Jahrgang 
1901
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nach dem Katechismus. Wiederholung der biblischen Geschichte des neuen Testamentes nach dem Lehrbuch von Schuster.(Goebel).

Deutsche Sprache. 3 St. w. Lesen und Erklären von LessingsMinna von Barnhelm, GoethesHermann und Dorothea und SchillersJungfrau von Orleans. Behandlung einiger Balladen. Auswendig gelernt wurdenDas Lied von der Glocke,Die Kraniche des Ibykus, Stellen aus derJungfrau von Orleans, früher gelernte Gedichte wurden wiederholt. Dispositions- übungen und Aufsätze.(Schaub).

Themata zu den deutschen Aufsätzen: 1. Wie entsteht eine Glocke? 2. Die Eumeniden, die Macht des Gewissens. 3. Welche Grunde fuhrt Tellheim für die Aufhebung seines Verlöbnisses mit Minna an, und wie widerlegt sie diese?(Klassenarbeit.) 4. Der Wirt in LessingsMinna von Barnhelm. 5. Die Vorgeschichte der Familie des Wirts in GoethesHermann und Dorothea. 6. Die Personlichkeit Dorotheas in GoethesHer- mann und Dorothea(Klassenarbeit). 7. Der Zustand Frankreichs vor dem Auftreten der Jungfrau von Orleans. 8. Das Geld ist ein guter Diener, aber ein schlimmer Herr. 9. Schuld und Suhne der Jungfrau von Orleans. 10. Die Versohnung des Herzogs von Burgund mit dem Könige Karl.

Lateinische Sprache. 7 St. w. Lektüre: 4 St. w. Im S.: Ovid, Auswahl aus Buch X-XIII, Ciceros Reden gegen Catilina I und II. Im W.: Virgils Aeneis II nach Deuticke. Li- vius XXIII mit Auswahl. Grammatik: 3 St. w. Grammatische Wiederholungen aus der gesamten Syntax und Formenlehre nach Waldeck. Mündliches üibersetzen nach dem UÜUbungsbuche von Ostermann-Müller 4. Wöchentlich eine häusliche Arbeit oder eine Klassenarbeit. Daneben alle 6 Wochen eine Übersetzung ins Deutsche.(Schaub).

Griechische Sprache. 6 St. w. Xen. An.VI, Hell. I, II, von Bünger. Hom. Od. I, IX XI mit Auswahl, Ausgabe von Henke. 4 St. w. Wiederholung der Formenlehre; Kasuslehre. Tempus- und Moduslehre. Mündliche und schriftliche Übersetzungen nach Seyfferts Ubungsbuch. Alle 14 Tage eine Übersetzung ins Griechische, abwechselnd als Klassen- und Hausarbeit, gelegentlich eine Ubersetzung ins Deutsche. 2 St. w.(Wackermann).

Französische Sprache. 3 St. w. Grammatik Plötz-Kares§ 58 128. Extemporalien. Gropp u. Hausknecht: Auswahl franz. Gedichte. Gelegentlich im Anschluss an die Lektüre Sprech- übungen.(Müller).

Geschichte und Erdkunde. 3 St. w. Deutsche Geschichte von 1740 bis zur Gegen- wart, nach Eckertz. Wiederholung der Erdkunde Europas und elementare mathematische Erd- kunde, nach Daniels Leitfaden. Kartenskizzen.(Wackermann).

Mathematik. 4 St. w. Gleichungen vom 1. Grad mit einer und mehreren Unbekannten und Gleichungen vom 2. Grad mit einer Unbekannten; Potenzen, Wurzeln, Logarithmen nach Bardey. Kreisberechnung, Proportionalität, Elemente der Trigonometrie, elementare Körperberech- nung, planimetrische Konstruktionen nach Koppe.(Henkel).

Physik. 2 St. w. Leichtere Kapitel aus der Lehre vom Magnetismus, von der Elek- tricität, vom Schall und vom Licht. Einführung in die Chemie nach Koppe.(Henkel).

Zeichnen. 2 St. w. Umrißzeichnen von großen plastischen Ornamenten unter Wiedergabe der Licht- und Schattenwirkung mit Bleistift, Kohle, Kreide, Tusche und Farbe. Malerische Dar- stellung einfacher Naturobjekte. Gedächtniszeichnen und Skizzieren: Natur- und Kunstgegenstände (Pflanzen, Tiere, Gefäße, physikalische Apparate u. a.) Mitteilungen aus der Kunstgeschichte, Stillehre, Ornament- und Architekturformenlehre.(Mangold).