Die turnerische und sportliche Betätigung unserer Schüler war auch in diesem Schuljahre recht rege, was schon aus dem Erringen zahlreicher Preise und der eben erwähnten Tatsache hervorgeht, daß ungefähr 9¶6 unserer Jungen Mitglieder von Turn- und Sportvereinen sind. Aus den am 3. und 4. September auf dem Sportplatz am Güterbahnhof ausgetragenen Reichsjugendwettkämpfen gingen 101 Gymnasiasten und Realschüler als Sieger hervor. Das sich bei jung und alt großer Beliebtheit erfreuende Schauturnen fand kurz vor Schulschluß am 28. März in der Turnhalle statt. Es erstreckte sich auf Hindernislauf, Pferd-, Bock- und Tischspringen, Reckturnen sowie Körperschulübungen. Für Rudersport bietet sich hier keine Gelegenheit.
Aufgabenfrei waren Nachmittage, für die Spielstunden angesetzt waren.
Wanderungen, die sich in einzelnen Klassen auf zwei Tage ausdehnten, wurden in der vorgeschriebenen Anzahl ausgeführt. Sie führten nach Frankfurt a. M. in verschiedene Museen, in die Musikausstellung und das Stadion, nach Heiligenstock, nach Höchst a. Nidder und der Ronneburg in Oberhessen, an die Bergstraße bis nach Heidelberg, ins Neckartal und natürlich in der Hauptsache in unseren herrlichen Taunus bis nach Wiesbaden und an den Rhein. Im Anschluß an die Tagung des V. D. A. in Goslar(s. Chronik) fanden vier- tägige Wanderungen in zwei getrennten Gruppen statt, die von den St. R. König und Dr. Reuter geführt wurden. Es wurden die wichtigsten Punkte des östlichen Harzes besucht: Wernigerode, Thale, das Bodethal, Schierke, der Brocken, Braunlage u. a. Am letzten Tage fand von Nordhausen aus eine gemeinsame Fahrt zum Kyffhäuserdenkmal statt. Auf der Rückreise wurde Schloß Wilhelmshöhe bei Kassel besichtigt.
Der Gesundheitszustand der Schüler war, von 3 schweren Erkrankungen abgesehen, bis 14 Tage vor Schulschluß zufriedenstellend. Von diesem Zeitpunkt ab machte sich die Grippe in den mittleren und höheren Klassen störend bemerkbar.
i) Das Schulgeld betrug im ersten und zweiten Monat des Vierteljahres RM. 17.—, im dritten RM. 16.—, das Eintrittsgeld RM. 5.— und die sogen. Geschwisterermäßigung 25, 50 und 100%. Es waren 25 staatliche und 10 städtische Freistellen vorhanden. 12 Schülern konnten Erziehungsbeihilfen von zusammen RM. 900.— gewährt werden.
k) In Sachen der Berufsberatung wurde den Wünschen und Anfragen verschiedener Eltern vom Direktor und Lehrerkollegium bereitwilligst entsprochen. Einschlägige Erlasse und Verfügungen der vorgesetzten Behörden sowie die von einzelnen Berufskreisen und Fach- verbänden erteilten Ratschläge wurden an die in Betracht kommenden Klassen weitergeleitet.
5. Der Elternbeirat und seine Betätigung. Spenden.
Der E. B., in den an Stelle des ausscheidenden St. R. Kasper Kollege König ein- trat, kam in mehreren Sitzungen zusammen, um eine Aussprache über wichtige Angelegen- heiten der Schule herbeizuführen. Da durch die längere Krankheit einiger Mitglieder des Lehrerkollegiums eine sehr große Anzahl Lehrstunden ungedeckt war und trotz aller Kom- binationen von Klassen ein bedeutender Stundenausfall unvermeidlich geworden wäre, richtete der E. B. die dringende Bitte an das P. S. K., dieser Gefahr durch die Gestellung eines geeigneten Vertreters baldigst zu begegnen. Der Bitte wurde teilweise entsprochen(s. auch Chronik). In einer weiteren Sitzung nahm der E. B. zu einer an ihn gelangten Beschwerdeschrift eines hiesigen Einwohners Stellung. Er sprach dem Anstaltsleiter für die bisherige Behandlung des Falles seine volle Anerkennung aus und beschloß im übrigen, sich in der Angelegenheit selbst abwartend zu verhalten, solange noch das Disziplinarverfahren schwebe.
Auch in diesem Jahre hat die Emergency-Society in New Vork durch die Ueber- weisung eines Geldbetrags den Bezug der Zeitschriften in dankenswerter Weise erleichtert.
Mit besonderem Danke gedenkt die Anstalt wieder der Opferwilligkeit der beiden hiesigen Familien Köhler und Möckel, die es ermöglichte, aus der Hammelmann-Stiftung 4 abgehenden Schülern, Fölsing und Ungeheuer aus Ig. sowie Reutter und Born aus U. II. r,


