Jahrgang 
1927
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Musiklehrer Barth und den Oberprimanern Cannawurf, Kasper, Müller und Stuertz, die den die Chöre verbindenden Text sprachen, in anerkennenswerter Weise überwunden. Der freundlichen Unterstüt- zung durch Fräulein Gertrud Hasselbach, die die Titelrolle übernommen hatte und ihr in künstleri- scher Weise gerecht wurde, sei hier noch mit besonderem Danke gedacht.

Da wegen der häufigen Erkrankungen im Lehrerkollegium, der verschiedenen Chor- und Orche- sterproben sowie der Vorbereitungen zu den Wettkämpfen ohnehin schon zuweilen Unterrichtsstunden ausfallen mußten, konnten diesmal nur wenige Lehrfilme besucht werden, einer über Zahnpflege, einer biologischen Inhalts und der Maggifilm.

Am 5. Februar hielt auf Veranlassung des P. S. K. in Kassel Herr Zetzsche einen Werbe- Vortrag für den Verein für das Deutschtum im Ausland. Die Geldsammlung bei Verwandten und Bekannten, zu der die Schüler besondere von der Schule ausgestellte Ausweise erhielten, hatte etwas unter der herrschenden Geldknappheit zu leiden. Am gleichen Tage wurde der Einladung der Staatsbürgerlichen Bildungstagung zu ihren Vorträgen im Kurhaus von mehreren Mitgliedern des Lehrerkollegiums entsprochen. Auf ministerielle Anordnung hielt am 23. Februar Polizei- kommissar Schmidt von hier vor versammelter Schülergemeinde einen Vortrag über dieGefahren der Straße.

Die Wiederimpfung fand am 12. Mei, die Nachschau 6 Tage später statt.

Der Gesundheitszustand des Lehrerkollegiums war wenig befriedigend. Kurz nech Be- ginn des Schuljahres stellte sich bei O. Sch. L. B arth eine nervöse Erschöpfung ein, die ihn bis zum 9. Juni von der Schule fernhielt und ihm auch dann noch nickt die volle Wiederaufnahme seines Unterrichts vor den Sommerferien gestattete. St. R. Klemme mußte sich einer Staroperafion unter- ziehen und wurde zu diesem Zweck vom 7. Jan. bis 22. Febr. beurlaubt. Der vom P. S. K. gesandte Vertreter, St. Ref. Dr. Hasselbach, übernahm vom 20. Januar ab ein Drittel des Unterrichtes, die übrigen Stunden mußten, wie in allen übrigen Krankheitsfällen, auf das Kollegium verteilt werden. Da Dr. H. nur für die zweite Hälfte der Woche in Frankfurt a. M. abkömmlich war, so brachte diese Vertretung eine größere Aenderung des Stundenplanes mit sich. Für seine erfolgreiche Mitarbeit schuldet ihm die Anstalt aufrichtigen Dank. Von kürzeren Unterbrechungen abgesehen, waren noch die Kollegen Dr. Hartung, Herbold und Prahl je eine, Müller 2 Wochen durch Krankheit am Unter- richt verhindert. Außerdem war õSt. R. Dr. Hartung zu dem Turnlehrer-Fortbildungskursus in Ber- lin für die Zeit vom 31. Mai bis 7. Juni beurlaubt. St. R. Dr. Ernst Gerland war, wie schon im vorigen Jehresbericht geſagt iſt, vom Herrn Miniſter zur Vollendung einer wifſenſchaftlichen Arbeit bis zum 30. Sepf. 1926 beurlaubt. Seine Vertretung hatte St. Afſ. O. Mebus übernommen, der lich durch ſeine eifrige Tätigkeit den Dank der Schule verdient hat. Leider mußte Kollege Gerland wegen des unbefriedigenden Zuſtandes ſeiner Geſundheit auch den Winter hindurch beurlaubt und vertreten werden. Er bat dann, da ſein Befinden ſich nicht gebeſſert hatte, um ſeine Penſionierung zum 1. April 1927.

8. Die wichtigsten Erlasse und Verfügungen.

Kassel, 24. 4. 26. Wahl des Elternbeirats auf 13. Juni 26 festgesetzt. Kassel, 4. 5. 26. Beurlaubung der Lehrer und Schüler zur Hirschberg-Tagung des V. D. A. genehmigt.

inist. 28. 4. 26. A. 57 Derln. üniat 24. 4. 26. 5220 Einschränkung der Ausgaben fúr 1926 eingeschärft.

Kassel, 11. 5. 26. Urlaub für Weimarfahrt genehmigt. . 14. 7. 26. Verfassungsfeier wie im Vorjahr zu begehen. 2. 8. 26. Boxübungen in Räumen und auf Plätzen der Schule nicht gestattet. 19. 8. 26. betr. Ehrenurkunde bei Reichsjugendwettkämpfen.

11. u. 14.10. 26. Die nötigen Mittel für die Vertretung des erkrankfen St. Rats Dr. Gerland sind bewilligt; St. Ass. O. Mebus wird mit seiner Vertretung bis Ostern 1927 betraut.

27. 10. 26. Lehrer, die zu Lehrgängen einberufen werden, sollen durch den Lehrkörper(ohne Hinzuzie- hung von Hilfskräften) vertreten werden.

1. 11. 26. St. R. Dr. Rudolph tritt mit 1. 4. 27. in den endgültigen Ruhestand. 13. 11. 26. Hinweis auf den bei Bahnfahrten von Jugendlichen verübten Unfug.