Jahrgang 
1837
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licher Verkehr die wichtigſten Geſichtspuncte, während Kunſt und Wiſſenſchaft faſt nur in den letzten Perioden Beruckſichtigung verdienen.

1. Periode. Sagenhafte Zeit der Könige. Herrſchaft eines prieſterlichen Adels unter vorwaltendem etruſkiſchen Einfluß. Hier iſt die, alle Verhältniſſe beherrſchende, Religion am ausführlichſten zu behandeln.

2. Periode von 509 286 vor Chr. Vorherrſchen des ſabiniſchen und lateiniſchen Einfluſſes. Ent⸗ wicklung der Republik aus Ariſtokratie durch Timokratie zu geſetzlich anerkannter Demokratie. Die Verfaſſung und das Kriegsweſen(nach des Polybius 6tem Buch) ſind hier hauptſächlich zu berückſichtigen.

Viertes Halbjahr. Fortſetzung der geſchichtlichen Entwicklung des römiſchen Volksthums.

3. Periode von 286 133 vor Chr. Eindringen helleniſcher Bildung und Kampf derſelben mit alt⸗ römiſcher Sitte. Zwar Demokratie nach dem Buchſtaben des Geſetzes, aber Regierung einer neu⸗ gebildeten Ariſtokratie, geſtützt auf Amtsehre, Reichthum und Geburt.

4. Periode von 133 30 vor Chr. Die altrömiſche Sitte unterliegt den fremden, namentlich den helleniſchen Einflüſſen. Das Streben, die Demokratie zu verwirklichen, führt zur Gleichſtellung Aller unter Einem. Verfaſſung des Imperatorenreichs. In dieſer Periode verdienen, nächſt der Verfaſſung, Rechtspflege, Wiſſenſchaften und redende Künſte die meiſte Rückſicht.

Hierauf folgt ein Nachtrag von den wichtigſten ſpäteren römiſchen Schriftſtellern. III. Statiſtiſch geordnete Überſicht der römiſchen Verfaſſung in den letzten Zeiten der Republik zwiſchen Sulla's und Cäſar's Dictatur.

4. Erdkunde.

Keitende Grnndſätze für dieſen Unterrichtszweig.

1) Als geiſtigem Bildungsmittel iſt dem geographiſchen Unterricht, abgeſehen von ſeinem materiellen Nutzen, die Aufgabe geſtellt, Einbildungs⸗ und Gedächtnißkraft des Schülers zu entwickeln und anzubauen; deshalb gilt Anſchaulichkeit des Vortrags und diejenige Bündigkeit, welche ſtreng Alles zu ſagen vermeidet, was der Schüler nicht auch im Gedächtniß behalten kann und ſoll, als höchſtes Geſetz.

Als Endziel in objectiver Hinſicht iſt ihm vorgeſteckt die Erzeugung eines möglichſt klaren und treu aufgefaßten innern Abbildes der Erdkugeloberfläche in allen ihren bemerkenswerthen Einzelheiten und deren Beziehungen zu einander. 4

2) Der geographiſche Unterricht im Gymnaſium ſchließt ſich eng an diejenige Behandlungsweiſe an, wodurch dieſe Wiſſenſchaft in neuerer Zeit hauptſächlich durch Karl Ritter's Beſtrebungen zuerſt eine naturgemäßere und erſprießlichere Geſtalt gewonnen hat.

3) Als Lehrbuch iſt am entſprechendſten befunden worden die von der ebenbezeichneten Anſicht aus ent⸗ worfene Grundlage beim erſten Unterricht in der Erdbeſchreibung, von Fr. Ch. Selten*), welche ſich, ſo wie der Stielerſche Schulatlas, in der Hand jedes Schülers befinden muß.

*) Das geographiſche Lehrbuch für den Schulunterricht von Albrecht von Roon war zur Zeit der Neugeſtaltung des geographiſchen Unterrichts an hieſigem Gymnaſium und der Entwerfung dieſes Lehrplans noch nicht erſchienen, ſonſt würde man ihm wohl den Vorzug gegeben haben.

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