Jahrgang 
1837
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zweiten Halbjahre wird aus dem zweiten Theile der Experimentalphyſik die Lehre von den chemiſchen Wirkungen der Körper (Kries§. 165 184), von den einfachen Körpern, die eine merkliche Schwere haben(Kries§. 185 198), von den Salzen und Erden(Kries§. 199 203), vom Waſſer(Kries§. 204 211), von den Luftarten(Kties§. 212 224), und vom Lichte(Kries§. 225 309), ſo wie im dritten Halbjahre die Lehre vom Feuer und von der Wärme(Kries§. 310 350) von der Elektricität und vom Galva⸗ nismus(Kries§. 351 395), ſo wie vom Magnetismus und Elektromagnetismus(Kries§. 396 431) vorgetragen. Im vierten Halbjahre endlich folgt die angewandte Naturlehre, und zwar 1) aus der Lehre vom Weltgebäude der Unterricht über die Geſtalt uͤnd Größe der Erde nebſt den davon abhängigen Erſcheinungen am Himmel(Kries§. 432 442), ferner werden die Erſcheinungen erklärt, die durch die Rotation der Erde entſtehen(Kries§. 443 448), darauf verbreitet ſich der Unterricht über die Erſcheinungen, welche von der fortſchreitenden Bewegung der Erde abhängen Kries§. 449 457), ſodann folgen Belehrungen über die Erſcheinungen, welche durch die eigene Bewegung der Geſtirne hervorgebracht werden und über die Verbindung der Geſtirne unter einander (Kries§. 458 465), und zuletzt wird von der Beſchaffenheit der Weltkörper geſprochen(Kries §. 466 478). 2) Aus der phyſiſchen Geographie werden nur einige der wichtigſten Lehren erläutert. 3) Den Schluß des Curſus bildet die Erklärung der merkwürdigſten Lufterſcheinungen(Kries§. 513 556).

Anmerk. Vielleicht wird dieſe Vertheilung des Lehrſtoffes noch eine Veränderung erleiden; ſie iſt nämlich, ſo wie der ganze Lehrplan, der erſte theoretiſche Entwurf, der noch in keinem Curſus ausgeführt iſt.

7. Kalligraphie.

Das Bedürfniß des kalligraphiſchen Unterrichts wird in einem Gymnaſium, welches ſich auch den Ele⸗ mentarunterricht zur Aufgabe macht, um ſo dringender, da die in die unteren Claſſen eintretenden Schüler noch keine hinreichende Ubung im Schönſchreiben mitbringen können, und es iſt demnach im hieſigen Gymnaſium nicht blos die fortgeſetzte Ubung, ſondern recht eigentlich der gründliche Anfangsunterricht in dieſem Gegenſtande erforderlich. Da nun aber die Claſſeneintheilung nicht nach den Leiſtungen in der Kalli⸗ graphie geſchehen kann, ſo iſt es nöthig, in allen Claſſen, worin genannter Gegenſtand gelehrt wird, den Unterricht nach der Fertigkeit der einzelnen Schüler in folgenden Stufengang einzutheilen:

I. Vorübungen. Dieſe beſtehen in einer anſtändigen, ungezwungenen Haltung des Körpers und der Feder, wonach es dem Schüler möglich wird, Linien und Bogen von verſchiedener Größe und Stärke und nach allen Richtungen auszuführen. Dieſe Übung muß durch unermüdete Wiederholung bei eige⸗ nem Vorzeichnen des Lehrers den Schüler bis zu derjenigen Fertigkeit bringen, nach welcher er

II. zu den Grundformen der engliſchen Schrift uͤbergehen kann, ich ſage der engliſchen Schrift, weil dieſe durch ihre größere Einfachheit dem Kinde leichter wird, durch ihren Charakter der Hand mehr Sicherheit gibt, und durch ihre Formen den Schönheitsſinn mehr weckt, als die Grundformen der

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