oktober v. J. glücklich über- standen hat, hat sich sein Gesundheitszustand zur groben Freude seiner Angehörigen, seiner Freunde und Kollegen und seiner Schüler wieder so erheblich gebessert, daß er im kommenden Schuljahre die langentbehrte Lehrtätigkeit an der Anstalt, wenn auch zunächst nur in beschränktem Umfange, wieder aufnehmen kann. Möge ihm Gott volle Gesundheit und Kraft wieder verleihen, damit er noch lange Jahre zu seiner Freude und zum Segen der ihm anvertranten Jugend wirken könne!

Mit seiner Vertretung wurde durch Verfügung Kgl. Provinziak Schulkollegiums der Kandidat des höheren Lehramtes Dr. Adolf Hof.*) der dem GNYmnasium zur Ableistung seines Probejahrs zu- gewiesen war(Verf. v. 2. April 1904 S. 2346), betraut. Mit Versehung einiger Lehrstunden, die

*) Adolf Karl Hof, geb. 22. Mai 1873 in Frankfurt a. M., evangelisch, besuchte das Wöhler-Realgymnasium seiner Vaterstadt und bestand dort 1895 die Reifeprüfung. Er studierte von Ostern 1895 bis Ostern 1899 Naturwissen- schaften in Bonn und promovierte dort im Sommer 1899. Das Staatsexamen legte er 1902 in Marburg ab. 1903 wurde er der Klinger-Oberrealschule in Frankfurt a. M. zur Ableistung des Seminarjahrs, 1901 dem Königl. Gym- nasium zu Hanau zur Ableistung des Probejahrs überwiesen.