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IV. g. u. r. Erweiterung des Wichtigsten aus der Musiklehre der Unterstufe. Fortsetzung der Erfindungsübungen. Musikdiktat. Einführung in das Baßschlüsselsystem. Instru- mentalmusik: Vorspielen und Besprechen von Stücken in erweiterter Liedform (Menuett, Gavotte, Rondo). Polyphone Instrumentalstücke.
U. III. Ein- und mehrst. Liedgesang ohne und mit Instrumentalbegleitung. Löwesche Balladen. Fortsetzung der Erfindungsübungen. Zwei- und dreist. Kadenzen. Variationen von Mozart und Beethoven. Bachsche Inventionen.
O. III. Einiges über die Entwicklung unserer Notenschrift. Beispiele des historischen Liedes. Landsknechtslied. Das einfache begleitete Kunstlied des 17. und 18. Jahrhunderts.
U. II. Entwicklung der Tonarten(Kirchen- und moderne Tonarten). Aufbau der Ton- leiter. Die Liedform. Das Motiv. Kanon. Kunstlied mit Kl.-Begl. Balladen von Löwe, Lieder von Fr. Schubert.
O. II.— I. Beispiele des Kunstliedes aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Das Orchester. Die Orchesterpartitur. Die 8- und 12-taktige und erweiterte Liedform. Klaviersonate, Sinfonie, Ouvertüre. Besprechung einer Oper. Entstehungsgeschichte einiger Volks- lieder, bezw. Chöre.
Orchester: Tonstücke berühmter Meister aus der Sammlung:„Das Mittelschulorchester“ von Dr. Schmidt, op. 111 von Zanger, Violinquartett-Sammlung von Zanger.
4. Leibesübungen.
Es bestanden 8 Turnabteilungen, für die je 2 Vormittags- und 2 Nachmittagsstunden vorgesehen waren. Im Sommer wurden vorzugsweise volkstümliche Uebungen und Spiele getrieben, im Winter wurde das Geräteturnen bevorzugt. Die Spielstunden des Nachmittags fanden im Sommer auf dem Sportplatz des Homburger Turnvereins oder im Seedammbad statt, die Winterstunden in der Halle des Gymnasiums, z. T. auch in der des Homburger Turnvereins. Am 3.—4. September beteiligte sich die Schule an den Reichsjugendwett- kämpfen, und 101 Schülern gelang es, Preise zu erringen.
3) Der Lehrkörper.
a) Veränderungen. Am 23. Juni 1927 verstarb Oberschul- und Musiklehrer Reinhard Barth, der 18 Jahre segens- und erfolgreich an unserer Anstalt gewirkt hatte. Ihn vertrat vom 28. Juni ab bis zum Schluß des Schuljahres Seminaroberlehrer Severin Janisch.— Von Mitte Januar ab war St. R. Dr. Hartung verhindert, seinen Unterricht zu erteilen. Seine wissenschaftlichen Stunden wurden auf das Kollegium verteilt, während mit seinem Turn- unterricht Junglehrer Philipp Kraus, ein früherer Schüler unserer Anstalt, betraut wurde. (S. auch Chronik).
b. Die Obliegenheiten des Oberstudienrats Dr. Dreyling bestanden wie bisher in der Vertretung des Direktors, der Beschaffung des Materials und der Abfassung des Jahres- berichtes, der Autfstellung des Stundenplanes, Neufassung der Schulordnung, gelegentlicher Regelung von Vertretungen, statistischen Arbeiten, Berichten über Beratungsgegenstände allgemeiner Konferenzen, zuweilen auch der Leitung von Klassen- und Fachkonferenzen u. a.
c. und d. Ein Lehrerausschuß und eine pädagogische Vorbereitungsanstalt be- stehen an unserer Anstalt nicht.


